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Buchtipp: Im Geopark Schwäbische Alb

Viele spannende Ausflugsziele für geologisch Interessierte!
Die Schwäbische Alb bietet mit dem zerklüfteten Albtrauf, der Albhochfläche und den Fluß- oder Trockentälern eine einmalige Vielfalt an interessanten Landschaften. Richtig aufregend wird es im Untergrund des Karstgebirges, das als höhlenreichste Region in Deutschland gilt.

Der 2018 aktualisierte Ausflugsführer stellt 70 der sehenswertesten Ziele für Familien vor. Dazu gehören Höhlen und Museen, Fossilien und archäologische Funde, Gewässer und Meteoritenkrater wie auch Orte, an denen erkennbar wird, wie der Mensch in einer solchen Umgebung lebt und lebte.

Der Ausflugsführer zum Thema Geopark Schwäbische Alb, der das gesamte Gebiet zwischen Tuttlingen und Nördlinger Ries umfasst, ist übersichtlich aufgebaut und schön bebildert. Er macht Lust auf viele Freizeittrips und ist ein unverzichtbarer Begleiter für alle Albfans!

Die schönsten Ausflugsziele für Familien.
Mit UNESCO-Weltkulturerbe Eiszeithöhlen

Im Geopark Schwäbische AlbWas ist ein Ammonit? Wo haust der Löwenmensch? Wie werden Steinkugeln hergestellt? Diese und viele andere Fragen beantworten 70 abwechslungsreiche Familienausflüge auf die Schwäbische Alb. Ein eigener Abschnitt gilt den ins Welterbe der UNESCO aufgenommenen Eiszeithöhlen. Jedem Kapitel ist ein ausführlicher Informationsteil beigefügt, damit auch ja nichts schiefgehen kann!

Gerrit-Richard Ranft
Im Geopark Schwäbische Alb
192 Seiten, Format: 16,7 x 1,7 x 23,3 cm
ca. 150 Abbildungen
Silberburg-Verlag GmbH
Auflage: 1 (3. Juli 2018)
16,99 €
ISBN 978-3842520790

Buchtipp: Als der Mensch die Kunst erfand

Sechs Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb wurden 2017 zum Weltkulturerbe ernannt, da sie wichtige Schauplätze zu jener Zeit waren, als der Mensch die Kunst erfand. Die Funde aus diesen Höhlen gelten als die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt. Hierzu bietet der illustrierte Band ausführliche Informationen aus erster Hand.

Detailreich erfährt der Leser, wie die Höhlen während der Eiszeit entstanden und woher vermutlich die Menschen ins Gebiet der heutigen Schwäbischen Alb kamen, welche uns so spannende kleine Kunstwerke und Musikinstrumente hinterlassen haben.

Die einzelnen Höhlen werden ebenso vorgestellt, wie deren interessanteste Funde: das Wildpferdchen aus der Vogelherdhöhle, der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel, die sogenannte Venus vom Hohle Fels oder die Flöte aus dem Geißenklösterle.

Faszinierende Bilder ergänzen die Texte über Grabungsgeschichte und -techniken, über das Zusammensetzen von Puzzleteilchen, über die Frage, ob man aus der Existenz eines Mischwesens wie dem Löwenmenschen die Schlussfolgerung ziehen kann, dass sich vor gut 40000 Jahren mit der Kunst auch eine Art Mystik oder Ansätze von Religion entwickelten.

Buchtipp: Als der Mensch die Kunst erfand - Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb

Vor mehr als 40.000 Jahren breitete sich der moderne Mensch nach Europa aus. Funde, die sich dem Homo sapiens zuordnen lassen, machte man auch auf der Schwäbischen Alb, vor allem in Höhlen in Ach- und Lonetal, die Weltkulturerbe werden sollen. Hier hat man die weltweit ältesten Nachweise mobiler Kunst entdeckt. Berühmt sind die Venus vom Hohle Fels als älteste Darstellung eines Menschen (einer Frau!) und der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle, ein Mischwesen aus Mensch und Löwe. Kunstvolle kleine Plastiken aus Mammutelfenbein bilden die eiszeitliche Tierwelt ab – Mammut, Wisent, Pferd, Höhlenlöwe und Höhlenbär, einen Wasservogel im Flug. Gefunden hat man außerdem die bislang weltweit ältesten Musikinstrumente: Flöten aus Mammutelfenbein und Vogelknochen. Was erzählen uns die Funde über die Menschen und ihre Lebensweise? Nicholas J. Conard und Claus-Joachim Kind, beide Archäologen und Grabungsleiter, entführen den Leser in die eiszeitliche Welt, zeigen und erklären die großartigen Funde.

Mit einem Grußwort von Winfried Kretschmann und Vorworten von Bernd Engler und Claus Wolf

Conard, Nicholas J. / Kind, Claus-Joachim
Als der Mensch die Kunst erfand
Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb
39,95 €
192 S. mit etwa 160 farb. Abb. und 4 Kt.
Glossar und Bibliogr.
24 x 28 cm
geb. mit SU.
Theiss, Darmstadt, 2017.

Höhlenrundweg Veringenstadt

Auf dem Höhlenrundweg Veringenstadt kann man rund um das idyllische Stadtzentrum viele kleinere Höhlen und Felsenlöcher entdecken, viel über die Geologie der Alb und des Laucherttals lernen und schöne Ausblicke genießen.

Die Höhlen bei Veringenstadt sind zum Teil ausgeschildert, aber der Höhlenrundweg selbst ist nicht markiert. Hilfreich ist also eine Karte, die man bei veringenstadt.de bzw. der GPX-Track, den man unten herunterladen bzw. in der Albtips-App nutzen kann. Start ist am Parkplatz schräg gegenüber vom Rathaus in Veringenstadt (Im Städtle 116).

Vom Parkplatz aus geht man am ältesten Rathaus von Hohenzollern vorbei, überquert die Lauchertbrücke, wirft einen Blick an der Neandertaler-Skulptur vorbei zur Göpfelsteinhöhle hinauf und zweigt links zur Mühlberghöhle ab. Dort befinden sich einige Infotafeln und ein Höhlenbär begrüßt die Besucher. Im Winter ist zum Schutz überwinternder Tiere die Höhle mit einem Gitter verschlossen.

Man spaziert weiter an der Lauchert entlang und steigt steil zur Nikolaushöhle hinauf und wird mit einem schönen Blick über die Stadt belohnt, der nur vom Aussichtspunkt direkt über der Höhle noch übertroffen wird. Um dorthin zu kommen, muss man ein kurzes Stück zurückgehen und an der Gabelung rechts hinauf abzweigen. Aktuell liegen im oberen Bereich des Pfades kleinere Bäume quer, aber man kommt durch.

Vom Aussichtspunkt Kleebuche wandert man an der Talkante zurück bis zum Aussichtspunkt Mühlberg (direkt oberhalb der Mühlberghöhle) und weiter bergab bis zur Straße im Tal. Dort hält man sich links und zweigt kurz darauf rechts auf den Radweg ab.

Man spaziert an der Lauchert entlang, unterquert die Bundesstraße und überquert vorsichtig die Bahngleise. Danach wendet man sich nach rechts und wandert bis zu den Hagentorhöhlen. Gleich daneben sieht man die beiden künstlich geschaffenen Tunnel der Bahnlinie und der Bundesstraße, darüber kann man schon den Göpfelstein mit dem Gipfelkreuz erkennen.

Erneut überquert man Bahnlinie und Bundesstraße, hält sich links und folgt der Höllgasse, bis man links in den Burgweg abzweigen kann. Am Ortsrand geht es links auf einen Abstecher zur Göpfelsteinhöhle, kurz danach nochmals links zum Aussichtspunkt beim Kreuz auf dem Göpfelstein. Noch etwas weiter auf dem Burgweg findet man die Anna-Kapellen-Höhle, die von außen sehr unscheinbar aussieht, aber innen so groß ist, dass sie einst als Wohnhöhle diente.

Kehrt man auf dem Burgweg zurück und hält sich an der Gabelung links, so gelangt man hinauf zur Burgruine Veringen mit der kleinen Burgkapelle. Zurück am Burgweg folgt man diesem nach links an der Nikolauskirche vorbei. Schließlich kommt man über das Sträßle Kirchberg zurück zur Straße Im Städtle, der man nach rechts zum Ausgangspunkt folgt.

Länge: 4,5 km
Dauer: 1,5 h
Anstiege: 2 kurze zu den Höhlen

Download albtips-de-Veringenstadt-Hoehlen.gpx (.zip)


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