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Manuel Andrack: Schritt für Schritt – Wanderungen durch die Weltgeschichte

Wandern, wo Geschichte passiert ist. Mit jedem Schritt nachfühlen, wie es gewesen sein muss, oder zumindest gewesen sein könnte. Zu Fuß gehen nicht als Selbstzweck sondern als reine Notwendigkeit.

Manuel Andrack nähert sich einigen der wichtigsten und interessantesten Ereignissen der Weltgeschichte auf Schusters Rappen statt nur im Geschichtsbuch und nimmt seine Leser mit. Nicht immer auf ausgewiesenen Premiumwanderwegen, sondern auch bewusst auf lange vergessenen Pfaden oder inzwischen mehrspurigen Straßen.

Vielleicht kommt er ja für einen zweiten Band in den Südwesten, wenn zum Beispiel die Urzeithöhlen der Schwäbischen Alb zusammen mit der ältesten figürlichen Kunst der Menschheit demnächst zum UNESCO Weltkulturerbe werden. Wenn der Übergang vom reinen Überleben zu einem Leben mit Spiritualität und Kultur kein wichtiger Schritt der Menschheitsgeschichte war, was dann?

Manuel Andrack - Schritt für Schritt, Wanderungen durch die Weltgeschichte

Eine Zeitreise zu Fuß
Auf griechischen Ziegenpfaden, in Römersandalen und auf den Spuren der Fischweiber von Paris – auf rund sechzehn Touren erlebt Manuel Andrack Wendepunkte der Weltgeschichte nach. Indem er durch das Neandertal streift, wie Martin Luther gen Rom aufbricht und bei der Erkundung der »Schwedenlöcher« die Sächsische Schweiz durchquert, beleuchtet er die Bedeutung des Wanderns und seine verschiedenen Aspekte. So zeigt er bei einer Runde um den Thunersee, wo Sepp Herberger 1954 die Taktik für den Fußball-WM-Sieg entwickelte, auch, dass Gehen das Denken beflügeln kann. Anhand unterschiedlichster Themenbereiche stellt Manuel Andrack nicht nur Landschaften und Wanderziele vor, sondern marschiert humorvoll und sachkundig durch die Geschichte.

Manuel Andrack
Schritt für Schritt – Wanderungen durch die Weltgeschichte
320 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Erschienen am 01.03.2016
Mit 50 farbigen Fotos und 17 Karten
€ 19,99 [D], € 20,60 [A]
ISBN: 978-3-89029-460-5

Kurz mal auf die Traifelbergfelsen-Runde

Wer „kurz mal“ zu einem der schönsten Fleckchen Schwäbische Alb möchte, ist auf der Traifelbergfelsen-Runde über und unter den Felsen genau richtig. Jede Menge Ausblicke: zum Albtrauf, zum Gießstein und zum Schloss Lichtenstein.

Vom Wanderparkplatz an der B312 in Traifelberg (705 m ü. NN) wandert man die Allee entlang und an der Gabelung links hinauf. Bald zweigt ein schmaler Pfad halbrechts ab – man folgt hier dem HW1 Richtung Locherstein (Wegzeichen Rotes Dreieck). Es geht bergauf und nach einer Querstraße zweigt auf der Anhöhe der Wanderweg links ab.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg erreicht man als ersten Aussichtsfels den Locherstein (795 m ü. NN). Direkt gegenüber liegt Schloss Lichtenstein hoch über dem oberen Echaztal. Unten liegt das kleine Honau und rechts schräg gegenüber sieht man den beeindruckenden Gießstein.

Nach ein paar weiteren Aussichtsfelsen steigt man auf einem Serpentinenpfad ein Stückchen bergab. An einer Gabelung zweigt man scharf links ab und folgt dem Weg „Unter den Felsen“ zurück. Bevor man die ersten Häuser Traifelbergs wieder erreicht, befindet sich rechts des Wegs nochmals ein beeindruckender Aussichtspunkt auf einem Felsen.

An der Kreuzung trifft man auf den schon bekannten Herweg und beendet die Traifelbergfelsen-Runde, in dem man diesem rechts hinab bis zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz folgt. Sonntag früh vor 10 Uhr war es da heute herrlich ruhig – kein Mensch unterwegs.

Länge: ca. 2,5 km
Dauer: ca. 1 h
Anstiege: 90 Hm

Download albtips-de-Traifelbergfelsen-kurz.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe:
Der Herbst-Klassiker: Über und unter den Traifelbergfelsen (lila)
Auf dem Sonnenweg steil hinauf zu den Traifelbergfelsen, dann über das Naturschutzgebiet Greuthau und Schloss Lichtenstein zurück nach Honau (gelb)
Entlang der Traifelbergfelsen zur Ruine Greifenstein (orange)
5 Tage Burgenweg (braun)
Tour 5: Von den Traifelbergfelsen zum Mädlesfels

Spaziergang rund um den Tausender Bol

Nicht alle der Zehn Tausender auf der Hohen Schwabenalb haben einen halbwegs erkennbaren Gipfel wie der Tausender Bol mit seinen 1002 Höhenmetern. Eine kleine Runde führt zuvor zu den Aussichtspunkten beim Steinbruch und am Ortenberg.

Am Sträßchen zwischen Deilingen und Tanneck befindet sich der Wanderparkplatz Deilinger Kapelle. In Deilingen folgt man der Beschilderung zum Skilift und fährt die Straße „An der Steig“ hinauf. Oben angekommen findet man links den kleinen Parkplatz.

Steinbruch und Ortenberg

Man folgt dem Feldweg stets geradeaus in den Wald hinein bis man nach einer Rechtskurve den Steinbruch erreicht. Begehung auf eigene Gefahr, nicht zu nah an den Rand herantreten! Es bietet sich ein schöner Blick hinüber zum Plettenberg und zum Lochen.

Man kehrt um und zweigt an der ersten Kreuzung rechts ab. Bald erreicht man den Aussichtspunkt am Ortenberg (995 m ü.N.N.). Interessant ist hier der Blick hinab zum Aufzugtestturm bei Rottweil.

Deilinger Kapelle

Anschließend folgt man dem Waldweg immer weiter. Er wird zum Wiesenweg und nach einer Linkskurve am Waldrand erreicht man die Deilinger Josefskapelle am Parkplatz. Sie wurde 1864 gebaut und dem Hl. Josef gewidmet. Wir fanden die Tür unverschlossen und haben einen Blick hinein gewagt.

Der Tausender Bol

Wer noch nicht genug hat, überquert das Sträßchen und steigt zum Bol (1002 m ü.N.N.) hinauf, einem der sogenannten Zehn Tausender der Schwäbischen Alb. Diese zehn „Gipfel“ sind alle knapp über 1000 Meter hoch, der höchste ist der nur fünf Kilometer Luftlinie entfernte Lemberg (1015 m ü.N.N.).

Geradeaus folgt man dem Weg über den sehr flachen Gipfel hinweg und folgt dem Wiesenweg durch eine Rechts- und eine Linkskurve bis zu einem querenden Asphaltweg. Nach rechts führt dieser zurück zum Ausgangspunkt.

Länge: 4 km
Dauer: 1,3 h
Anstiege: 30 Hm zum Ortenberg und 40 Hm zum Bol

Download albtips-de-Ortenberg-Bol.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Vom Lochen zu zwei „Tausendern“ (orange)
Von Tieringen zum Hörnle und zum Lochen (gelb)
Drei Tausender der Schwäbischen Alb: Lemberg, Hochberg, Oberhohenberg (ohne GPX-Track)