Rund um die Olgahöhe und den Panoramaweg Streuobst bei Mössingen

Ein Themenweg oder Lehrpfad in einer großartigen Landschaft – unzählige Obstbäume gibt es oberhalb von Mössingen zu bestaunen. Die Kirschblüte ist vorbei, doch jetzt blühen die Apfel- und Birnbäume und natürlich auch die Wiesenblumen.

Der Panoramaweg Streuobst bei Mössingen beginnt eigentlich am Mössinger Schützenhaus, doch dieser kleine Spaziergang beginnt am Wanderparkplatz Olgahöhe. Man geht ein paar Meter das Sträßchen zurück und nimmt einen geschotterten Weg, der nach rechts abzweigt und durch die Streuobstwiesen führt. Er mündet in den Weg, der vom Schützenhaus heraufkommt. Von oben sieht man die erste Tafel des Lehrpfades.

Nun folgt man dem Panoramaweg Streuobst nach rechts. Hier verläuft gleichzeitig auch der Premiumwanderweg Dreifürstensteig, der nach Tafel Nr. 4 nach rechts abzweigt. Man bleibt zunächst auf dem Feldweg bis zur Tafel Nr. 6 und biegt dann nach rechts oben ab, bis man bei einer Magerwiese wieder auf den Dreifürstensteig trifft, dem man nach rechts unten folgt.

Nun geht man entweder den gleichen Weg zurück oder man nimmt den ausgeschilderten „Alternativen Rückweg“. Es ist ein wunderschöner Wiesenweg durch die Streuobstwiesen, den man allerdings nur begehen sollte, wenn es trocken ist. Nicht, weil man dreckige Schuhe bekommen könnte, sondern vor allem weil man sonst den Weg – wenn er matschig ist – beschädigt.

Schließlich erreicht man einen Asphaltweg, kurz danach das Schützenhaus und schließlich die Verbindungsstraße zwischen Mössingen und Talheim. Nach wenigen Metern links hinauf, nimmt man den Feldweg rechts. Bei der Gabelung an einem kleinen Teich wählt man den linken, geschotterten Weg.

Nach einer kurzen Weile sieht man links oben die Abzweigung zur Olgahöhe. Man wendet sich nach links, geht den Wiesenweg und geradeaus weiter das Sträßchen hinauf bis zum Ausgangspunkt. An der „Freizeitanlage“ befindet sich ein schöner Grill- und Spielplatz samt mietbarer Hütte.

Länge: ca. 4 km
Dauer: gut 1 h
Anstiege: am Ende kurz hinauf zur Olgahöhe
Höhenunterschied: ca. 80 Hm

» Download albtips-de-Panoramaweg-Streuobst-Moessingen.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Herbstfarben am Talheimer Albtrauf und am Farrenberg (blau)
Weite Blicke vom Farrenberg, bunte Blüten rund um die Ruine Andeck (orange)
Streuobstwiesen zwischen Talheim und Farrenberg (braun)
3Fürstensteig: Alles Premium?! (gelb)

Weitere Wandervorschläge zum Schwäbischen Hanami

Buchtipp: Unsere Schwäbische Alb – Eine Liebeserklärung

Eine Liebeserklärung, das ist etwas Subjektives. Sie spricht von dem, was ein Mensch für das Schönste und Beste hält. Und so subjektiv ist die Auswahl der Themen in diesem Buch. Es behandelt nicht nur die Natur der Schwäbischen Alb, sondern auch die Menschen, was sie geschaffen und geschafft haben, was sie bewegt und was sie bewegen.

Von der Westalb über die Mittlere Alb zur Ostalb zeichnen beispielhafte Landschaften, Kulturangebote, Sportarten, Bauwerke oder Traditionen ein deutliches Bild, in dem sich Einheimische wiederfinden können und das Auswärtigen (hoffentlich) eine differenziertere Meinung ermöglichen als nur „rauh, karg, langweilig“.

Sehr frei wiedergegeben beschäftigen sich die Autoren mit solchen Fragen:

Warum sollte ein moderner Mensch, der in kürzester Zeit die Alpen erreichen kann, auf der Schwäbischen Alb Ski fahren wollen? Weil er selbst dort seine ersten Ski ausprobiert hat, dort unzählige Male aus dem Schlepplift gefallen ist und vielleicht sein erstes Skirennen gewonnen hat.

Warum sollte jemand auf der Donau paddeln wollen, wenn er in weit entfernten Ländern wilde Bäche hinunterrauschen könnte? Weil er vergessen hat, wie unglaublich schön der Donaudurchbruch ist.

