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Gewässer sind selten im schwäbischen Karst. Es gibt nur wenige Seen, Teiche, Flüsse auf der Schwäbischen Alb.

Spaziergang durch die Tübinger Altstadt und zum Museum der Universität im Schloss

Ein Spaziergang durch die Tübinger Altstadt lässt sich gut mit dem Besuch des Museums der Universität Tübingen verbinden, in dem einige Exponate des UNESCO-Weltkulturerbes der auf der Schwäbischen Alb gefundenen ältesten Eiszeitkunst zu sehen sind.

Nicht erst seit 2017 gehört zu einem Stadtspaziergang durch die Tübinger Altstadt unbedingt ein Besuch des Museums Alte Kulturen im Schloss Hohentübingen.

Vom Hauptbahnhof Tübingen aus geht man rechts über den Europaplatz und dann links die Karlstraße hinauf

Von der Neckarbrücke blickt man auf das Postkartenmotiv der Tübinger Altstadt mit Platanenallee, Neckarfront, Hölderlinturm und Stockerkähnen.

Schön ist es, am Ende der Neckarbrücke die Treppe zum Uferweg hinab zu gehen. Bei der Stocherkahnanlegestelle und noch vor dem Hölderlinturm steigt man rechts die Treppen hinauf, links die Bursagasse entlang, an der Bursa vorbei und einen der nächsten Treppenauffänge rechts hinauf und dann links.

Vom evangelischen Stift aus nimmt man die Burgsteige, die steil bergauf führt.

Bald spaziert man durch das erste Tor zum Schloss Hohentübingen, dann durch das zweite. Gleich links befindet sich der Eingang zum Museum Alte Kulturen, in dem man Funde aus 40000 Jahren Kulturgeschichte bestaunen kann – darunter römische, ägyptische, keltische Artefakte und besonders interessant für Liebhaber der Schwäbischen Alb: die ältesten figürlichen Kunstwerke der Menschheit, die seit 2017 mitsamt ihren Fundorten in sieben Albhöhlen zum Unesco Weltkuturerbe zählen.

Ebenfalls sehr interessant ist die Dauerausstellung im 2015 wiedereröffneten Schlosslabor. Hier kann man erfahren, wie und von wem im 19. Jahrhundert das „Nuklein“ bzw. die DNA entdeckt wurde. www.unimuseum.uni-tuebingen.de

Vom Schlosslabor kann man entweder noch weitere Winkel des Schlosses und die Aussichten erkunden, oder man geht gleich durch den „Tunnel“ und links durch den nächsten „Tunnel“. Man hält sich rechts, bleibt an der Mauer und steigt dann den Kapitänsweg hinab in die Tübinger Altstadt.

Ein paar Schritte nach links, dann führt das Hasengäßle hinunter zur Ammergasse mit einer Tübinger Besonderheit: Kleine Brückchen führen über das Bächlein Ammer zu den Eingängen der Häuser und Läden.

Bei der Krummen Brücke geht man geradeaus weiter in die Korngasse. Im Kornhaus befindet sich das Stadtmuseum Tübingen. Dort zweigt man rechts ab und kommt so zum Marktplatz mit dem Rathaus aus dem Jahre 1435.

Das Rathaus im Rücken blickt man auf eine Reihe Fachwerkhäuser. Wer genau hinschaut, sieht in einem Haus ein weiß gerahmtes Fenster neben lauter braunen. Der Raum dahinter gehört zum Nachbarhaus, die Legende sagt, dass dort einst die Bäckergesellen einquartiert wurden.

Vom Marktplatz führt die Kirchgasse zum Holzmarkt mit der Stiftskirche. Vom Kirchturm aus kann man einen schönen Blick über Tübingen genießen.

Zum Abschluss der Tour spaziert man nach der Kirche rechts die Neckargasse hinunter. Rechts kommt man zur Neckarbrücke und auf bekanntem Weg zum Hauptbahnhof zurück.

Länge: 2,7 km
Dauer: ca. 1 h reine Gehzeit
Anstieg: 80 hm hinauf zum Schloss

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Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Von der Wurmlinger Kapelle zum Schloss Hohentübingen (gelb)
Albtraufblick von den Härten / Kusterdingen (orange)
Frühlingsanfang in Tübingen

Pfrunger-Burgweiler Ried

Südlich der Schwäbischen Alb, gerade noch zum Landkreis Sigmaringen gehörend wartet das Pfrunger-Burgweiler Ried auf Spaziergänger, Wanderer, Naturfreunde. Eine herrliche Aussicht bietet sich vom Bannwaldturm.

Der Wanderparkplatz Bannwaldturm befindet sich südlich von Ostrach am Waldrand, die Straße „An der Ostrach“ führt vom Ortskern dorthin.

