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Der Albsüdrand ist nicht ganz so markant wie der Albnordrand – er verläuft grob parallel zur Donau. Außer zwischen Tuttlingen und Sigmaringen, wo die Donau durch die Alb hindurch fließt.

Wintertraum im Kohltal und Ohnhülber Tal

Ein unerwartet schönes Wintererlebnis bot diese Tour auf verschneiten Wegen über sonnige Freiflächen und durch lichtdurchflutete Albtäler zu geschichtsträchtigen, aber sehr einsam gelegenen Orten. Sicher nicht nur im Winter schön!

Am Sträßchen von Dürrenwaldstetten zur Domäne Ohnhülben (kein Winterdienst!) befindet sich kurz nach dem Ortsausgang rechts ein kleiner Wanderparkplatz beim Bildstock St. Jakobus mit dem Spruch „Der Weg ist das Ziel“. Für Winterwanderer ist der fehlende Winterdienst ein Glück, denn so läuft man nicht direkt auf Asphalt sondern auf herrlich knirschendem Schnee.

Zunächst geht man auf dem Sträßchen hinab und wieder hinauf nach Ohnhülben, einer Staatsdomäne mit landwirtschaftlichem Betrieb. Vor der Säkularisation 1803 war es ein Gutshof der Benediktinerabtei Zwiefalten. Versteckt hinter den Häusern befindet sich auch die spätgotische Hofkapelle St. Oswald. Kurz nach der Hofanlage kann man noch einen der wenigen alten Wegweiser bewundern.

Hier folgt man dem Sträßchen, das Ittenhausen (BC) und Geisingen (RT) verbindet, nach rechts. Hier war sogar entgegen der Erwartung geräumt und gestreut. Es geht bergab bis in den Wald hinein. Kurz darauf erreicht man die Landkreisgrenze zwischen Biberach und Reutlingen, an der man rechts ins Kohltal abbiegt. Hier hätten auch ca. 2 Autos Platz zum Parken. Ohne den Zuweg von Dürrenwaldstetten her verkürzt sich die Tour um ca. 2 km und es wären ca. 65 hm weniger.

Nun geht es – stets entlang der Landkreisgrenze – gemächlich das Kohltal hinab, welches zwar bewaldet ist, im Winter aber um die Mittagszeit noch Sonnenstrahlen hineinlässt. Nach gut 1,4 km befindet sich links des Wegs am Hang die Kohltalhöhle, eine Grotte zu der es keinen Weg, höchstens einen unwegsamen Trampelpfad gibt.

Nach 150 Metern errreicht man den Ohnhülber Brunnen, einen 46 m tiefen Brunnenschacht, von dem im unteren Drittel auch eine sog. Pritschelkluft abzweigt. Man geht davon aus, dass der Brunnen schon vor 2500 Jahren bekannt war. Ganz in der Nähe liegen die Überreste der Großen Heuneburg sowie einige keltische Grabhügel. Der Name Ohnhülben kommt angeblich von Hohenhülben, obwohl auch „ohne Hülbe“ Sinn machen würde, denn das Wasser musste mit Ochsenkarren vom Tal hinauf transportiert werden.

Vom Brunnen aus geht man ein paar Schritte zurück und biegt dann links ins Ohnhülber Tal ab (von oben durch das Kohltal kommend rechts). Einen Kilometer geht es sanft bergauf, rechts die Hänge des Naturschutzgebiets Tannenhalde.

In der Rechtskurve ca. 50 m, bevor man wieder auf das Sträßchen zwischen Dürrenwaldstetten und Ohnhülben treffen würde, biegt man links ab und geht gleich rechts den etwas steileren Waldweg hinauf. Nach einer Linkskurve kommt man bald aus dem Wald heraus und geht immer weiter geradeaus bergauf, bis man weiter oben auf das vom Herweg bekannte Sträßchen trifft. Folgt man diesem hinauf, kommt man nach gut 400 m zum Ausgangspunkt zurück. Blickt man vom Parkplatz (mit Grillplatz) nach Osten, so kann man den markanten Wasserturm von Upflamör sehen.

