Archiv der Kategorie: Geologie

Dem Osterhasen auf der Spur in der Honauer Olgahöhle

Ab Ostersonntag Führungen durch die Lichtensteiner Unterwelt: ein Höhlenerlebnis für Groß und Klein! Die Honauer Olgahöhle ist Deutschlands größte Kalktuffhöhle. Sie liegt im Echaztal direkt unterhalb von Württembergs Märchenschloss Lichtenstein.

Osterhase gefunden!

Am Ostersonntag, 21.04.2019, und danach jeden ersten Sonntag im Monat ist sie bis Oktober für Besucher geöffnet. Führungen finden jeweils von 11– 17 Uhr statt.

Regen an Ostern, die Ostereiersuche im Freien fällt ins Wasser? Kein Problem! Schon vor 140 Jahren ließ der Höhlenentdecker Johann Ziegler die Honauer Kinder bei schlechtem Wetter in der Olgahöhle nach Ostereiern suchen. Die wünschten sich natürlich fortan Regen zu Ostern!

Diese alte Tradition haben Höhlenführer von der Höhlenforschungsgruppe Pfullingen und vom Albverein Honau vor 5 Jahren wiederbelebt. Mit großem Erfolg: Unter den rund 300 Besuchern am Ostersonntag 2015 waren 80 Kinder, die mit viel Vergnügen die Verstecke des Osterhasen aufspürten. Auch dieses Jahr können sich Kinder, die rechtzeitig in der Höhle vorbeischauen, auf die Suche machen.

Erwachsene entdecken dabei ein einzigartiges geologisches Kleinod der Schwäbischen Alb: Wie ist die Olgahöhle entstanden und wie wurde sie gefunden? Was hat sie mit dem Uracher Wasserfall oder mit Schloss Lichtenstein zu tun? Der Rätsel Lösung erfährt man bei einer Runde durch die gut begehbare Schauhöhle.

Der Albverein Honau feierte 2016 sein 125-jähriges Bestehen. Die Ortsgruppe wurde 1891 gegründet, ihr erster Vertrauensmann war 39 Jahre lang Höhlenentdecker Johann Ziegler. Das traditionelle Olgahöhlenfest findet jährlich an Fronleichnam statt.

www.olgahöhle.de

Rund um die Olgahöhle
Wer aus der Olgahöhle kommt, sollte am Albtrauf hinaufschauen. Hoch oben sitzt Schloss Lichtenstein auf einem Felsen. Über Wanderwege oder per Auto ist es gut zu erreichen.

In Honau selbst sind außerdem das kleine Hauff-Museum, der alte Honauer Bahnhof und natürlich sehr gute Gastronomie in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Ein kurzer Spaziergang führt zur Echazquelle und ins Tobeltal.

Genug Möglichkeiten für einen schönen, abwechslungsreichen Sonntagsausflug!

Preisliste Olgahöhle 2019
Erwachsene: € 3,00 (SAV: € 2,50)
Kinder ab 6 Jahre: € 1,50
Familienkarte: € 7,00
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt!

Nusplinger Plattenkalk: Eine tropische Lagune auf der Schwäbischen Alb

Schwer vorstellbar ist eine tropische Lagune auf dem Westerberg bei Nusplingen. Dennoch gab es sie dort vor 150 Millionen Jahren und faszinierende Fossilien zeugen heute noch davon. Ein geologischer Lehrpfad führt durch das „Reich der Meerengel“.

Von Nusplingen aus führt ein Sträßchen hinauf auf den Westerberg. Entweder man parkt auf halber Höhe und startet an Infotafel 1 des geologischen Lehrpfads oder man spart sich den Anstieg und wandert oben vom Parkplatz Laisental aus los. Dann startet man mit der letzten Infotafel des Lehrpfads, die von einer tropischen Inselwelt erzählt, die – wenn auch schwer vorstellbar – einst genau hier existierte.

In der Folge erfährt man an insgesamt 12 Infotafeln viel über die Erforschung der Geologie der Schwäbischen Alb und auch, wie sich dies auf die heutige Vegetation auswirkt.

Bevor man zum Steinbruch im Nusplinger Plattenkalk kommt, blickt man über die Hochfläche. Einst befand sich hier eine Lagune in einem tropischen Meer. Das Wasser war hier so ruhig, dass deshalb hier so besondere Fossilien entstehen konnten. Diese – wie etwa einen Flugsaurier – kann man heute im Naturkundemuseum Stuttgart bewundern.