Folgt man dem Sträßchen weiter zu Fuß, so erreicht man nach knapp 15 Minuten den Bannwaldturm. Die hier beschriebene Tour ist bis auf das letzte Wegstück die lohnenswerte, ausgeschilderte Wanderung der Rundweg Bannwald.

Von der Kreuzung beim Bannwaldturm aus folgt man dem Bohlenweg durch das Ried. Der Boden schwingt mit und es lässt sich sehr angenehm gehen. Am Aussichtspunkt Tisch blickt man nicht etwa in die Weite, sondern in den Bannwald hinein.

Nach einer Brücke kommt man zum Fünfeckweiher. Ganz still ist es hier. Man folgt dem Weg weiter am Waldrand entlang, dann über die Wiese und in den Wald hinein. Eine Weile geht es schnurgeradeaus, dann durch eine Rechtskurve.

Kurz nach dem Wald biegt man links zum Torfstich ab. Mit viel Phantasie kann man sich noch vorstellen, wie hier Torf abgebaut wurde.

Bald geht es wieder rechts, vorbei an der Heckrindweide, wieder in den Wald hinein und links. Hier sollte man besonders gut auf die Beschilderung achten. Kurz vor dem Waldrand biegt man links auf einen Trampelpfad ab.

Man kommt aus dem Wald und folgt dem Pfad weiter über die Wiese, links an einem Hügel vorbei. Von der gegenüberliegenden Seite aus, kann man auf diese kleine Erhebung steigen, auf dem einst eine Burg stand, von der allerdings kaum noch etwas zu sehen ist.

Von der Burgruine aus geht man ein paar Schritte in Richtung Burgweiler und nach dem Spielplatz rechts. Man bleibt gut 400 m auf dem asphaltierten Weg und biegt dann rechts Richtung Wald ab.

Nun könnte man dem breiten Spazierweg am links befindlichen Waldrand bis zurück zum Bannwaldturm folgen. Wer lieber direkt zum Ausgangspunkt abkürzen möchte, nimmt nach ca. 1100 m links einen gut erkennbaren, aber wenig genutzten Weg. Nach wenigen Schritten quert ein breiter Waldweg, dem man nach rechts folgt. An der Gabelung nach ca. 450 m hält man sich links und kommt so zum Wanderparkplatz Bannwaldturm zurück.

Das Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf ist einen Besuch wert.

Länge: 7,7 km
Dauer: 2,5 h
Anstieg: Bannwaldturm 37 hm

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Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Schmalegger und Rinkenburger Tobel (orange)
Kloster-Baustelle Campus Galli 2017 (braun)
Federsee-Rundweg (gelb)
Mundartweg am Höchsten (rot)

Schmalegger und Rinkenburger Tobel

Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Schmalegger und Rinkenburger Tobel bei Ravensburg führt durch eine weitgehend sich selbst überlassene Landschaft. Die Wege sind breit und gut begehbar, der Begriff „Tobel“ etwas irreführend. Nach starken Regenfällen etwa kann es zu Astbruch, Überschwemmung oder Erdrutsch kommen.

Beginn der kleinen Wanderung ist am Parkplatz Jägerhaus westlich von Schmalegg.

Man geht bergab, überquert den Bach und macht an der Gabelung zunächst nach links einen Abstecher zum Schmalegger Wasserfall. Hier sieht die Landschaft noch am ehesten wie ein Tobel aus. Es wird deutlich, wie das Wasser sich hier in den Berg hineingearbeitet hat.

Zurück an der Gabelung hält man sich links und wandert auf dem breiten Waldweg bergauf. Es geht immer geradeaus durch den Wald. Kurz vor dem Waldrand hält man sich rechts und an der darauf folgenden Gabelung steigt man rechts bergab zum Feuertobelbach.

Im Tal wendet man sich wieder nach rechts und folgt gut 2 km dem Weg am Glastobelbach entlang. Es ist allerdings einfach ein Waldweg am Bach entlang, kein richtiger Tobel. Es gibt einen Steg über den Bach und daneben eine Furt, beides leider nicht so richtig kinderwagentauglich – im Gegensatz zum Rest des Wegs.

Bei der Burgmühle überquert man den Schwarzensteg und biegt nach ein paar Metern Anstieg gleich nach dem Hof rechts ab. Ein steiler Weg führt hinauf zum Schloßbüchl, einem Hügel, auf dem einst die Burg Schmalegg stand – Sitz des welfischen, später staufischen Geschlechts.

Noch ein letzter kurzer Anstieg und man ist wieder in Schmalegg. Statt nun einfach der Schloßhalde zu folgen, kann man zwischen den Hausnummern 42 und 44 nach links einem Schild mit Engel folgen und durch das Engeleloch gehen.

Wieder oben folgt man der Wolfsbergtraße nach rechts, die in die Schloßhalde mündet. Links kommt man zum Ausgangspunkt der Tour zurück.

Länge: 7 km
Dauer: ca. 2,5 h
Hm: 160 Hm

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