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Weit, weit über den Albrand hinaus: Klippenrandweg auf Helgoland

Zugegebenermaßen hat Helgoland zunächst einmal nicht viel mit der Schwäbischen Alb zu tun und großartig verlaufen könnte man sich dort auch nicht. Aber es ist einfach ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Die einfachste Art, die Insel zu umrunden, ist, dem Klippenrandweg vom Hafen aus zu folgen. Dazu geht man den Invasorenpfad hinauf und folgt der Beschilderung und den blauen Pfeilen auf dem Boden.

Alternativ kann man zunächst an den bunten Hummerbuden vorbei die Hafenstraße Richtung Süden zu gehen und dann rechts Zum Kringel abzubiegen.

Kurz darauf zweigt man von dem Weg Zum Kringel rechts ab und steigt auf dem sandigen Weg steil hinauf. Das ist der einzige etwas anspruchsvollere Teil der Tour.

Oben erreicht man den Aussichtspunkt ehemalige Südspitze, von dem man den ersten schönen Blick über die Küstenklippen genießen kann. Dann folgt man dem Wiesenweg an ein paar einladenden Bänken vorbei, steigt die Treppen hinauf und hält sich oben links.

Ab hier gibt es kaum Alternativen zum Klippenrandweg, auf dem natürlich alle Inselbesucher die Insel erkunden. Ende Mai blüht die Pfeilkresse überall und macht die Insel zu einem großen Blumentopf.

Am Wegesrand gibt es immer wieder schöne Aussichtspunkte und auch Infopunkte in Form von kleinen Pyramiden. Auf den Klippen sitzen viele Vögel, hauptsächlich Bassstölpel, Trottellummen oder Möwen, aber auch für Millionen Zugvögel. Viele davon sitzen auf der bekannten Felsnadel Lange Anna, am entlegenen Ende der Insel.

Nun geht es auf der anderen Seite der Insel zurück. Man blickt auf den Nordstrand und die kleine Nebeninsel Düne. Etwa 500 m von der Inselspitze gibt es Treppen hinunter zum Nordstrand. Wer genug Zeit auf der Insel hat, kann über den Strand zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Andernfalls bleibt man weiter auf dem Klippenrandweg, genießt die Aussichten, bummelt durch den oberen Teil des Ortes und steigt schließlich über Treppen hinab zum Hafen. Im Oberland ist der Weg bedingt barrierefrei und es gibt einen Aufzug (Lung Wai 214) vom Unter- ins Oberland.

Länge: 4 km
Dauer: beliebig (ca. 1,5 h)
Anstiege:

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Marienschlucht am Bodensee

Nach 11 Jahren Sperrung kann die Marienschlucht auf der Bodensee-Halbinsel Bodanrück wieder besucht werden – auf einem stählernen Steg, der sich wie ein riesiger Drache durch das enge Tal schlängelt.

Diese kurze Runde startet am von der L 220 her ausgeschilderten Wanderparkplatz Marienschlucht, kurz vor dem Golfplatz links. An schönen Tagen sollte man frühzeitig da sein – Blechlawine!

Vom Wanderparkplatz führt ein breiter Weg bergab. Ignoriert man zunächst den Rechtsabzweig in die Schlucht, kann man einen schönen Ausblick auf die Ruine Kargegg und den Bodensee genießen. Dann geht es ein paar Schritte zurück und links hinunter. Direkt unterhalb der Ruine befindet sich ein Tor. Die neuen Tore rund um die Schlucht werden bei entsprechender Lage geschlossen.

