Kurztour auf dem Pfullinger Sagenweg

Der Pfullinger Sagenweg bietet Einblicke in alte Sagen und Legenden, die man sich in Pfullingen erzählt und die sich um die Urschel und andere Sagengestalten ranken. Wer ist der Pfullinger Knecht Ruprecht und wie kann die Urschel erlöst werden?

Der von der Stadt Pfullingen ausgeschilderte und mit den Motorsägen-Holzfiguren des Künstlers Billy Tröge gestaltete Themenweg hat eine Gesamtlänge von ca. 5,6 Kilometer. Er startet am Pfullinger Friedhof und führt am Hang des Ursulabergs hinauf. Möchte man zusätzlich zum Marktbrunnen, kommen noch einmal gut 600 Meter hinzu, insgesamt also 6,2 Kilometer.

Man kann aber auch eine knapp 4 Kilometer messende Kurztour auf dem Pfullinger Sagenweg machen, bei der man sich auch gut 100 Höhenmeter von der Stadt herauf spart. Diese beginnt am Sagenweg-Parkplatz am Elisenweg entlang der Auffahrt zum Übersberg (neben dem großen Picknick- und Spielplatz).

Am Parkplatz findet man eine Infotafel zum Themenweg mit einer Karte und allen wichtigen Details zu den Sagengestalten. Man geht den Parkplatz entlang bergauf und hält sich an der Gabelung links. Der Weg ist mit sog. Remmsele (hier aus Holz) gekennzeichnet. Mal findet man diese Knöpfe auf Pfählen, mal in Verbindung mit einer großen Hand, die die Richtung anzeigt.

Nach der ersten Linkskurve erreicht man schon bald das Gesicht der Urschel, welches kunstvoll in einen Baumstamm gesägt wurde. Außerdem blickt man ins Tal und zur Achalm hinüber. Unterhalb des Wegs liegt der Spielplatz.

Bald stößt der Weg auf das Sträßchen (Elisenweg), dem man gut 250 m folgt, bis man rechts abbiegt. Nach kurzem, steilem Anstieg erreicht man den Pelzmichel. Daneben befindet sich eine Infotafel über heimische Vögel.

Durch den Wald spaziert man gemütlich weiter bis zum Erdmännlein. Was wohl seine Geschichte ist? Noch etwas weiter muss man gut Acht geben, um den etwas versteckten Wegweiser am Baum nicht zu verpassen.

Es geht aber immer noch geradeaus und bald kommt man beim Haule vorbei, der trägt zur Strafe den Kopf unter dem Arm. An der Gabelung kurz darauf hält man sich links.

Ein schmaler Pfad führt bergauf bis zur Urschelbank. Dort kann man sich erst einmal ausruhen und die schöne Aussicht genießen. Man folgt dem schmalen Pfad, der inzwischen sogar mit einem Seil gesichert wurde, noch ein kurzes Stück, hält sich an der Gabelung rechts und erreicht einen breiten Weg.

Es ist die Alte Steige, der man nach rechts unten folgt. In der nächsten Rechtskurve liegt der schlafende Graf. Sein Kopf ist auf ein Pfulben (Kissen) gebettet.

Kurz darauf führt die Alte Steige am Remmselesstein vorbei. Dort findet man eine große Hand aus Holz herausgesägt. Inzwischen haben einige Besucher dort Knöpfe (Remmsele) hineingelegt.

Man kommt zum Wanderparkplatz oberhalb des Waldcafés und passiert die Skulptur der drei Nachtfräulein. Nun kann man entweder parallel zum Sträßchen zum Ausgangspunkt zurück gehen oder man nimmt den spannenderen Weg und biegt halbrechts auf den Pfad durch die Wiese ab.

So kommt man zur Pfullinger Skischanze. Sofern möglich (wenn nicht durch den Verein genutzt) geht man geradeaus zwischen Hütte links und Schanze rechts hindurch und nimmt am Ende der Wiese den ansteigenden Waldweg.

Ein paar Meter Anstieg und schon muss man sich auf der Waldlichtung links halten. Bald öffnet sich die Landschaft links und man genießt einen schönen Ausblick zum Georgenberg und zum Albtrauf. Ein herrlicher Abschluss für diese schöne Runde durch den Wald, denn bald erreicht man die gemütliche Waldliege und den Parkplatz.

