Aichelberg und Bahn-Baustelle

Zu Baden-Württembergs berühmt-berüchtigstem Berg – zumindest was den Verkehrsfunk angeht – zum Aichelberg wollte ich schon immer mal. Das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden liegt quasi auf dem Weg und ist ein Muss.

Fährt man die Steigstraße durch den kleinen Ort Aichelberg hinauf, kommt man zum Wanderparkplatz beim Cafe Waldeck.

Direkt an der Gaststätte weisen Wanderschilder den Weg. Der Weitwanderweg albtraufgänger führt hier zum Beispiel vorbei. Es geht nur wenige hundert Meter über offene Wiesen und durch den Wald zum Gipfel des Aichelbergs. Ein schöner Ausblick Richtung Westen bietet sich von oben, leider nicht nach Osten, wo sich die Drei-Kaiser-Berge befinden.

Man überquert den Gipfel – vorbei an der Schutzhütte und folgt dem Pfad auf der anderen Seite hinab. Nach zwei Serpentinen hält man sich rechts und folgt gleich darauf links dem Weg mit dem Wanderzeichen Blaue Gabel.

Geht man am Hang des Tumbergs entlang, bemerkt man schnell, wie das Dröhnen der Autobahn schnell weniger wird. Erst unten bei der Grünbücke über die A8 wird es wieder richtig laut. Nach der Brücke geht man gleich rechts und wandert direkt parallel zur Fernstraße, an der es gerade hier am Aichelberg oft zu Staus kommt.

Nach ein paar hundert Metern am Waldrand gelangt man zur Bahn-Baustelle am Eingang Boßlertunnel. Auf einer Aussichtsplattform kann man den großen Baggern und Maschinen zuschauen und sich über die großen Mobilitätsversprechen informieren.

Ein kurzes Stück geht man auf gleichen Weg zurück, biegt dann aber links ab und unterquert die A8. Am Ortsrand von Aichelberg zweigt man scharf rechts ab, geht leicht bergan und am Waldrand stößt man wieder auf Schilder des albtraufgänger-Wegs. Dieser führt in wenigen Schritten hinauf zum Ausgangspunkt.

Im Nachbarort Holzmaden lohnt sich der Besuch des Urweltmuseums Hauff (mit lebensgroßen Dinoskulpturen):

Es beherbergt die besterhaltenen Präparate aus der Posidonienschiefer-Formation von Holzmaden und Ohmden. Zu den zahlreichen Exponaten gehören Ichthyosaurier, Plesiosaurier, Krokodile, Flugsaurier, Fische, Seelilien, Ammoniten und Belemniten.
Die bekanntesten Exponate sind die mit 18 × 6 m weltgrößte, versteinerte Seelilienkolonie und ein fast vier Meter langer Ichthyosaurier.

Quelle: wikipedia

Länge: 3,5 km
Dauer: ca. 1,5 h
Anstieg: ca. 170 hm

Download albtips-de-Aichelberg-S21Baustelle.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Von Hepsisau zur Limburg (orange)
Orchideen im NSG Haarberg-Wasserberg (gelb)
Kleiner Spaziergang hinauf zum Hohenstaufen (braun)

Dem Osterhasen auf der Spur in der Honauer Olgahöhle

Ab Ostersonntag Führungen durch die Lichtensteiner Unterwelt: ein Höhlenerlebnis für Groß und Klein! Die Honauer Olgahöhle ist Deutschlands größte Kalktuffhöhle. Sie liegt im Echaztal direkt unterhalb von Württembergs Märchenschloss Lichtenstein.

Osterhase gefunden!

Am Ostersonntag, 21.04.2019, und danach jeden ersten Sonntag im Monat ist sie bis Oktober für Besucher geöffnet. Führungen finden jeweils von 11– 17 Uhr statt.