Nach gut 100 m erreicht man ein Plateau unterhalb des Felsens, auf dem die Ruine sitzt – auch hier bietet sich ein schöner Blick auf den See. Dann beginnt der neue, stählerne Steg durch die Marienschlucht. Es handelt sich um Gitter, die die Sicht nach unten freigeben. Wer damit Problem hat, sollte sich die Tour vorher gut überlegen. Die Hunde, die mir begegnet sind, waren jedenfalls nicht begeistert – entweder, weil die Gitter an den Pfoten weh taten oder weil ihnen die freie Sicht nach unten Angst gemacht hat …

Nach ein paar Windungen erreicht man schließlich das Ufer des Bodensees mit der Schiffsanlegestelle, von der auch eine Fähre fahren soll (an diesem Tag zumindest nicht zur angegebenen Uhrzeit). Blickt man noch einmal in die Schlucht zurück, so ist das Stahlgetüm schon sehr einnehmend. Bei der Wanderung kommt auch kein Gefühl auf, dass man durch eine Schlucht geht. Es wirkt, als sei der Steg die Attraktion, nicht die Schlucht.

Kommt man vom Bootssteg zurück wendet man sich nach rechts und folgt dem Uferweg unterhalb des beeindruckenden Felsens aus Molasse-Sandstein – der Mondfelsen. Da der Steilhang instabil ist, wird er ständig beobachtet (Infos dazu auf Tafeln vor Ort) und die Tore werden im Zweifel geschlossen.

Nach gut 850 m geht man scharf links den Blissenweg hinauf, der bei Nässe sicherlich rutschig wird. Daher wäre es sicherlich empfehlenswert, den Steg hinunter und den Weg hinaufzuwandern. Im Zick-Zack erreicht man die Hochfläche, hält sich erneut links am Waldrand und erahnt bei guter Sicht ein paar Alpengipfel

Kurz nachdem der Weg in den Wald führt, findet man eine Waldliege vor, die zu einer kurzen Rast mit Blick durch die Bäume auf den See einlädt. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt.

Länge: 3,8 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: ca. 150 hm

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Wandervorschläge in der Nähe:
Geologischer Lehrpfad Sipplingen (orange)
Die Sieben Churfirsten bei Sipplingen (lila)
Auf dem Überlinger Gartenkulturpfad (braun)
Weltkulturerbe Pfahlbauten Unteruhldingen

Wolfstal, Besinnungsweg, Lautertal

Alle Jahre wieder schön! Ein Besuch bei den blühenden Märzenbechern, den zinnoberroten Kelchbecherlingen und den wunderschönen Tälern der Schwäbischen Alb.

Man startet am südlichen Ende des Wolfstals am Wanderparkplatz beim Biosphäreninfozentrum zwischen Lauterach und Laufenmühle.

Man folgt gut 2 km dem Weg durch das Wolfstal (HW 7) und biegt dann links auf einen leicht zu übersehenden, aber beschilderten, sehr steilen Pfad ab.

Dieser Pfad gehört zum Ehinger Besinnungsweg und ist entsprechend beschildert. Oben angekommen, geht es geradeaus weiter am links befindlichen Waldrand entlang bis zu einer T-Kreuzung. Hier noch ein Stück hinauf, dann auf dem Öschleweg (Weg über eine Waldwiese) weiter.

Schließlich geht es auf dem Pionierweg durch eine Rechtskurve und einen Linksabzweig hinab ins Lautertal mit schönen Ausblicken auf die Burg Reichenstein und das Tal.

Im Lautertal erreicht man einen Grillplatz. Dort wendet man sich nach links und folgt dem Verlauf des Tals. Dabei passiert man einen künstlich angelegten Wasserlauf, ein schwäbishes Aquädukt.

Immer dem Lautertal folgend kommt man kurz nach der Laufenmühle zum Ausgangspunkt zurück. Dort befindet sich ein Biosphären-Infozentrum samt Wasserspielplatz und Kiosk.

Länge: 6,2 km
Dauer: ca 2,5 h
Anstiege: ca. 170 hm

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Wandervorschläge in der Nähe:
Wolfsfalle, Wolfstal und Mundingen (gelb)
Ende Februar durch Wolfstal und Tiefental (orange)
Von Schloss Mochental durch Bach-, Tiefen- und Wolfstal zur Märzenbecherblüte (lila)
Zur Märzenbecherblüte ins Wolfstal und ins Lautertal (braun)
Tour 26: Das südliche Lautertal