Archiv der Kategorie: .mittel

Wacholder, Wald und Wege durchs Kiesental

Das Kiesental schneidet sich sanft in die Flächenalb bei Blaustein ein und bietet viele schöne Landschaftsformen der Schwäbischen Alb wie Wacholderheide, Hangwald oder Felsschutthalde auf wenigen Kilometern.

Vom Wanderparkplatz Kiesental südlich von Bollingen aus geht man in westlicher Richtung ins Tal hinab, wählt aber gleich nach 60 m den Wiesenweg, der halbrechts abzweigt.

Zunächst wandert man durch die Wacholderheide Loshaldenberg, dann durch den Wald und biegt anschließend links ab. Nach einer Linkskurve erreicht man eine Kreuzung und hält sich rechts.

Der Talweg führt an einer beeindruckenden Felsschutthalde vorbei. Nach der Rechtskurve geht es scharf links und steil bergauf Richtung Weidach.

Oben angekommen hält man sich links und wandert an der Talkante bzw. am Waldrand entlang. Geradeaus verläuft der breite Schotterweg wieder bergab bis zur schon bekannten Kreuzung im Tal.

Hält man sich rechts, so steigt man den Talweg wieder Richtung Ausgangspunkt hinauf und passiert dabei noch einen schönen Brunnen unter uralten Bäumen.

Länge: 4,2 km
Dauer: 1,5 h
Anstiege: 120 Hm

Download albtips-de-Kiesental.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Frühling im Kleinen Lautertal (orange)
Tour 14: Von Blaustein zum Zuckerhut
Tour 22: Das Kleine Lautertal bei Blaustein

Lippental, Won, Wackerstein, Onderhos

Ganz klassisches, gut beschildertes Wandergebiet am Albtrauf mit tollen, sehr abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten: Lippental, Won, Wackerstein, Onderhos.

Die Route durch das Lippental ist besonders im frühen Frühjahr schön, wenn der Lerchensporn blüht. Sie beginnt zwischen Unterhausen und Pfullingen an der Auffahrt Schönberg / Wanne. Dort gibt es eine Parkmöglichkeit.

Von der steil ansteigenden Fahrstraße biegt schon bald ein Waldweg mit Wanderzeichen Blaue Gabel nach rechts ab. Er führt immer geradeaus das Lippental hinauf. Man überquert die Straße, steigt steil bergan und folgt dann links einem schmalen Pfad in Serpentinen hinauf bis zum Vorderen Sättele, wo man erneut Fahrstraße überquert.

Dort folgt man dem zunächst noch ansteigenden Weg zum Hinteren Sättele, einer großen Wanderwegekreuzung im Wald und von dort dem Wanderzeichen Blaue Gabel Richtung Won. Der Weg verläuft unter beeindruckenden Felsen, die besonders im Winterhalbjahr gut zu sehen sind.

Oben angekommen hält man sich links und spaziert auf dem Wiesenweg über die Freifläche. Kurz nach der Grillstelle biegt man rechts ab. Es sind nur ein paar Höhenmeter, doch je weiter man hinauf kommt, desto weiter schweift der Blick vom Naturschutzgebiet Won über die hügelige Kuppenalb. Krasser könnte der landschaftliche Unterschied kaum sein: vom engen, waldigen Tal auf die Höhe mit der sagenhaften Aussicht. Der Weg verliert sich, man hält am besten auf die markante, einzelne Kiefer zu. Von dort kann man viele markante Landschaftsmarken erkennen: rechts Schloss Lichtenstein, geradeaus der Albtrauf und links ein markanter Kletterfels.

Vor dem Waldrand hält man sich rechts und bleibt stets direkt rechts davon, bis ein Pfad in den Wald hinein verläuft. Dort geht man rechts und folgt kurz darauf eine ganze Weile dem gut beschilderten HW 5 (Wanderzeichen Roter Balken). Auf einem felsgesäumten Weg gelangt man zum Wackerstein. Dieser Fels bietet einen herrlichen Ausblick ins Albvorland. Im Wald steht eine Schutzhütte mit Grillstelle.