Regen an Ostern, die Ostereiersuche im Freien fällt ins Wasser? Kein Problem! Schon vor 140 Jahren ließ der Höhlenentdecker Johann Ziegler die Honauer Kinder bei schlechtem Wetter in der Olgahöhle nach Ostereiern suchen. Die wünschten sich natürlich fortan Regen zu Ostern!

Diese alte Tradition haben Höhlenführer von der Höhlenforschungsgruppe Pfullingen und vom Albverein Honau vor 5 Jahren wiederbelebt. Mit großem Erfolg: Unter den rund 300 Besuchern am Ostersonntag 2015 waren 80 Kinder, die mit viel Vergnügen die Verstecke des Osterhasen aufspürten. Auch dieses Jahr können sich Kinder, die rechtzeitig in der Höhle vorbeischauen, auf die Suche machen.

Erwachsene entdecken dabei ein einzigartiges geologisches Kleinod der Schwäbischen Alb: Wie ist die Olgahöhle entstanden und wie wurde sie gefunden? Was hat sie mit dem Uracher Wasserfall oder mit Schloss Lichtenstein zu tun? Der Rätsel Lösung erfährt man bei einer Runde durch die gut begehbare Schauhöhle.

Der Albverein Honau feierte 2016 sein 125-jähriges Bestehen. Die Ortsgruppe wurde 1891 gegründet, ihr erster Vertrauensmann war 39 Jahre lang Höhlenentdecker Johann Ziegler. Das traditionelle Olgahöhlenfest findet jährlich an Fronleichnam statt.

www.olgahöhle.de

Rund um die Olgahöhle
Wer aus der Olgahöhle kommt, sollte am Albtrauf hinaufschauen. Hoch oben sitzt Schloss Lichtenstein auf einem Felsen. Über Wanderwege oder per Auto ist es gut zu erreichen.

In Honau selbst sind außerdem das kleine Hauff-Museum, der alte Honauer Bahnhof und natürlich sehr gute Gastronomie in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Ein kurzer Spaziergang führt zur Echazquelle und ins Tobeltal.

Genug Möglichkeiten für einen schönen, abwechslungsreichen Sonntagsausflug!

Preisliste Olgahöhle 2019
Erwachsene: € 3,00 (SAV: € 2,50)
Kinder ab 6 Jahre: € 1,50
Familienkarte: € 7,00
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt!

Rund ums Digelfeld

Das Digelfeld gilt als die größte Wacholderheide der Schwäbischen Alb. Im Frühjahr zeigen sich oft unzählige Frühblüher wie Küchenschellen oder Frühlingsenzian.

Vom Wanderparkplatz Digelfeld zwischen Hayingen und Aichstetten startet man Richtung Norden und folgt an der Gabelung dem rechten Wiesenweg in eine Linkskurve, schöne Ausblicke bieten sich.

Wo man wieder auf den Hauptweg stößt, hält man sich rechts und geht hinab bis zur Hayinger Brücke (Wanderparkplatz mit Grillhütte).

Dort biegt man rechts ins Guckental ab, das sich nach Norden durch den Wald windet.

An zwei Gabelungen hält man sich jeweils rechts und kommt so leicht bergan steigend zurück zur Wacholderheide Digelfeld mit weiten schönen Ausblicken über die typische Landschaft.

Eventuell sieht man Maschinen vom Segelflugplatz aufsteigen. Man hält sich stets rechts, bis man parallel unterhalb des vorigen Wegs in entgegengesetzter Richtung wandert. Dieser Weg führt zurück zum schon bekannten Herweg.

An der Gabelung, an der man zuvor von links kam, hält man sich nun rechts und kommt auf diesem Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Länge: 4,8 km
Dauer: 1,5 h
Anstieg: ca. 100 hm

Download albtips-de-Digelfeld.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Sanfte Wiesen und Täler, felsige Nischen, die Weite der Albhochfläche (orange)
Rundwanderung: Wimsen – Glastal – Digelfeld – Schweiftal – Ehrenfels (gelb)

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …