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Ende Februar durch Wolfstal und Tiefental

Bei dem strahlend schönen Wetter heute entschieden wir uns für eine Tour durch Wolfstal und Tiefental. Die Märzenbecherblüte hat dieses Jahr extrem früh begonnen. Auch im Wolfstal, in dem es zwischen den Felsen noch erheblich frostiger ist — auch bekannt als: „Auf dr Alb isches emmr en Kittel kälter“ — als oben auf der sonnigen Albhochfläche, gibt es zwischen Schneeresten schon jede Menge der beliebten Frühblüher.

Ich hatte mit deutlich mehr Andrang gerechnet, aber die Busunternehmen können so schnell natürlich nicht umdisponieren und werden trotzdem im März anrücken. Daher hatte ich den Tiefental-Parkplatz am Sträßchen zwischen Mundingen und Erbstetten gewählt, da dort (hoffentlich) keine Busse die Anfahrt wagen werden. Trotzdem kann auch dieser kleine Parkplatz an den nächsten Sonntagen überfüllt sein (falls diese sonnig werden sollten). Einen weiteren alternativen Startpunkt habe ich in der Tour Von Schloss Mochental durch Bach-, Tiefen- und Wolfstal zur Märzenbecherblüte beschrieben.

Wolfstal

Vom Parkplatz aus wendet man sich auf dem Sträßchen nach links und folgt dem Schotterweg ins Wolfstal. Drei Kilometer lang kann man in dem engen, teils schluchtartigen Trockental ganze Hänge voller Märzenbecher entdecken. Und sie sind noch nicht alle draußen, das wird also noch besser – im März eben. Das letzte Wegstück ist das schönste, wenn man das so sagen kann.

Sobald das Wolfstal ins Lautertal mündet, wendet man sich nach links, biegt nach wenigen Schritten halblinks hinauf ab und bleibt stets auf dem Hauptweg, der sich etwas holprig durch den Wald schlängelt.

Mahlstetten

Man trifft auf einen breiten Schotterweg, dem man nach rechts über eine auf der Karte mit „Mahlstetten“ bezeichnete Freifläche bis zu einer Hüle (Teich) folgt. Dort zweigt man links ab, geht sanft bergauf und in den Wald hinein, bis man an einer T-Kreuzung rechts abbiegt. In diesem Wald gibt es unzählige Wege, die aber auf den Wanderkarten nicht alle verzeichnet sind und auf den Online-Karten nicht kategorisiert sind (ob Pfad, Waldweg oder Autobahn).

Wege der Besinnung und Einkehr

Nach etwa 700 Metern aufwärts geht es an einem deutlichen 90°-Abzweig links nochmals leicht bergauf und weiter durch den Wald bis zu einer Hütte. Dort trifft man auf den Ehinger Besinnungsweg, dem man nach links und gleich wieder nach rechs folgt. Er ist sehr gut ausgeschildert und führt auf holprigen Waldwegen leicht bergab.
Wege der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb

Tiefental

Nach einem schönen Brunnen wendet man sich am Waldrand zwei Mal kurz hintereinander nach links. Das letzte Wegstück führt durch das idyllische Tiefental, das im Gegensatz zum Wolfstal kaum bekannt ist. Links des Wegs rinnt ein Bächlein dahin, füllt kleine Teiche und plätschert über kleine Wasserfälle. Wer mag, kann ja mal schauen, wo das Wasser hinfließt …
(albträufler + vollkorn)

Länge: 7,2 km
Dauer: 2 h
Anstiege: 180 Hm

Download albtips-de-Wolfstal-Tiefental.gpx (.zip)

 

Von Schloss Mochental durch Bach-, Tiefen- und Wolfstal zur Märzenbecherblüte (gelb)
Zur Märzenbecherblüte ins Wolfstal und ins Lautertal (orange)
Tour 26: Das südliche Lautertal

Mehr Wandervorschläge zur Märzenbecherblüte auf der Schwäbischen Alb

Märzenbecher im Autal (Bad Überkingen)

Auf dem Wald- und Wasser-Weg kann man die Märzenbecher im Autal und Rötelbachtal am besten bewundern. Dazu folgt man den Schildern mit den Märzenbechern. Unterwegs gibt es immer wieder interessante Infotafeln zu den Besonderheiten der Landschaft, durch die man wandert.

Starten kann man bei der Autalhalle in Bad Überkingen. Dort gibt es viele Parkplätze, doch an sonnigen Märzsonntagen können diese schnell voll sein.

Zunächst folgt man dem asphaltierten Feldweg parallel zur Bundesstraße B 466 Richtung Westen. Nach einer Linkskurve zweigt man rechts ab und folgt dem Märzenbecherzeichen bergauf. Nach einer weiteren Linkskurve wird der Weg allmählich flacher und führt durch den Wald. Kurz nachdem man einen schmalen Bach quert, der von rechts oben den Hang herunterplätschert, sieht man die ersten Märzenbecher.

Man bleibt weiter auf dem breiten, geschotterten Waldweg, der mehr oder weniger eben ist. Kurz darauf befindet sich rechts des Wegs der Autal-Wasserfall. Wer fit genug für 150 weitere Höhenmeter ist, kann rechts die Treppenstufen zur Brunnensteighöhle (Variante Autal und Rötelbach bei Überkingen) hinaufsteigen. Der Wald- und Wasserweg verläuft jedoch weiter geradeaus auf dem Schotterweg durch den Wald.

Nach einem kurzen, steileren Abstieg hält man sich rechts. Es geht kurz bergauf, dann trifft man bald auf den Rötelbach. Momentan kommt recht viel Wasser herunter, so dass man die Bachquerungen keine ganz trockene Angelegenheit sind. Mit guten Wanderstiefeln kein Problem. Bald kommt man zu weiteren erstaunlichen Märzenbecherteppichen. Dieses Jahr sind sie sehr früh, doch am schönsten und beeindruckendsten werden sie vermutlich in ein bis zwei Wochen sein. Bei einer T-Kreuzung hält man sich rechts und passiert ein Kneippbecken.

Schon ist man wieder im Wald, der aber momentan – noch ohne Laub – viele interessante Durchblicke erlaubt. Rund um eine Quelle mit bemoosten Steinstufen gibt es nochmals viele Märzenbecher zu sehen. Nach einer Rechts-/Links-Kurve folgt man dem Weg geradeaus steil hinab nach Überkingen.

Auf beliebigem Weg durch den Ort kommt man zurück zur Autalhalle.

Länge: ca. 7,3 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: zu Beginn 120 Hm, dann leichtes Auf und Ab

Download albtips-de-Autal-Maerzenbecher.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 12: Hausener Wand
Ruine Helfenstein und Ödenturm

Burgenweg Obermarchtal-Zwiefalten (Etappe 5)

Das letzte Stück des Burgenwegs führt von Obermarchtal nach Zwiefalten. Das war aber nicht von Anfang an so. Man hat diese Strecke hinzugefügt, da man von Zwiefalten besser mit dem Bus nach Reutlingen zurück kommt. Und es ist eine sehr schöne Wanderung.

Vom Kloster Obermarchtal kehrte ich auf gleichem Wege zur Donau zurück, überquerte die Brücke und bog direkt vor den Bahngleisen links auf einen Pfad entlang des Flusses ab. Aufgrund des Regens war die Donau ziemlich voll und das Wasser floß schnell und fast auf Weghöhe an mir vorbei.

Es ist nicht weit bis zum nächsten Ort, in dem es auch einen Bahnhof gibt. Rechtenstein liegt an der Bahnstrecke Ulm – Sigmaringen (Tuttlingen). Schon von weitem sieht man den Kirchturm und die Ruine Rechtenstein. Am Donauufer befindet sich die Geisterhöhle, zu der man 12 Meter hoch über Treppen hinaufsteigen kann. Leider ist sie im Winter mit einem Gitter versperrt. Im Licht der morgendlichen Sonnenstrahlen wirkt sie dennoch sehr beeindruckend.

Man folgt im Ort der Beschilderung des Burgenwegs (der von hier bis zum Emerberg gleich mit dem HW 7 ist). Bald wandert man auf einem Pfad direkt an der Donau entlang. Bei den Hochwartfelsen wird es eng: An einer Stelle ist der Pfad schon leicht überspült. Leicht beunruhigend war die Fließgeschwindigkeit der Donau direkt daneben – eine kleine Welle und ich wäre im Wasser gestanden. Also schnell vorbei und wieder etwas an Höhe gewinnnen.

Fast unmerklich läuft man bald nicht mehr an der Donau, sondern an der Braunsel entlang, dem mit 900 Metern Länge angeblich kürzesten Fluß Schwabens. Es gibt eine Infotafel zum dortigen Naturschutzgebiet.

Blick vom Emerberg: Josefskapelle und Emeringen, Rechtenstein, Neuburg, Obermarchtal Blick vom Emerberg: Josefskapelle und Emeringen, Rechtenstein, Neuburg, Obermarchtal

Auf eine ansteigenden Asphaltweg geht man bis zur Josefkapelle und dann durch den Ort Emeringen. Von dort spaziert man einen leicht ansteigenden Weg bis zum Waldrand hinauf und wendet sich dort nach links.

Bald schon muss man bei einem mit Rosen verzierten Wegkreuz rechts abbiegen. Ab hier bietet sich vom Emerberg ein herrlicher Ausblick Richtung Oberschwaben und zurück über Rechtenstein hinweg sieht man die Zwiebeltürme von Obermarchtal. Der HW 7 biegt links ab, aber der Burgenweg geht geradeaus weiter. Man bleibt stets am Waldrand, bis man erneut durch eine Rechtskurve muss.

Zwiefalter Zwiebeltürme hinterm Berg Zwiefalter Zwiebeltürme hinterm Berg

Am Waldrand und durch den Wald erreicht man die kleine Kapelle oberhalb von Baach: genannt Peters Käppele. Es gibt zwei Bänke und einen Brunnen. Wenn man genau hinschaut, kann man die Zwiebeltürme der Klosterkirche Zwiefalten erkennnen.

Von dort steigt man den steilen Weg hinab und wählt den Weg durch Baach hindurch und hinauf zur St.Stephanus-Kapelle oberhalb des Ortes. Auf einem Wiesenweg und einem Pfad direkt oberhalb der Bundesstraße kommt man dem Ziel der Wanderung näher.

Kloster Zwiefalten Kloster ZwiefaltenDer letzte Kilometer bis Zwiefalten ist weniger charmant, aber das schafft man dann auch noch. Ein Besuch der Klosterkirche ist sehr empfehlenswert, ebenso wie im Kloster Obermarchtal. Die Bushaltestelle liegt bei der Rentalhalle. Am besten man geht, wenn man aus der Kirche herauskommt, rechts über die Brücke, dann rechts durch den Park und bevor man ihn verlassen würde, links hinauf. Direkt links liegt die Bushaltestelle.

Länge: 11,7 km
Dauer: 3,5 h
Anstieg: ca. 160 Hm

Download albtips-de-burgenweg-etappe5.gpx (.zip)

Legende: E=Einkehr, Ü=Übernachtung, Bus/Bhf/Hbf=Haltestellen, AP=Aussichtspunkt

Überblick:
5 Tage Burgenweg

Vorige Etappen:
Burgenweg Reutlingen-Eningen – 7,5 km
Burgenweg Eningen-Traifelberg – 16,9 km
Burgenweg Traifelberg-Marbach – 15,4 km
Burgenweg Marbach-Indelhausen – 21,5 km (gelb)
Burgenweg Indelhausen-Obermarchtal – 15,7 km (orange)