Länge: 6,5 km
Dauer: ca. 2.25 h
Anstiege: ca. 150 hm

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Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Blütenwunder im Warmtal (orange)
Blüten, Burg und Bergle rund ums das Warmtal am Südrand der Alb (gelb)
Durch das Teufelstor ins himmlisch ruhige Fehlatal und zurück ins Laucherttal (lila)
Weihtäle und Wendelstein bei Bronnen (blau)
Rund um Lauchertsee und Mariaberg (grau)
Höhlenrundweg Veringenstadt (schwarz)
5 Tage Burgenweg (braun)
Von der Natur zurückgeholt – wo einst die Große Heuneburg stand (ohne GPX)
Tour 15: Ittenhausen bei Nacht
Tour 16: Oberstetter Tal und Ruine Hohenstein
Tour 17: Rund um den Phänopfad bei Pfronstetten
Tour 27: Die Große Heuneburg bei Upflamör

Ehingen: Steine in der Stadt

Was von der Landschaft in der Stadt zu finden ist: Steine! Als Treppenstufen, Säulen, Mauern, Altarsockel und so einiges mehr. Ein Rundgang durch Ehingen.

Den vom Unesco Global Geopark Schwäbische Alb betreuten Themenweg „Steine in der Stadt“ kann man z. B. beim kostenpflichtigen Parkplatz Am Viehmarkt beginnen.

Nur wenige Schritte sind es vom Parkplatz zur Geopark Infostelle (16) neben dem Museum Ehingen. Dort und in der Tourist-Info findet man den Flyer Steine in der Stadt.

Man geht rechts am Museum vorbei die Kasernengasse hinauf. Weiter oben kann man einen besonderen Stein im Straßenpflaster (9) der Hauptstraße bewundern sowie Schilfsandstein am Schlössle (8).

Man biegt rechts ab Richtung Rathaus (1), bewundert das Ehinger Wappen und wendet sich nach links in die Schwanengasse.

Diese Gasse geht man entlang und biegt in die 2. Gasse links ein, die Herrengasse (2), die ebenfalls ein besonderes Pflaster aus verschiedenen Graniten aufweist.

Nach wenigen Meter zweigt man rechts auf die Hauptstraße (3) ab. In der Fußgängerzone findet man Granit mit besonderen Eigenschaften.

Kurz darauf wendet man sich nach links in die Gymnasiumstraße ab und geht auf die Konviktskirche (4) zu. Dort findet man Gauinger Kalkstein (Travertin) vor.

Vor der Kirche wendet man sich nach links und geht die Kollegiengasse (5) entlang, an deren Häuserecken man diverse dekorative Lochsteine sieht. Wo es scheinbar nicht mehr weiter geht, muss man ein paar Schritte nach links versetzt durch einen Durchgang hindurch geradeaus die Kollegiengasse weitergehen.

Man kommt so zur Kirche St. Blasius (6), bei deren Sockel man Stubensandstein verbaut hat. In der Kirche selbst gibt es Stufen, in denen man Fossilien erkennen kann.

Auf dem Plateau, auf dem die Kirche steht, gibt es auch eine Lourdes-Grotte (7) aus Kalktuff.

Links der Marien-Grotte steigt man die Treppen hinab zum Michaelsbrunnen (10) aus Travertin.

Nun wendet man sich nach rechts und kommt zu einem Stück Stadtmauer (11), in der es verschiedene Kalkgesteine zu sehen gibt.

Anschließend geht man an der Mauer entlang weiter rechts in die Groggentalgasse zur Heckenmühle (12) mit dem Mühlrad (13) aus Stubensandstein.