Im Steinbruch (Geopoint) ist das Steineklopfen für Laien nicht erlaubt. Dafür steht der Klopfplatz an der Steige zur Verfügung.

Länge: 4,9 km
Dauer: ab 1,5 h
Anstiege: ca. 60 hm

Download albtips-de-Nusplinger-Plattenkalk.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Donauwelle extrem: Donaufelsentour (lila)
3 Etappen Donauberglandweg (orange)
Schwäbischer Grand Canyon am Eichfelsen (gelb)
Vom Klippeneck zum Dreifaltigkeitsberg (braun)
Alter Berg (rot)
Auf der Donauwelle Kraftsteinrunde (blau)
Spaziergang rund um den Tausender Bol (grau)
Naturschutzgebiet Irndorfer Hardt (orangerot)
Ausblicke rund um Werenwag und Hausen (türkis)
Von Tieringen zum Hörnle und zum Lochen (pink)
„Premiumwanderweg“ ausprobiert: Hossinger Leiter bei Albstadt-Laufen (olivgrün)
Schlossfelsen und Schleicherhütte (lachsfarben)
Höhlentour beim Donaudurchbruch

Geführte Alb-Guide-Tour: Hoher Fels und hohler Stein im Goldenen Oktober (14.10.)

Ein Streifzug am Lichtensteiner Albtrauf
Seit diesem Jahr biete ich als Alb-Guide geführte Touren auf der Schwäbischen Alb an. Am 14. Oktober 2018 geht es zu den Traifelbergfelsen hoch oben über dem Echaztal und hinab in die Olgahöhle in Honau. Unterwegs warten herrliche Aus- und Weitblicke, Entspannung in der Natur und interessante Infos zur Landschaft.

Die Traifelbergfelsen im Goldenen Oktober

Wenn bunt-leuchtendes Herbstlaub die weißen Kalkfelsen am Traifelberg einrahmt, dann wandern wir dort oben von Ausguck zu Ausguck, genießen die erhabene Sicht über den Albtrauf und erfahren mehr darüber, wie diese Landschaft aus Wasser und Stein geformt wurde.

Zuvor geht es in Fahrgemeinschaften oder mit dem Bus von Honau hinauf nach Traifelberg. Nach einem kurzen Anstieg bietet sich ein sagenhafter Blick hinüber zum Märchenschloss Lichtenstein. Auf schmalem Pfad wandern wir an der Albkante entlang.

Im Anschluss folgt der langgezogene, mäßig steile Abstieg nach Honau, wo ein Besuch der Olgahöhle ansteht. Diese ist Deutschlands längste Tuffsteinhöhle und erhielt als zweite weltweit eine elektrische Beleuchtung.

Schließlich spazieren wir noch gemütlich zur idyllisch gelegenen Echazquelle, einem weiteren Puzzleteil zum Verständnis der Geologie der Schwäbischen Alb.

Bei gebuchten Touren: Auf Wunsch wandern wir zu Beginn durch das Tobeltal hinauf nach Traifelberg.

Treffpunkt: Parkplatz am Freibad Honau

Teilnehmer: Wanderbegeisterte Erwachsene und Familien mit Kindern ab ca. 7 Jahren

Anforderungen: ein Minimum an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit am Albtrauf

Streckenlänge: ca. 6 km, mit kurzen Steigungen und längerem Abstieg

Dauer: ca. 4 Std.

Mitnehmen: Feste Schuhe – wir sind auf z.T. schmalen Pfaden am Albtrauf unterwegs, wetterangepasste Kleidung (Sonnen- und /oder Regenschutz), Getränk, Vesper, Sitzkissen, evtl. Wanderstöcke; und daran denken: „Auf der Alb ist es fast immer einen Kittel kälter!“

Preise: pro Person 4 € (Höhleneintritt: Erw. 3 €, Kinder 1,50 € + ggfs. Busticket)

Anfahrt: mit dem Bus 7606 / 7607 / 400 ab Reutlingen, mit dem Auto B 312

Alb-Guide: Elke Koch, Tel. 0160 97668313, Anmeldung erforderlich!