Archiv der Kategorie: 16 – 20 km

Donauwelle extrem: Donaufelsentour

Dieser Donauwellenwanderweg trägt seinen Namen nicht umsonst: Bei der Donaufelsentour geht es stetig bergauf und bergab – mal mit sanften Wogen mal durch tiefe Wellentäler und -berge.

Direkt hinter dem Jägerhaus führt ein Pfad hinauf zum Waldrand, zur Jägerhaushöhle und zum Schloss Bronnen. Von dort wandert man durch mehrere Taleinschnitte immer berab und bergauf – mit herrlichen Ausblicken – zur Ruine Kallenburg. Anschließend steigt man im schattigen Wald hinab ins Donautal. An der Ziegelhütte ist eine erste Einkehr möglich.

Nach Überquerung der Donau wandert man wieder bergauf. Über die imposanten Aussichtspunkte Laibfels und Stiegelefels gelangt man schließlich zum Knopfmacher. An schönen Tagen geht es dort zu wie im Bienenschwarm, doch der Ausblick lohnt sich auch hier.

Der letzte Abstieg führt hinunter zur Donau, wo man über einen Steg zum Jägerhaus gelangt. Die Füße freuen sich über ein kühlendes Bad …

Offizieller Startpunkt des Premiumwanderwegs ist am Knopfmacherfelsen. Wer wie hier beschrieben am Jägerhaus starten möchte, sollte bzw. muss auch dort übernachten. Die Zufahrt führt nämlich über eine mehrere Kilometer lange Schotterpiste, auf der auch Radler und Wanderer unterwegs sind! Sonntags ist die Schranke für Autos ohnehin geschlossen.

Da es sich um einen Premiumwanderweg handelt, ist eine genaue Beschreibung jeder kleinen Abzweigung erstens sehr aufwändig und zweitens unnötig, da diese Wege extrem gut ausgeschildert sind.

Länge: 17,2 km
Dauer: 6 h
Anstiege: ca. 780 hm

Download albtips-de-Donauwelle-Donaufelsen.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
3 Etappen Donauberglandweg (orange)
Schwäbischer Grand Canyon am Eichfelsen
Höhlentour beim Donaudurchbruch

Über den Albrand hinaus: Das Lahntal bei Nassau und Obernhof

Rund um das Lahntal bei Nassau lässt es sich wunderbar wandern. Immer wieder bieten sich vom Lahnwanderweg schöne Ausblicke auf die Lahn, auf Weinberge und auf geschichtsträchtige Burgen oder Klöster. Die schmalen Pfade an der Talkante erinnern ein wenig an den Albtrauf – nur das Gestein ist Schiefer statt Jura.

Start der Tour ist im kleinen Örtchen Dienethal. Parkplätze gibt es etwa bei der Kirche. Man folgt dem Kirchweg, der beim Friedhof zum Spazierpfad wird und bald in die Talstraße mündet. Dieser folgt man bis zur T-Kreuzung und biegt dort links ab. Oberhalb des Ortes thront imposant die Burg Nassau.

Nach 280 m zweigt man links in die Stiftung Scheuern ab, überquert den Sulzbach, geht links in die Friedhofstraße und gleich wieder rechts weiter zwischen den Gebäuden hindurch sich leicht links haltend bis zur Brücke über den Mühlbach. Nach der Überquerung folgt man links dem Lahnwanderweg (Wanderzeichen LW). Bald zeigt sich rechts über dem Mühlbachtal das weithin sichtbare Freiherr-vom-Stein-Denkmal.

Bald wendet man sich nach rechts und spaziert am Ufer der Lahn entlang, bis man links über die große Kettenbrücke nach Nassau hinein geht. Auf der Kettenbrückenstraße gelangt man zum Markplatz mit dem sehenswerten Rathaus und dem Stein’schen Schloss. Zwischen diesen beiden Gebäuden zweigt man rechts ab, dann nochmals rechts in die Straße Obertal und schließlich halblinks in die Hohe-Lay-Straße.

Auf dem Lahnhöhenweg (Wanderzeichen L), der hier gleich verläuft wie der recht neu erdachte Premiumweg Lahnwanderweg (Wanderzeichen LW), steigt man stetig etwas höher, bis man aus der Stadt heraus ist und erste schöne Blicke über das Lahntal genießt. Insbesondere der Blick zurück auf Nassau und die Burg ist sehenswert. Vorbei an einer idyllisch gelegenen Schutzhütte und einer abenteuerlich in den Schiefer gebauten Bank spaziert man auf dem Pfad am Hang entlang.