Länge: ca. 3,9 km
Dauer: ca. 1,5 h
Anstieg: ca. 140 hm

Download albtips-de-Pfullinger-Sagenweg.gpx (.zip)

Infos zur Gesamttour: Pfullinger Sagenweg (pfullingen.de)

Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 5: Von den Traifelbergfelsen zum Mädlesfels
Auf dem Burgenweg zum Mädlesfels, zum Übersberg und zum Immenberg (braun)
Ein Steingarten, blühende Wiesen, vergessene Treppen und eine Skischanze (orange)
Streckenwanderung: Holzelfingen – Greifenstein – Stahleck – Übersberg – Ursulaberg – Pfullingen (gelb)
5 Tage Burgenweg (lila)
Auf den Spuren einer alten Sage: Rund um Urselberg und Mädlesfels (ohne Track)
Wiesen, Felsen, Traufkanten rund um Mädlesfels, Übersberg und Urselberg (ohne Track)

Nußbaumweg in Unterhausen

Dieser Spaziergang auf dem Nußbaumweg in Unterhausen zeigt wie typische Streuobstwiesen und -gärten in die Landschaft am Albtrauf des Immenbergs übergehen.

Parken kann man entlang der Straßen „Im Brett“ oder „In den Holzwiesen“ im Lichtensteiner Teilort Unterhausen. An der Straßenecke befindet sich eine Infotafel zum Nußbaumweg.

Man folgt der Straße „In den Holzwiesen“ und spaziert nach wenigen Schritten schon zwischen schönen Streuobstwiesen und Gütle. Rechts liegt eine größere Wiesen mit vielen beschilderten Haselnuss- und Walnussbäumen.

Nach gut 450 Metern biegt man kurz hinter dem Baum W11 rechts ab und geht (ohne Beschilderung) die Straße „Im Weingarten“ hinauf. Nach kurzem, 180 Meter langem Anstieg zweigt man bei einer weiteren Infotafel erneut rechts ab.

Links liegt dann ein schönes Naturschutzgebiet unterhalb der Biosphärengebiets-Kernzone Immenberg-Kugelberg. Vor der nächsten Hecke geht es schon wieder rechts hinab und nach kurzem Abstieg links – wieder durch Streuobstwiesen.

Nun bleibt man eine Weile auf diesem Weg, der eine langgezogene Linkskurve macht. Dabei blickt man hinauf zu Schloss Lichtenstein oder zum Aussichtsturm „Onderhos“. Bald schreitet man auch an einer historischen Nußbaumallee entlang, die allerdings nicht extra beschildert ist.

Danach geht es nur noch nach rechts unten und gleich wieder rechts. Am Weg liegt der Garten des Obst- und Gartenbauvereins Unterhausen mit einer Infotafel zum Thema Wild- und Honigbienen und daneben gibt es einen großen Picknicktisch aus Holz, der zu einer Pause einlädt.

Nach wenigen Schritten ist man schon am Ausgangspunkt zurück. Wer noch nicht genug hat, kann noch weiter ins Zellertal spazieren.

Länge (nur Spazierweg): 1,7 km
Länge (zu jedem Baum): 2,5 km
Dauer: ca. 1 h
Anstieg: ca. 50 Hm

Download albtips-de-Unterhausen-Nussbaumweg.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Streuobstblüte im Zellertal (braun)
Die 100. Wanderung: Entlang der Traifelbergfelsen zur Ruine Greifenstein (gelb)
Spaziergang über den Immenberg mit Abstecher zu einer unbekannten Ruine (orange)
Blüten am Immenberg (ohne Track)
Radtour Kalkofensteige und Zellertal (rot)
Radtour: Zellertal, Rutschenfelsen, Ermstal (lila)

Alpenbock am Albtrauf gesichtet

Einen Alpenbock zu sehen ist etwas sehr Rares und Besonderes.
Dieser Bockkäfer kommt auf der Schwäbischen Alb nur vereinzelt vor, meist in den höhergelegenen und somit kühleren Lagen. Er bevorzug Buchenwälder und zwar die sonnigeren Standorte. Auch in den Alpen lebt der Alpenbock im Buchengürtel (s. wikipedia).

Eigentlich eine Seltenheit: Der Alpenbock – europaweit geschützt

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …