Archiv der Kategorie: Reutlingen

Thema Wasser im Geopark Schwäbische Alb

Genau ein Jahr nach den Überschwemmungen in weiten Teilen Deutschlands – deutlich sichtbar auch rund um den Uracher Wasserfall – bot sich die Gelegenheit, den neuen Wasserfallsteig bei einer vom Alb-Guide geführten Wanderung zu erkunden.

Sechs Stunden für zehn Kilometer? Dass dies trotzdem nicht eine Minute langweilig war, verdankten wir unserem gut vorbereiteten Alb-Guide Gerhard Haag. Immer wieder blieben wir an geologischen interessanten Stellen stehen und konnten unser gesundes Halbwissen über Karst, Vulkan und Tuff auf solidere Füße stellen.

Blick vom Rutschenfelsen Blick vom Rutschenfelsen

Wie genau müssen wir uns das Jurameer vorstellen, das vor Millionen von Jahren die Gesteinsschichten der Alb schuf? Was passiert mit dem Regenwasser, das auf der Albhochfläche in den Boden sickert? Was hat Kohlensäure mit Tuffstein zu tun? Wer sich dafür interessiert, ist auf einer Alb-Guide-Tour genau richtig.

www.geopark-alb.de

Vom Sternberg zur Lauterquelle

Die Tour startet am Parkplatz Bermannstal links neben der Straße von Gomadingen nach Marbach. Zunächst folgt man dem Asphaltweg durch das Bermannstal. Nach einem knappen Kilometer zweigt ein Weg nach links ab, der durch eine Gartenhaussiedlung führt. Wobei manches Gartenhaus relativ überdimensioniert für ein solches aussieht.

Am Ende zweigt ein schmaler Weg nach links ab, von dem kurz darauf ein schmaler Wiesenweg abzweigt, der zu einem Aussichtspunkt inmitten einer Wacholderheide oberhalb von Gomadingen mit Blick auf den Sternberg führt. Von dort führt der Wiesenweg nach Gomadingen, wo man immer bergab zum Bahnhof geht.
Hinter dem Bahnhof geht man links und folgt dann der gelben Raute hinauf zum Sternberg. Hier geht es relativ steil bergauf zuerst über Wiesen und dann durch den Wald direkt zum Sternbergturm. Nach 141 Stufen erreicht man die Turmspitze mit einem schönen Rundumblick.

Sternberg mit Gomadingen Sternberg mit Gomadingen

Am Wanderheim vorbei (erste Grillmöglichkeit) führt der Weg bergab zunächst durch den Wald, dann über eine Wacholderheide zu einem Grillplatz. Am Grillplatz vorbei führt der Weg zu einem nahegelegenen Parkplatz, den die Fußfaulen unter uns benutzen um zum Grillplatz zu kommen.

In Verlängerung des Parkplatzes überqueren wir die Landstraße und gehen auf einem Asphaltweg durch ein Tal aus welchem sich die Lauterquelle vermutlich speist. Unten kommt man in Offenhausen am Gestütshof an, den man einmal durchquert und dann den Schildern zur Lauterquelle folgt.

Wacholderheide zwischen Gomadingen und Marbach Wacholderheide zwischen Gomadingen und Marbach

Ab hier wirds einfach denn man folgt mal rechts, mal links der Bahnstrecke dem Lautertalradweg, bis man wieder am Ausgangspunkt angekommen ist.

Distanz: 11 km
Dauer: 3h
Aufstieg: 300 Höhenmeter

Download albtips.de – Sternberg


Wandervorschläge rund um den Sternberg:
Tour 23: Rund um den Sternbergturm bei Gomadingen
Sonnenaufgang am Sternberg – Alpenkette, Lichtenstein, Hohenneuffen
Sonnenaufgang am Sternberg – Wacholderheiden am Morgen
Tiefschneestapfen von Offenhausen rund um den Sternberg
Planetenweg Gomadingen
Frühling auf der Schwäbischen Alb: Pfaffental, Wasserstetten, Dapfen
Von Dapfen zur Gedenkstätte Grafeneck und durch das Gestüt Marbach

Himmel und Hölle

Nein nicht das Kinderspiel, sondern die Höllenlöcher und ein Flugplatz waren heute das Ziel. Ausgangspunkt der Wanderung war der Wanderparkplatz hinter dem Fohlenhof zwischen Eningen und St.Johann.

Kurz nach dem Parkplatz teilt sich der geschotterte Weg. Zu den Höllenlöchern geht es rechts. An einer Wegkreuzung mit Grillstelle geht man nach links. Unmittelbar danach teilt sich der Weg. Rechts führt der Weg oberhalb des Längentals durch den Wald. Der linke Weg, den ich heute gegangen bin, führt zum gleichen Ziel, aber durch das offene Längental.

Ab und zu überquert ein startendes Flugzeug vom Flugplatz am Rossfeld das Längental. Was zunächst so aussieht, wie ein Falschschirmspringer, ist nur das ausgeklinkte Seil von der Winde, mit der die Segelflugzeuge hochgezogen werden.

Aussicht vom Sonnenfels nach Nordosten Aussicht vom Sonnenfels nach Nordosten

Beim Wiedereintritt in den Wald trifft man auf den Weg, der vorhin rechts abgezweigt ist. Kurz nach einer Grillstelle trifft man auf den Albtrauf und steht am Eingang zur Hölle.

Man kann das Höllenloch durchsteigen, benötigt aber gute Schuhe und Trittsicherheit. Die Leitern und der feuchte Boden sind teilweise rutschig. Im Winter kann das Höllenloch auch schon mal vereist sein, so daß man am besten „Steigeisen“ benutzt. Die Höllenlöcher entstehen aufgrund der fortschreitenden Erosion des Albtraufs. Irgendwann wird es einen gewaltigen Felssturz geben.

Fotos vom 13.2.2011

Wer sich nicht durchtraut, kann links herum gehen und von oben in das Höllenloch schauen. Am oberen Ausgang des Höllenlochs kann man sich auf den talwärts gelegenen Felssporn vorwagen.

Vom oberen Ausgang geht es bergauf immer am Albtrauf entlang. Viele Felsvorsprünge bieten einen schönen Ausblick ins Ermstal. Oben geht es teils über Wiesen und durch Wald zum Rossfeld. Hier befindet sich ein Flugplatz für Segelflieger, sowie Ultraleicht- und Sportflugzeuge. Heute war einiges los und man konnte den startenden und landenden Flugzeugen zuschauen.

Panoramablick vom Roßfeld oberhalb Glems Panoramablick vom Roßfeld oberhalb Glems

Auf der ganzen Strecke finden sich immer wieder Grillplätze (ich hab bei 5 aufgehört zu zählen). Für Leute, die selber nicht grillen wollen, haben die Mitglieder des Fliegervereins  an Sonntagen im Frühjahr/Sommer so viele Grillwürste übrig, daß sie sie grillen und verkaufen müssen.

Am unteren Ende des Rossfeldes neben einem Grillplatz sollte man den Rossfels nicht verpassen, welcher einen grandiosen Ausblick auf das Albvorland bietet.

Panoramablick vom Roßfels ins Albvorland Panoramablick vom Roßfels ins Albvorland

Immer weiter am Albtrauf entlang führt danach der Weg bis zum Grünen Fels. Hier entfernt man sich vom Albtrauf auf einem schmalen Waldpfad, bis man auf einen breiten Waldweg trifft, dem man nach rechts zum Ausgangspunkt folgt.

Distanz: 9 km
Dauer: 3 h (gemütlich)
Auf/Abstieg: 100 m

Track albtips.de – Höllenlöcher Rossfeld


Wandervorschläge in der Nähe:
Aussichtsreich am Rossfeld (gelb)
Calverbühl, Sonnenfels, Rossfeld und die Obstbaumblüte im Ermstal (orange)
Von Glems zum Dettinger Kirschenweg und oberhalb am Waldrand zurück (braun)
Eningen: Durch Teufelsküche zum Gutenberg und zur Burgruine Achalm (lila)
Rundweg Eninger Weide (pink)