Nach einer kleinen Weile hat man bei einem schönen Felsaussichtspunkt mit Bank die Wahl, einfach geradeaus weiter dem Lahnhöhenweg zu folgen oder auf dem Lahnwanderweg einen Schlenker nach links oben zum Aussichtspunkt Hohe Lay zu machen. Einen schönen Ausblick gibt es auf beiden Wegen an etwa der gleichen Stelle, nur in unterschiedlichen Höhen. Bleibt man auf dem unteren der beiden Wege geht es ein wenig bergab, an einer T-Kreuzung rechts und gleich darauf links.

Ein breiter Waldweg führt bis zum Ortsrand von Weinähr. Man überquert die Straße biegt rechts ab, spaziert über die Brücke und danach links am Gelbach entlang. Immer geradeaus kommt man zu einem kurzen, knackigen Anstieg. Schon bald hat man den Bergrücken erklommen und genießt wieder einen schönen Blick ins Lahntal, über die Weinberge und zum sog. Goethepunkt.

Man wandert rechts bergab, dann links in den Neuen Weg und wieder rechts in die Borngasse. Im Weinort Obernhof gibt es einige Winzer, bei denen man einkehren, Essen und Wein trinken kann. Sogar jetzt Ende Januar hatte zu unserer Freude einer davon geöffnet. Wer nun nach gut 9 km genug hat, kann vom Bahnhof Obernhof aus zurück nach Nassau fahren.

Wer zu Fuß die Runde beschließen möchte, folgt vom Bahnhof aus der Seelbacherstraße und halbrechts der Arnsteiner Straße. Die richtig Sportlichen mit viel Zeit und Kondition können ab Waldrand noch eine etwa zweistündige „Kampfschleife“ durch das Jammertal anhängen. Ansonsten ein kurzer Anstieg und man erreicht das Kloster Arnstein. Von dort folgt man dem asphaltierten Sträßchen, das als Radweg bis Nassau ausgeschildert ist.

Durch den Wald kommt man zu einem weiteren interessanten Ausblick, von dem aus man sowohl Schloss Langenau als auch Kloster Arnstein sehen kann.

Nach der Tal- und Flusschleife bei der Schleuse Hollerich spaziert man meist geradeaus auf Nassau zu und erreicht schließlich den Bergnassau. Bis zum Stadtkern von Nassau sind es rechts einfach ca. 700 m, falls eine Einkehr angesagt ist.

Andernfalls hält man sich links und gleich wieder rechts und gelangt auf der Durchgangsstraße durch Scheuern und dann auf bekanntem Wege zurück nach Dienethal. Da es schon dunkel war, wählten wir die Straße statt des Fußwegs – es kommt eben immer auch auf die Situation an, welcher Weg der beste ist.

Länge: 17,5 km
Dauer: 5 – 6 h
Anstiege: 450 hm

Download albtips-de-Dienethal-Nassau-Lahntal.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Marburger Rücken (Lahntal) (braun)
Rundwanderung zum Basaltsee und zur Basaltprismenwand (orange)
Wanderung vom Roten Moor zur Wasserkuppe (gelb)
Winterliche Weinberge am 50. Breitengrad, altehrwürdige Schlösser und ein Mühlenwanderweg im Rheingau (lila)

Traifelberg, Greuthau, Lichtenstein

Einige der schönsten Sehenswürdigkeiten der Reutlinger Alb lassen sich bei der Tour zu Traifelbergfelsen, Greuthau und Lichtenstein erwandern: Jede Menge atemberaubende Ausblicke, alb-typische Wacholderheiden und das kühn auf einen Felsen gebaute schwäbische Märchenschloss.

Ausgangspunkt der Tour ist zum Beispiel der ehemalige Bahnhof in Lichtenstein-Honau. Dort startet man in südlicher Richtung und folgt der ehemaligen Zahnradbahnstrecke halblinks hinauf. Von 1892 bis 1969 war die Zahnradbahn zwischen Honau und Traifelberg ein wichtiges Verbindungsstück der Nebenstrecke zwischen Reutlingen und Ulm. Heute dient das einstige Meisterwerk der Technik als Fahrradweg, während sich der Autoverkehr in Serpentinen über den Albaufstieg quält.

Nach 400 m zweigt man vom asphaltierten Fahrradweg halblinks auf den Wanderweg ab, der mit einem blauen Dreieck gekennzeichnet ist. Er führt am Hang des Albtraufs bergauf bis man nach ca. 280 Hm die Albkante erreicht. Am Biegel wendet man sich nach rechts.

Direkt am Albtrauf wandert man auf dem HW 1 (Wanderzeichen Rotes Dreieck) weiter bis zum Rötelstein, dem ersten von vielen Aussichtsfelsen am Traifelberg. Je weiter man geht, desto näher kommt Schloss Lichtenstein in Sicht, bis man schließlich den Locherstein erreicht.

Nach dem Abstieg weiterhin entlang des HW 1 überquert man die B 312 und wendet sich nach links (ohne Wanderzeichen). Kurz darauf geht es rechts hinauf und oben erneut links. Uralte Bäume säumen den Wegesrand um den Tobelkapf herum.

Man spaziert über die Brücke, von der aus man die in den Fels gehauene L 230 sehen kann, und hält sich rechts. Kurz darauf weisen Holzschilder nach links zur „Brikettfabrik“. Der „Fabrikweg“ führt durch das Naturschutzgebiet Greuthau, welches von der Albvereinsortsgruppe Honau betreut wird. Nach der Wacholderheide folgt eine Linkskurve und bald überquert man einen breiten Schotterweg.

Wieder weisen Holzschilder mit den seltsamen Bezeichnungen „Hafendeck“ und „Ausfahrt“ den Weg. An den beiden Gabelungen sowie an einer T-Kreuzung hält man sich rechts. Es geht bergab bis zur L 230, an der man nach links 350 m lang entlang geht. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, da auf der Landstraße schnell gefahren wird. Zum Glück gibt es wenigstens einen Grünstreifen, auf dem man gehen kann. Das Fehlen von Alternativen ist vermutlich der Gemeindegrenze zwischen Lichtenstein und Sonnenbühl zuzuschreiben.

Kurz darauf biegt man auf Höhe des Wanderparkplatzes Aufberg rechts ab und folgt dem asphaltierten Feldweg bergauf.

Auf der rechten Seite auf Höhe eines Hochsitzes liegt versteckt die Doline Aufberger Loch. Erstaunlich tief geht es dort hinab. Wer fit genug ist, kann auf einem sehr schmalen Pfad auf der Südseite hinab steigen.

Weiter auf dem Weg erreicht man eine T-Kreuzung und hält sich rechts. Wer nicht zum Schloss Lichtenstein möchte, biegt am Waldrand links ab und erreicht so geradeaus die Schlösslessteige. Andernfalls zweigt man nach ein paar Schritten gleich wieder rechts ab und wandert durch den Kletterpark zum Schloss Lichtenstein. Am Parkplatz und kurz danach beim Alten Forsthaus hält man sich jeweils links, dann rechts.

Nach einer Linkskurve biegt man rechts ab und beginnt den Abstieg auf der Schlösslessteige hinunter nach Lichtenstein-Unterhausen. Nach langanhaltenden Regenfällen im Mai 2013 gab es auch hier Überschwemmungen. Aus der sonst meist trockenen, am Weg gelegenen Brunnensteinhöhle schoss das Wasser und spülte Teile der Steige weg. Erst im Sommer 2016 wurde sie wieder offiziell freigegeben.

Etwas oberhalb von Unterhausen biegt man scharf rechts ab und folgt dem Weg mit Blick zum Schloss Lichtenstein Richtung Honau. Nach 1 km kann man die Tour abkürzen, indem man links zur B 312 hinunter geht, sie überquert und dem Radweg nach links folgt. Die Elfengrottenstraße führt zum Ausgangspunkt zurück. Wer jedoch noch Energie hat, bleibt auf dem Waldweg, der nochmal um etwa 80 Hm ansteigt. Nach einer lichten Stelle mit großem Fels geht es links hinab, dann wieder rechts und an der meist ausgetrockneten Föhner Quelle vorbei.

Gleich danach – beim kleinen Wanderparkplatz – wandert man rechts noch bis zur idyllischen Echazquelle und auf gleichem Weg zurück. Nach dem Sportheim führt ein Fußweg direkt an der Echaz entlang bis zur B 312 (Einkehrmöglichkeiten). Man überquert die Bundesstraße und folgt der Gallusstraße geradeaus, der Schulstraße nach links bis man nach einer Rechtskurve in der Olgastraße an der Olgahöhle vorbeikommt.

Am Ortsrand führt links der Rad- und Gehweg ganz idyllisch bergab, bis man wieder auf die alte Zahnradstrecke trifft. Links hinunter ist es dann nicht mehr weit bis zum ehemaligen Bahnhof von Honau.

Länge: 17 km
Dauer: 6 h
Anstiege: 620 Hm
Hinweis: 350 m des Wegs führen mangels Alternativen direkt an der L 230 entlang.

Download albtips-de-Traifelberg-Greuthau-Lichtenstein.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe:
Schlösslessteige reloaded (neu geschottert) (gelb)
Auf dem Sonnenweg steil hinauf zu den Traifelbergfelsen, dann über das Naturschutzgebiet Greuthau und Schloss Lichtenstein zurück nach Honau (orange)
Grün-goldener Oktober am schönsten mit Blick auf die Traifelbergfelsen (braun)
333. Wanderung: Von der Nebelhöhle durch den Nebelwald zum Schloss Lichtenstein (lila)