Und warum sollte man sich mit den vielfältigen Kulturangeboten rund um die Schwäbische Alb befassen? Nicht nur weil hier die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden wurden und der höchste Kirchturm der Welt in den Himmel wächst, sondern auch, weil schier unendlich viele kleine und große Attraktionen von Menschen in ehrenamtlicher Arbeit für Besucher hergerichtet werden.

Unsere Schwäbische Alb – Eine LiebeserklärungDie Schwäbische Alb ist vielfältig. Die Alb ist lebendig. Die Alb ist wunderschön. Die Älbler sind pfiffig, sie haben Ideen, sie sind schöpferisch. Die ältesten Kunstwerke der Menschheit stammen ebenso von hier wie die kreativsten schwäbischen Köpfe der Gegenwart. Firmen mit Weltruf sind auf der Alb so selbstverständlich wie Spitzenköche. Blumen in allen Farben auf den Sommerwiesen gehören hierher wie grasende Lämmer und natürlich Schlösser und Burgen aus allen Epochen. […]

Adrian Zielcke, Wilhelm Mierendorf
Unsere Schwäbische Alb – Eine Liebeserklärung
Mit Fotografien von Wilhelm Mierendorf
Buch, 120 Seiten, 96 Farbfotografien, fester Einband, 19,90 €
ISBN 978-3-8425-1229-0

Wiesen, Felsen, Traufkanten rund um Mädlesfels, Übersberg und Urselberg

Jede Runde bietet Möglichkeiten neue Wege auszuprobieren. Ein paralleler Weg weiter unten, durchs Tal statt am Waldrand entlang oder mal unter dem Albtrauf statt an der Kante wandern. Schon ändern sich die Perspektiven, die Ausblicke und das Erlebnis.

Diese Runde ist eine Mischung aus den beiden folgenden Touren:
Auf dem Burgenweg zum Mädlesfels, zum Übersberg und zum Immenberg
Ein Steingarten, blühende Wiesen, vergessene Treppen und eine Skischanze

Es ging vom Grill- und Spielplatz am Elisenweg zwischen Pfullingen und Übersberg hinauf zum Mädlesfels – heute vorbei an der Schillerlinde, den Feuchtgebieten an der Wolfsgrube, durch das Tal statt am Waldrand entlang bis zur Eninger Variante des Burgenwegs.

Blick vom Mädlesfels nach Westen Richtung Onderhos und Roßberg Blick vom Mädlesfels nach Westen Richtung Onderhos und Roßberg

Nach dem Regenschauer im Wald kam am Mädlesfels wieder ein wenig die Sonne heraus. Nach einem Abstecher zum Übersberger Segelfluggelände wollten die Wanderstiefel hinab zum Immenberg.

Der bekannte Weg unter der Baumallee ist immer wieder schön, man genießt vom Immenberg eine wunderbare weite Sicht auf die Albtraufhänge rundherum. Ab hier wandert man auf freigegebenen Wegen durch eine Kernzone bzw. eine Pflegezone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Kernzone Biosphärengebiet Schwäbische AlbIn den Kernzonen soll die Natur den Vorrang vor dem Menschen haben, es sollen keine Eingriffe durch den Menschen stattfinden. Daher darf man die Wege nicht verlassen und (wie sonst auch in der Natur) nichts mitnehmen, nichts da lassen, nichts kaputt machen. Ein UNESCO Biosphärenreservat ist übrigens nicht einfach eine weitere Form eines Naturschutzgebietes. Es ist eine Modellregion, in der in verschiedenen Zonen erprobt werden soll, wie Mensch und Natur voneinander profitieren können, ohne sich gegenseitig zu schaden. Daher hat in den (weitaus größeren) Entwicklungszonen weiterhin der Mensch den Vorrang, die Kernzonen machen nur 3% der Gesamtfläche aus, die Pflegezonen 10%.

Statt weiter dem Burgenweg zu folgen, ging es hinab Richtung Unterhausen und durch das Naturschutzgebiet Kugelberg zum Pflanzenschutzgebiet bei der Frauenhalde. Oberhalb von Streuobstwiesen führte der Weg zum Ausgangspunkt zurück.

Ragwurz

KäferfrühlingLänge:
ca. 14 km

Dauer:
ca. 5 h

Anstieg:
ca. 300 Höhenmeter am Stück zum Mädlesfels

Höhenunterschied insgesamt:
ca. 530 m auf/ab

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …