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Der Albtrauf (Albnordrand) ist die markenteste Landschaftsform der Schwäbischen Alb. Wie bei einer zerklüfteten Küstenlinie gibt es Steilhänge und tief eingeschnittene Täler.

Farbtopf der Schwäbischen Alb

Ende August und die Natur gibt alles – einen großartigen Farbtopf der Schwäbischen Alb konnte man heute beim Wandern oder Spazieren entdecken.

Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf einem kleinen Sträßchen von Pfullingen über die Gärtnerei Hortense Richtung Schönberg hält man am Parkplatz Wanne.

Von dort folgt man der Beschildung hinauf zum Schönbergturm – im Volksmund wegen seines Aussehens „Onderhos“ genannt. Der Ausblick vom Aussichtsturm zum Albtrauf, zum Albvorland und über die Kuppenalb ist sehr lohnend. Ist die Fahne gehisst, dann hat der Kiosk geöffnet und man kann zum Beispiel Würste zum Selbstgrillen kaufen.

Den Turm im Rücken wendet man sich nach rechts und geht stets an der Hangkante entlang um die schöne Magerwiese auf dem Schönberg herum. Es gibt viel zu entdecken. Am anderen Ende der Wiese gibt bzw. gab es einen netten Aussichtspunkt, der aktuell etwas zugewachsen ist.

Man dreht um und folgt nach 100 Metern dem breiten Waldweg nach unten. Man kommt zurück zur Wanne – etwas abseits liegt eine Grillhütte – und kann dort ebenfalls die wunderschöne Magerwiese umrunden. An einer Ecke gibt es am Aussichtspunkt eine schön gelegene Grillstelle.

Am Waldrand entlang kommt man schließlich zurück zum Ausgangspunkt der kleinen Tour.

Länge: 3 km
Dauer: ca. 1 h
Anstiege: 120 hm + 28 hm Turm

Download albtips-de-Onderhos-Wanne.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Vom Lippental über die „Onderhos“ zur „Wanne“ und zurück (gelb)
Von der Wanne zu Wackerstein und Won, zurück über den Schönberg (orange)
250. Tour zu Klassikern der Reutlinger Alb (braun)

Geführte Alb-Guide-Tour: Hoher Fels und hohler Stein im Goldenen Oktober (14.10.)

Ein Streifzug am Lichtensteiner Albtrauf
Seit diesem Jahr biete ich als Alb-Guide geführte Touren auf der Schwäbischen Alb an. Am 14. Oktober 2018 geht es zu den Traifelbergfelsen hoch oben über dem Echaztal und hinab in die Olgahöhle in Honau. Unterwegs warten herrliche Aus- und Weitblicke, Entspannung in der Natur und interessante Infos zur Landschaft.

Die Traifelbergfelsen im Goldenen Oktober

Wenn bunt-leuchtendes Herbstlaub die weißen Kalkfelsen am Traifelberg einrahmt, dann wandern wir dort oben von Ausguck zu Ausguck, genießen die erhabene Sicht über den Albtrauf und erfahren mehr darüber, wie diese Landschaft aus Wasser und Stein geformt wurde.

Zuvor geht es in Fahrgemeinschaften oder mit dem Bus von Honau hinauf nach Traifelberg. Nach einem kurzen Anstieg bietet sich ein sagenhafter Blick hinüber zum Märchenschloss Lichtenstein. Auf schmalem Pfad wandern wir an der Albkante entlang.

Im Anschluss folgt der langgezogene, mäßig steile Abstieg nach Honau, wo ein Besuch der Olgahöhle ansteht. Diese ist Deutschlands längste Tuffsteinhöhle und erhielt als zweite weltweit eine elektrische Beleuchtung.

Schließlich spazieren wir noch gemütlich zur idyllisch gelegenen Echazquelle, einem weiteren Puzzleteil zum Verständnis der Geologie der Schwäbischen Alb.

Bei gebuchten Touren: Auf Wunsch wandern wir zu Beginn durch das Tobeltal hinauf nach Traifelberg.

Treffpunkt: Parkplatz am Freibad Honau

Teilnehmer: Wanderbegeisterte Erwachsene und Familien mit Kindern ab ca. 7 Jahren

Anforderungen: ein Minimum an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit am Albtrauf

Streckenlänge: ca. 6 km, mit kurzen Steigungen und längerem Abstieg

Dauer: ca. 4 Std.

Mitnehmen: Feste Schuhe – wir sind auf z.T. schmalen Pfaden am Albtrauf unterwegs, wetterangepasste Kleidung (Sonnen- und /oder Regenschutz), Getränk, Vesper, Sitzkissen, evtl. Wanderstöcke; und daran denken: „Auf der Alb ist es fast immer einen Kittel kälter!“

Preise: pro Person 4 € (Höhleneintritt: Erw. 3 €, Kinder 1,50 € + ggfs. Busticket)

Anfahrt: mit dem Bus 7606 / 7607 / 400 ab Reutlingen, mit dem Auto B 312

Alb-Guide: Elke Koch, Tel. 0160 97668313, Anmeldung erforderlich!

Muttertagswanderung zwischen Won, Nebelhöhle und Hohengenkingen

Diese gemütliche Wanderung zu Won, Nebelhöhle und Hohengenkingen wirkt zunächst unspektakulär, bietet Naturliebhabern jedoch wunderschöne, weniger bekannte Ausblicke und Landschaftseindrücke.

Beginn der Wanderung ist beim Wanderparkplatz an der L 230 von Traifelberg kommend rechts kurz vor Genkingen.

Man startet in Richtung Genkingen, spaziert an der Straße entlang, biegt gleich zwei Mal hintereinander rechts und danach links ab. Nun wandert man eine Weile geradeaus zwischen den Feldern, überquert die Zufahrtstraße zur Nebelhöhle und biegt danach an der nächsten Möglichkeit rechts ab.

Nach dem Waldrand hält man sich links und biegt kurz darauf wieder links auf den Unteren Grubenweg ab. Nach einer langgezogenen Rechtskurve zweigt man an einer Wanderwegekreuzung am Waldrand rechts hinauf ab.

Es geht immer geradeaus, bis man aus dem Wald heraustritt. Von dieser hochgelegenen Stelle genießt man einen wunderschönen Blick über das Naturschutzgebiet Won: Links sieht man die Wackersteinfelsen, vor sich den zerklüfteten Albtrauf und rechts kann man ganz klein das Schloss Lichtenstein erkennen.

Je nach Jahreszeit gibt es nun zwei Varianten. Entweder man wendet sich nach rechts, folgt dem Pfad am Waldrand bis zu einem geschotterten Querweg und dort nochmal kurz nach links bis zu einer Gabelung. Oder man wandert ein kurzes Stück ohne Weg über die Wiese in Richtung Grillstelle, was aber im Naturschutzgebiet bei hochstehender Vegetation verboten ist. Wenn es allerdings sichtbare Fahrspuren eines Autos gibt, dann kann man es wohl – bitte nur im Gänsemarsch – wagen, das kurze Stück bergab – leicht links haltend – zu gehen, bis wieder der Weg beginnt (siehe Wanderkarte bzw. App).

Wo der Wiesenweg auf den Wanderweg trifft, sind es nur ein paar Schritte nach links zu einer schön gelegenen Grillstelle mit Bänken, falls man eine erste Pause einlegen möchte. Danach kehrt man zurück und wandert geradeaus weiter über den Won.

An den beiden kurz aufeinander folgenden Gabelungen am Waldrand folgt man jeweils dem HW5 mit Wanderzeichen Roter Balken. Kurz darauf geht man in den Wald und hält sich an der Gabelung links steil bergauf, direkt am Albtrauf. Links gibt es zwei schöne Aussichtspunkte. Vom Nebelhöhlefels bietet sich ein schöner Blick ins Reißenbachtal.

Gleich danach hält man sich rechts zur Nebelhöhle (Einkehr und Höhlenbesuch möglich. Geopark-Infostelle, Spielplatz, WC vorhanden).

Von der Nebelhöhle aus lässt man den Spielplatz links liegen, überquert den Parkplatz und geht geradeaus die Zufahrtsstraße entlang. Bei der nächsten Gelegenheit biegt man rechts auf einen breiten Waldweg ab. Bald kommt man aus dem Wald heraus, der Waldrand liegt rechts und man biegt kurz darauf links ab. Am Hang des Feldbergs wandert man zwischen Wiesen und Koppeln. Nach einem kurzen Abstieg hält man sich rechts und an der folgenden T-Kreuzung wieder rechts.

Man passiert den Parkplatz am Ausgangspunkt und kann nun ggfs. zurückgelassenes Grillgut mitnehmen. Wo man zu Beginn der Tour rechts abgebogen war, überquert man nun links die Straße L 230 und nimmt den nächsten Linksabzweig. Nach einer Rechtskurve biegt man rechts ab und folgt dem Waldweg bis das Wanderzeichen Rote Gabel nach links weist.

Der Pfad führt nun im Zick-Zack bergauf bis zur sogenannten Ruine Hohengenkingen. Dort darf man nicht enttäuscht sein, denn es gibt außer einem Burggraben und einer mit Vegetation gut getarnten Mauer nicht mehr viel zu sehen.

Folgt man dem Pfad weiter, so tritt man bald aus dem Wald und steht an einer wunderschön gelegenen Grillstelle mit großartigem Blick über die Kuppenalb. Links schaut das Riesenrad der Bärenhöhle über den Waldrand hinaus, weiter unten sieht man den Kalkstein – ein ehemaliges Meeresriff – und das aus dem Wetterbericht bekannte Rinnental, in dem es winters extreme Kälterekorde geben kann (Stichwort „hochgelegene Senke“).

Nach einer Verschnaufpause oder auch nach einem ausgiebigen Grillen steigt man rechts den Wiesenweg hinab, biegt rechts auf den Waldweg ab und kehrt bald auf bekanntem Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Länge: 11 km
Dauer: 4 h
Anstiege: ca. 260 hm

Download albtips-de-Won-Hohengenkingen.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
333. Tour: Von der Nebelhöhle durch den Nebelwald zum Schloss Lichtenstein (gelb)
Versteckte Kleinode zwischen Lichtenstein und Sonnenbühl (orange)
Lichtblick im Grau (grau)
Durchs Ramstel zu Won, Wackerstein, Gielsberg, Pfullinger Berg und zurück (lila)
Von Undingen zur Bärenhöhle und durch das Rinnental zum Kalkstein (braun)
Winterspaziergang zwischen Genkingen und Undingen (blau)
Tour 13: Kalkstein, Rinnental und Weidenwang bei Undingen