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Schmelzwasser, Frühlingsboten und traurige Höhlengeschichten im Brieltal

Bei Ehingen am Rand der Lutherischen Berge – dort gibt es einige evangelische Gemeinden in sonst katholischem Gebiet – liegt das schöne Brieltal. Jetzt, am Ende des Winters, wo noch alle Bäume kahl, der Himmel verhangen und die Wiesen noch nicht saftig grün sind, erscheint es besonders hart, dass hier vor rund 200 Jahren Menschen in Höhlen hausen mussten.

Zwischen Altsteußlingen und der Teilgemeinde Briel liegt auf der rechten Seite der K7341 ein Wanderparkplatz (ca. 640 m ü. NN). Ein geschotterter Weg führt durch je eine Rechts- und eine Linkskurve leicht bergab ins Brieltal. Schon von oben sieht man die ersten typischen Felsen.

Man folgt nun dem Verlauf des Trockentals, das dank des vielen Schmelzwassers derzeit keineswegs trocken ist. Ein kleines Bächlein plätschert entlang des Wegs. Schon bald erreicht man einen angelegten Teich mit der Wasserquelle Mosesstein, daneben befindet sich das Maierbrünnele.

Weiter auf dem breiten Schotterweg geht es ins enger werdende Brieltal. Felsen säumen den Weg, manche mit Moos überzogen, an manchen hängen sogar noch Eiszapfen.

Bevor das Tal sich wieder weitet, führen ein paar Treppen hinauf zur Käthere Kuche (598 m ü. NN). Die Höhle war um 1800 (!!) herum der Unterschlupf von Katharina Schunter. Ihre Eltern hatten die Schunterhöhle im nahegelegenen Rauhtal zugewiesen bekommen, für die sie unter anderem als „Mietzins“ Wildschweine mit Feuer von den Kartoffeläckern abhalten sollten.

Sobald sie in der Höhle kochte, stiegen durch die Löcher in der Höhlendecke Rauchwolken empor. Bei den Bauern der näheren Umgebung hieß es dann „D’Käther kochet“. Eine Heirat mit dem aus Briel stammenden katholischen Bartholomä und der evangelischen Katharina Schunter wurde vom [katholischen] Pfarrer aus Altsteußlingen nicht genehmigt. Die somit ledig gebliebene Katharina verstarb 1828 im Alter von 44 Jahren. Beerdigt wurde sie in Weilersteußlingen. Verewigt ist Katharina Schunter zum einen im Namen der Höhle „Käthra Kuche“ und zum anderen im Narrenruf „Käthra Kuche“ der Ehinger Narrenzunft Spritzenmuck.

Quellen: www.feuerwehr-altsteusslingen-briel.de

Von der Höhle aus wandert man den breiten Wiesenweg quer über die Wacholderheide sanft bergauf. Nach einer Spitzkehre geht es immer geradeaus. Bei einer Gabelung hält man sich halblinks, danach stellt man fest, dass man sich auf einem Berggrat befindet.

Am Ende des Bergsporns befindet sich die Ruine Briel (ca. 640 m ü. NN), von der man zunächst nur den Burggraben erkennen kann. Geht man den Weg links um den Berg herum weiter, kann man noch ein paar Mauerreste der Burg bewundern.

Nun muss man ein Stück den gleichen Weg zurückgehen, dann links hinab ins Tal und unten wieder links. Man folgt dem Weg links um den Berg herum und kann im Winter von unten nochmals die Mauerreste sehen. Rechts liegt der Skihang der Gemeinde. Folgt man dem Talweg, so kommt man zur Wegkreuzung bei der Käthra Kuche zurück.