Auf gleichem Weg geht man zurück, dann aber auf Höhe der Stadtmauer rechts zum Viehmarkt mit einem weiteren Teil der Stadtmauer (14).

Am Platz bietet sich noch ein Besuch im sehr sehenswerten Ehinger Museum (15) an, dessen Eingangstreppe aus Muschelkalk besteht.

Länge: 1,5 km
Dauer: min. 1 h
Anstiege: ca. 30 hm

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Muttertagswanderung 2025 vom Schloss Mochental durchs Bachtal zum Landgericht Mundingen und zum Grillplatz Sauberg

Bei schönstem Wetter ging es zum Südrand der Alb mit tollen Ausblicken ins Donautal, herrlich grünen Wäldern und Wiesen, interessanten Kunstobjekten, zum beliebten Waldspielplatz Sauberg und abschließend zum barocken Schloss Mochental.

Start der Runde ist am Wanderparkplatz beim Forst BW unterhalb von Schloss Mochental. Man folgt dem Weg hinauf Richtung Schloss und biegt dann links ins Bachtal ab.

Es geht vorbei an Teichen und am plätschernden Bächlein durch das Bachtal stetig leicht bergauf. Nach knapp 2 km biegt man links auf einen holprigen, ev. matschigen Waldweg, auf dem viele Äste liegen, ab. Kurz darauf geht es rechts hinauf und bei einem Querweg links.

Kurz darauf kommt man aus dem Wald und hält sich rechts. Oben am Waldrand geht es links. Schon bald bietet sich – nur bei klarer Sicht – ein toller Blick nach Süden zu den Alpen.

Ab hier folgt man ein Stück dem Besinnungsweg und kurz darauf erreicht man das sog. „Landgericht“ mit dem Kunstobjekt „Frieden finden“, bei dem Stühle im Kreis oder durcheinander da stehen.

Nach wenigen Metern biegt man rechts in den Wald ab und dann links. Man passiert den Wanderparkplatz Mundingen und überquert vorsichtig die Straße und geht links versetzt in den Wald hinein.

Kommt man aus dem Wald, wendet man sich gleich nach links und findet das Kunstobjekt „Lange und kurze Bank“, und etwas weiter dann das ebenfalls zum Lebens-Horizont-Weg gehörige Objekt „Enger und weiter Horizont“. Man biegt dort rechts ab und vor dem Waldrand erneut rechts hinab zu den „Gebetsmühlen“, dort links in den Wald hinein und nochmals der Beschilderung Besinnungswege folgend rechts.

Ein ruhiger Weg führt durch den Wald. Nun muss man aufpassen, dass man nach gut 200 m den Linksabzweig nicht verpasst. Danach geht es 650 m immer geradeaus, leicht bergab durch den Frühlingswald. Bei der T-Kreuzung hält man sich rechts und nach ca. 130 m geht es links am Hochsitz 71 vorbei auf einen weiteren idyllischen Waldweg.

Dieser Waldweg führt zum Wanderparkplatz Sauberg. Dort überquert man die Straße. Rechts lädt der Waldspielplatz Sauberg mit Schaukeln, zwei Grillstellen und einigen Picknicktischen zur Rast ein, ebenso die herrliche Aussicht ins Donautal und nach Oberschwaben.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Schloss Mochental. Man folgt dem breiten geschotterten Waldweg bis zurück an den Beginn des Bachtals. Ein kleiner Anstieg noch und man ist beim Schloss. Dort gibt es die Galerie Schrade, ein Besenmuseum und Einkehrmöglichkeiten. Auf bekannten Wegen kommt man rasch zurück bis zum Ausgangspunkt der Tour.

Länge: 9,8 km
Dauer: ca 3,5 h
Anstiege: ca. 200 hm

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Wandervorschläge in der Nähe:
Von Schloss Mochental durch Bach-, Tiefen- und Wolfstal zur Märzenbecherblüte (orange)
Kunst und Besen im Schloss Mochental