Archiv der Kategorie: Essen, Trinken

Spaziergang durchs Schwäbische Hanami

Besonders eindrücklich kann man das Schwäbische Hanami, die Obstblüte in den Streuobstwiesen, rund um das Freilichtmuseum Beuren, Spitzberg und Engelberg erleben.

Vom Parkplatz beim Freilichtmuseum Beuren aus geht man den Boden-Lehrpfad entlang zwischen den beiden Hügeln Spitzberg und Engelberg hindurch. Nacheinander kann man der Beschilderung folgend auf beide hinaufsteigen.

Vom Spitzberg bietet sich kurz unterhalb des Gipfels eine schöne Aussicht nach Südwesten zur Burgruine Hohenneuffen.

Vom Aussichtspunkt am Hang des Engelbergs blickt man nach Süden zum Albtrauf und nach Nordosten Richtung Burg Teck, den Hohenbol und die Dreikaiserberge.

Anschließend spaziert man weiter zwischen den beiden Hügeln hindurch mitten in die Streuobstwiesen hinein. Der Weg macht eine Rechtskurve, danach hält man sich stets rechts und umrundet den Engelberg, bis man wieder zu der Stelle kommt, an der man zuvor Richtung Hügel hinaufgestiegen ist und hält sich scharf links.

Nach 130 m folgt man rechts einem beschilderten Trampelpfad Richtung Freilichtmuseum mit Gastronomie und vielen Veranstaltungen. Er führt über ein Holzbrückle. Danach kann man das Gelände nach Belieben erkunden (Montag geschlossen, Eintritt: 7 bzw. 3,50 EUR – Stand 2017) bzw. zum Parkplatz zurückgehen.

Länge: 2,7 km
Dauer: 1 h
Anstieg: 100 Hm (optional)

Download albtips-de-Freilichtmuseum-Beuren-Hanami.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Streuobstwiesen und Wälder rund um Beuren und Owen (gelb)
Rundwanderung um die Baßgeige zum Beurener Fels (orange)

Wanderritt über die Schwäbische Alb im Goldenen Oktober 2016

Nebel und Sonne, Licht und Schatten, buntes Laub und stahlblauer Himmel beim Wanderritt – schöner kann die Schwäbische Alb im Goldenen Oktober fast nicht sein.

Laut Wetterbericht soll sich der Nebel samt Wolken im Laufe des Mittags verziehen. Zu Beginn aber kommt die Sonne kaum einmal durch, nur kurz zaubert sie einen Nebelbogen an den Himmel. Unsere Maultiere und das Pferd schreiten gemächlich durch Täler, überqueren eine Straße, staunen über ein Quad – dessen Fahrer auch beim zweiten Mal die Bremse nicht findet – und tragen uns durch den wunderbar leuchtenden Wald hinauf. Ein irrer Lärm macht sich breit – irgendwann sind wir sicher, dass oberhalb des Waldes ein Moto Cross Rennen stattfindet. Das Geräusch begleitet uns – leiser werdend – noch eine ganze Weile.

Nach der Picknickpause geht es gemütlich weiter Richtung Süden. Die Sonne scheint inzwischen vom blauen Himmel und wärmt einen der letzten Tage im Oktober. Schließlich erreichen wir unser Lieblingsziel Dächingen. Die Mulis genießen das Wälzen, wir Menschen einen wohltuenden Kaffee im Reiterstüble. Am Abend genießen wir ein köstliches Mahl im Gasthof.

Morgens liegt noch dicker Nebel über der Landschaft, doch noch bevor wir losreiten, löst die Oktobersonne ihn auf. Bei traumhaftem Sonntagswetter reiten wir durch Wälder und zwischen Feldern über die wunderbare schwäbische Alb. Das Picknick beginnt bei sehr angenehmen Temperaturen, aber durch die Zeitumstellung ist es schon recht spät. Die Sonne steht bald ziemlich tief und man merkt, dass es kühl wird.

Das letzte Wegstück ist nochmals ein echtes Highlight. Das sanfte Licht der tiefstehenden Sonne lässt die herbstlichen Farben leuchten unter einem stahlblauen Himmel. Nach der Ankunft dürfen unsere Reittiere auf die Koppel, was sie sichtlich genießen. Nochmals sitzen wir beim Kaffeeplausch zusammen, bevor wir uns in der Dämmerung auf den Heimweg machen.

Römisches Freilichtmuseum Hechingen

Wunderschön gelegen, mit Blick zur Burg Hohenzollern liegt das Römische Freilichtmuseum Hechingen. Geöffnet ist es von Ostern bis Oktober, in der Nebensaison ist montags geschlossen. Der Eintritt kostet 3 – 5 Euro, Familienkarte 12 Euro (Stand 2016). Sonntags bzw. auf Anfrage gibt es spannende Führungen durch ehrenamtliche Mitarbeiter.

Auf der Suche nach einem mittelalterlichen Weiler entdeckte der Bürgermeister der Gemeinde Stein, Gerd Schollian, im Jahr 1973 im Wald „Tuffelbach“ die ersten Mauern. Nach weiteren Sondagen wurde klar, dass es sich um die Reste eines römischen Gutshofes, einer sogenannten Villa Rustica, handelt. Das zuständige Landesdenkmalamt in Tübingen führte in den Jahren 1978 -1981 mehrmonatige Ausgrabungen durch, die das Haupt- und das Badegebäude umfassten.

Die Villa rustica entstand am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. und wurde im Laufe der nächsten 100 Jahre in mehreren Schritten zu einer aufwändigen Anlage ausgebaut. Als besonderen architektonischen Akzent verband man das Haupthaus mit dem östlich davon gelegenen Bad durch einen Säulengang. Dadurch vergrösserte sich die Hauptansichtsseite um das Doppelte und muss vom Tal aus einen beeindruckenden Anblick geboten haben.

Die Räume im rekonstruierten Teil des Hauptgebäudes wurden als Museum eingerichtet. Neben der Präsentation von Originalfunden bekommt der Besucher auch nachgebaute römische Wohnräume zu sehen. Diese wurden mit Wandmalereien und Möbeln nach antiken Vorbildern ausgestattet.

Beim Eingang zum Museum befindet sich eine Freiterrasse in herrlicher Aussichtslage auf die Burg Hohenzollern und die Schwäbische Alb. Ein Kiosk mit Getränken und kleineren Speisen sorgt für das leibliche Wohl der Besucher.

Träger des Museums ist der Förderverein Römisches Freilichtmuseum Hechingen-Stein e.V.

Quelle: www.villa-rustica.de