Nun hat man die Wahl, entweder auf dem vorigen Herweg zurück zu wandern oder den schmalen Pfad am rechten Talrand zu wählen, der eine schöne Alternative bietet und auf dem man zur Zeit des Frühlingserwachens die vielen, weiß blühenden Märzenbecher bestaunen kann. Ab dem Maierbrünnele ist es nicht mehr weit zurück zum Ausgangspunkt.
(neigschmeckte, birki + albträufler)

Länge: ca. 6 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: Treppenstufen zur Höhle und kurzer, mäßiger Anstieg Richtung Burg

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» Mehr Wandervorschläge zur Märzenbecherblüte auf der Schwäbischen Alb

Schloss Lichtenstein für Entdecker und Pfennigfuchser

Wer sich die zwei Euro Parkplatzgebühr am Schloss Lichtenstein sparen möchte, kann auch am Aufberger Loch parken und die ca. 2 km hinüber spazieren. Aber nicht nur die Sparmöglichkeit, sondern vor allem die schöne Strecke und ein geologisches Highlight – die Doline Aufberger Loch – sollten bei der Entscheidung für diesen Spaziergang eine Rolle spielen.

Vom Wanderparkplatz Aufberger Loch (an der L230 zwischen Traifelberg und Genkingen rechts nach dem Abzweig zum Schloss Lichtenstein) folgt man dem asphaltierten Feldweg bergauf. Hat man die Anhöhe fast erreicht, sieht man rechts einen Hochstand. Direkt dahinter findet sich die beeindruckende Doline Aufberger Loch. Man kann mit entsprechendem Schuhwerk hinabsteigen. Sofort fühlt man sich wie in einem wildromantischen Tal, die Welt draußen scheint weit weg.

Auf dem Weg geht man weiter und geht am nächsten Wegdreieck nach rechts. Am Waldrand nimmt man den Waldweg halblinks in den Wald hinein, da der Weg geradeaus der Rückweg werden soll. Leicht bergauf wandert man am Abenteuerpark (Kletterpark, Saisonstart 23. März) entlang.

Der Weg wird steiler und schon hat man das Märchenschloss fast erreicht. Geradeaus geht es am Alten Forsthaus vorbei. Ein Besuch des Innenhofs im Schloss Lichtenstein lohnt sich, der Ausblick ins Echaztal und die vielen Details der Gebäude sind sehr sehenswert.

Nach dem Schloss wendet man sich nach links und geht stets an der Außenmauer entlang bis zum Aussichtpunkt beim Hauff-Denkmal. Man überblickt das Echaztal, die Albhochfläche und die Traifelbergfelsen.

Weiter am Albtrauf führt der HW1 zur Ruine Alter Lichtenstein. Von dort gibt es ebenfalls einen schönen Blick und man kann an ruhigen, warmen Tagen auch eine gemütliche Pause einlegen.

Man geht das kurze Stück zurück, bis man aus dem Wald herauskommt und das Schloss wieder sieht. Dort wendet man sich nach links und bleibt am linken Waldrand. Nachdem man die Straße und den Parkplatz überquert hat, lässt man den Spielplatz links und die Schlossschenke rechts liegen und kommt geradeaus zurück zum schon bekannten Herweg.

Länge: ca. 4,5 km
Dauer: gut 1 h
Anstiege: ca. 100 m Höhenunterschied, meist nur sanft ansteigend

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Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Grün-goldener Oktober am schönsten mit Blick auf die Traifelbergfelsen (gelb)
Auf dem Sonnenweg steil hinauf zu den Traifelbergfelsen, dann über das Naturschutzgebiet Greuthau und Schloss Lichtenstein zurück nach Honau (braun)
Aussichtsreicher Spaziergang zum Gießstein oberhalb des Echaztals (orange)

Von Ödenwaldstetten zur Ruine Hohenstein und ins Oberstetter Tal

Ödenwaldstetten und Oberstetten gehören zur Gemeinde Hohenstein, die auf der Schwäbischen Alb zwischen dem Lautertal und dem Laucherttal liegt. Dazwischen befinden sich die namengebende Burgruine Hohenstein, und der obere Teil des Oberstetter Tals.

Von der Kirche in Ödenwaldstetten (742 m ü. NN) aus geht es die Oberstetter Straße hinauf. Kurz vor dem Ortsausgang zweigt man nach rechts in den Kreuzbergweg ein und hält sich an der Gabelung leicht links. Die Straße geht in einen Feldweg über, der nach einer Linkskurve über die Freifläche bis zum Waldrand führt.