Fotos vom 27. April 2008

Der SAV-Hauptwanderweg 5 führt hinab zum schon bekannten Hinteren Sättele und wieder bergauf zum Schönberg. Dort steht ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins, der im Volksmund aufgrund seiner Form auch gerne „Onderhos“ (Unterhose) genannt wird. Weht die Fahne vom Turm, so ist er geöffnet und bewirtschaftet. Von oben überblickt man die gesamte Umgebung. Die umgebende Wiese ist ein Naturschutzgebiet, auf dem viele seltene Blumen und Orchideen wachsen. Rund um dem Turm laden Tische und Grillstellen zum Picknicken ein.

Hinter dem Turm ist es nicht weit bergab bis zur Wanne, einer weiteren schönen und weitläufigen Wiese unterhalb des Schönbergs, auf der man am besten zunächst rechts zum Drachenfliegerstartplatz und dann die Freifläche längs zum westlichen Aussichtspunkt spaziert. Auf Höhe des Steindenkmals führt der HW 5 zum Waldrand und dann in Serpentinen den Albtrauf hinunter.

An der Kreuzung folgt man dem breiten Waldweg nach rechts und an einer T-Kreuzung hält man sich ebenfalls rechts. Schließlich trifft man auf den schon bekannten Hinweg, der nach links unten zum Ausgangspunkt zurück führt.

Länge: 11 km
Dauer: 4 h
Anstieg: 600 Hm

Download albtips-de-Wackerstein-Onderhos.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Vom Lippental über die „Onderhos“ zur „Wanne“ und zurück (blau)
Vom Sonnenfels an die Reissenbachquelle und hinauf zu imposanten Felsen (gelb)
Naturschutzgebiet Härtle – Aussicht ins obere Echaztal und ins Zellertal (lila)
Von der Wanne zu Wackerstein und Won, zurück über den Schönberg (orange)
250. Tour zu Klassikern der Reutlinger Alb (braun)
Durch Streuobstwiesen im Echaztal (pink)
Ein Steingarten, blühende Wiesen, vergessene Treppen und eine Skischanze (rot)
Tour 5: Von den Traifelbergfelsen zum Mädlesfels

Über den Albrand hinaus: Das Lahntal bei Nassau und Obernhof

Rund um das Lahntal bei Nassau lässt es sich wunderbar wandern. Immer wieder bieten sich vom Lahnwanderweg schöne Ausblicke auf die Lahn, auf Weinberge und auf geschichtsträchtige Burgen oder Klöster. Die schmalen Pfade an der Talkante erinnern ein wenig an den Albtrauf – nur das Gestein ist Schiefer statt Jura.

 

Start der Tour ist im kleinen Örtchen Dienethal. Parkplätze gibt es etwa bei der Kirche. Man folgt dem Kirchweg, der beim Friedhof zum Spazierpfad wird und bald in die Talstraße mündet. Dieser folgt man bis zur T-Kreuzung und biegt dort links ab. Oberhalb des Ortes thront imposant die Burg Nassau.

Nach 280 m zweigt man links in die Stiftung Scheuern ab, überquert den Sulzbach, geht links in die Friedhofstraße und gleich wieder rechts weiter zwischen den Gebäuden hindurch sich leicht links haltend bis zur Brücke über den Mühlbach. Nach der Überquerung folgt man links dem Lahnwanderweg (Wanderzeichen LW). Bald zeigt sich rechts über dem Mühlbachtal das weithin sichtbare Freiherr-vom-Stein-Denkmal.

Bald wendet man sich nach rechts und spaziert am Ufer der Lahn entlang, bis man links über die große Kettenbrücke nach Nassau hinein geht. Auf der Kettenbrückenstraße gelangt man zum Markplatz mit dem sehenswerten Rathaus und dem Stein’schen Schloss. Zwischen diesen beiden Gebäuden zweigt man rechts ab, dann nochmals rechts in die Straße Obertal und schließlich halblinks in die Hohe-Lay-Straße.

Auf dem Lahnhöhenweg (Wanderzeichen L), der hier gleich verläuft wie der recht neu erdachte Premiumweg Lahnwanderweg (Wanderzeichen LW), steigt man stetig etwas höher, bis man aus der Stadt heraus ist und erste schöne Blicke über das Lahntal genießt. Insbesondere der Blick zurück auf Nassau und die Burg ist sehenswert. Vorbei an einer idyllisch gelegenen Schutzhütte und einer abenteuerlich in den Schiefer gebauten Bank spaziert man auf dem Pfad am Hang entlang.

Nach einer kleinen Weile hat man bei einem schönen Felsaussichtspunkt mit Bank die Wahl, einfach geradeaus weiter dem Lahnhöhenweg zu folgen oder auf dem Lahnwanderweg einen Schlenker nach links oben zum Aussichtspunkt Hohe Lay zu machen. Einen schönen Ausblick gibt es auf beiden Wegen an etwa der gleichen Stelle, nur in unterschiedlichen Höhen. Bleibt man auf dem unteren der beiden Wege geht es ein wenig bergab, an einer T-Kreuzung rechts und gleich darauf links.

Ein breiter Waldweg führt bis zum Ortsrand von Weinähr. Man überquert die Straße biegt rechts ab, spaziert über die Brücke und danach links am Gelbach entlang. Immer geradeaus kommt man zu einem kurzen, knackigen Anstieg. Schon bald hat man den Bergrücken erklommen und genießt wieder einen schönen Blick ins Lahntal, über die Weinberge und zum sog. Goethepunkt.

Man wandert rechts bergab, dann links in den Neuen Weg und wieder rechts in die Borngasse. Im Weinort Obernhof gibt es einige Winzer, bei denen man einkehren, Essen und Wein trinken kann. Sogar jetzt Ende Januar hatte zu unserer Freude einer davon geöffnet. Wer nun nach gut 9 km genug hat, kann vom Bahnhof Obernhof aus zurück nach Nassau fahren.

Wer zu Fuß die Runde beschließen möchte, folgt vom Bahnhof aus der Seelbacherstraße und halbrechts der Arnsteiner Straße. Die richtig Sportlichen mit viel Zeit und Kondition können ab Waldrand noch eine etwa zweistündige „Kampfschleife“ durch das Jammertal anhängen. Ansonsten ein kurzer Anstieg und man erreicht das Kloster Arnstein. Von dort folgt man dem asphaltierten Sträßchen, das als Radweg bis Nassau ausgeschildert ist.

Durch den Wald kommt man zu einem weiteren interessanten Ausblick, von dem aus man sowohl Schloss Langenau als auch Kloster Arnstein sehen kann.

Nach der Tal- und Flusschleife bei der Schleuse Hollerich spaziert man meist geradeaus auf Nassau zu und erreicht schließlich den Bergnassau. Bis zum Stadtkern von Nassau sind es rechts einfach ca. 700 m, falls eine Einkehr angesagt ist.

Andernfalls hält man sich links und gleich wieder rechts und gelangt auf der Durchgangsstraße durch Scheuern und dann auf bekanntem Wege zurück nach Dienethal. Da es schon dunkel war, wählten wir die Straße statt des Fußwegs – es kommt eben immer auch auf die Situation an, welcher Weg der beste ist.

Länge: 17,5 km
Dauer: 5 – 6 h
Anstiege: 450 hm

Download albtips-de-Dienethal-Nassau-Lahntal.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Marburger Rücken (Lahntal) (braun)
Rundwanderung zum Basaltsee und zur Basaltprismenwand (orange)
Wanderung vom Roten Moor zur Wasserkuppe (gelb)
Winterliche Weinberge am 50. Breitengrad, altehrwürdige Schlösser und ein Mühlenwanderweg im Rheingau (lila)