Geradeaus geht man in den Wald hinein. Beim Querweg bleibt man leicht rechts versetzt geradeaus und wandert bergauf. Nach einer Rechtskurve folgt man stetig diesem Waldweg. Nach einer Linkskurve biegt man bei einem weiteren Querweg oberhalb des Waldrands links ab und kurz danach rechts. Über eine Freifläche und am rechten Waldrand entlang geht man immer geradeaus.

Im Winter bei entlaubten Bäumen kann man die markante Silhouette der Ruine Hohenstein (788 m ü. NN) schon aus der Ferne erkennen. Dort angekommen führt ein Weg hinauf zur ehemaligen Burg, die der Gemeinde den Namen gab. Eine teils erhaltene Mauer umgibt auch heute noch den Innenhof mit Bänkle, Infotafel und sehr idyllisch gelegener Grillstelle. Auf einer kleinen Erhebung steht eine einzelne Mauer mit einem Fenster. Von dort oben bietet sich ein schöner Blick auf die Umgebung bis nach Meidelstetten, Bernloch und weit in Richtung Osten über die Albhochfläche.

Zurück von diesem Mini-Abstecher wendet man sich nach rechts auf den ursprünglichen Weg. Nach einer Linkskurve zweigt man rechts ab. Es geht erneut bergauf und geradeaus durch ein kurzes Waldstück. Kommt man in der Nähe des Ortes Oberstetten aus dem Wald heraus, folgt man der Straße für ca. 90 m nach rechts. Dann zweigt man links auf einen asphaltierten Feldweg ab. Nach der Unterführung der B312 befindet sich links das Naturschutzgebiet Stöckberg (770 m ü. NN).

Kurz hinter einem Wegkreuz auf der rechten Wegseite wendet man sich nach links und folgt dem Feldweg geradeaus, bis man links einen Hof und eine Kapelle mit Kreuzweg sieht. Dorthin biegt man links ab und hält auf den Ort zu. In Oberstetten (784 m ü. NN) nimmt man zuerst den Sankt-Wendelin-Weg rechts und bleibt dann links auf der Augstbergstraße. Bei der Ortsdurchfahrtstraße (Burgstraße, K6736) zweigt man rechts ab und verlässt diese gleich wieder geradeaus in den Eichenweg.

Unten am Industriegebiet angekommen wendet man sich nach links. Rechts sieht man große Fabrik-Gebäude, aber links der Straße sollte man die drei großen, uralten Bäume mit unglaublich dicken Stämmen nicht übersehen. Bald schon hat man den Ortsrand erreicht und geht weiter stets geradeaus den asphaltierten Schachenweg entlang. Nach den Sportplätzen kommen Felder und dann geht es in den Wald hinein und bergab.

Unten an der Talsohle angekommen folgt man dem Oberstetter Tal (729 m ü. NN) nach links. Dieses für die Schwäbische Alb sehr typische, sanft ansteigende Trockental ist der Oberlauf des weiter südlich gelegenen Glastals, in dem die Zwiefalter Aach zutage tritt.

Der Wanderweg mit Wegzeichen Gelbes Dreieck führt das ganze Tal hinauf bis zur Kreisstraße K6736, folgt dieser für ca. 140 m nach rechts und verlässt sie dann ebenfalls nach rechts. Nun geht es im Zick-Zack über die Felder. Noch vor dem nächsten Hof wendet man sich nach links auf einen geschotterten Feldweg, dann wieder nach rechts und nochmals links auf einen Asphaltweg.

Kurz vor Ödenwaldstetten trifft man erneut auf die K6736. Rechts parallel zur Straße gibt es einen Wiesenweg. Am Ortseingang bleibt man geradeaus und kommt so direkt zur Kirche und somit dem Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Einkehrmöglichkeit: Speidels Braumanufaktur

Länge: ca. 14 km
Dauer: ca. 4,5 h
Anstiege: nur mäßige Anstiege

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Wandervorschläge in der Nähe:
Spaziergang ins Weidental und zum Geißberg bei Ödenwaldstetten (gelb)
Frühling auf der Schwäbischen Alb: Pfaffental, Wasserstetten, Dapfen (braun)