Archiv der Kategorie: 06 – 10 km

Märzenbecher im Autal (Bad Überkingen)

Auf dem Wald- und Wasser-Weg kann man die Märzenbecher im Autal und Rötelbachtal am besten bewundern. Dazu folgt man den Schildern mit den Märzenbechern. Unterwegs gibt es immer wieder interessante Infotafeln zu den Besonderheiten der Landschaft, durch die man wandert.

Starten kann man bei der Autalhalle in Bad Überkingen. Dort gibt es viele Parkplätze, doch an sonnigen Märzsonntagen können diese schnell voll sein.

Zunächst folgt man dem asphaltierten Feldweg parallel zur Bundesstraße B 466 Richtung Westen. Nach einer Linkskurve zweigt man rechts ab und folgt dem Märzenbecherzeichen bergauf. Nach einer weiteren Linkskurve wird der Weg allmählich flacher und führt durch den Wald. Kurz nachdem man einen schmalen Bach quert, der von rechts oben den Hang herunterplätschert, sieht man die ersten Märzenbecher.

Man bleibt weiter auf dem breiten, geschotterten Waldweg, der mehr oder weniger eben ist. Kurz darauf befindet sich rechts des Wegs der Autal-Wasserfall. Wer fit genug für 150 weitere Höhenmeter ist, kann rechts die Treppenstufen zur Brunnensteighöhle (Variante Autal und Rötelbach bei Überkingen) hinaufsteigen. Der Wald- und Wasserweg verläuft jedoch weiter geradeaus auf dem Schotterweg durch den Wald.

Nach einem kurzen, steileren Abstieg hält man sich rechts. Es geht kurz bergauf, dann trifft man bald auf den Rötelbach. Momentan kommt recht viel Wasser herunter, so dass man die Bachquerungen keine ganz trockene Angelegenheit sind. Mit guten Wanderstiefeln kein Problem. Bald kommt man zu weiteren erstaunlichen Märzenbecherteppichen. Dieses Jahr sind sie sehr früh, doch am schönsten und beeindruckendsten werden sie vermutlich in ein bis zwei Wochen sein. Bei einer T-Kreuzung hält man sich rechts und passiert ein Kneippbecken.

Schon ist man wieder im Wald, der aber momentan – noch ohne Laub – viele interessante Durchblicke erlaubt. Rund um eine Quelle mit bemoosten Steinstufen gibt es nochmals viele Märzenbecher zu sehen. Nach einer Rechts-/Links-Kurve folgt man dem Weg geradeaus steil hinab nach Überkingen.

Auf beliebigem Weg durch den Ort kommt man zurück zur Autalhalle.

Länge: ca. 7,3 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: zu Beginn 120 Hm, dann leichtes Auf und Ab

Download albtips-de-Autal-Maerzenbecher.gpx (.zip)

 

Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 12: Hausener Wand
Ruine Helfenstein und Ödenturm

Burgenweg Reutlingen-Eningen (Etappe 0)

Auf dem Burgenweg von Reutlingen nach Eningen – ich dachte, ich fang mal sachte an: Die 7,5 Kilometer Etappe war für mich sozusagen die Aufwärmphase zur 5-tägigen Wanderung über die Schwäbische Alb.

Grüne(re) Route durch Reutlingen

Im kleinen Wanderbüchlein des Schwäbischen Albvereins beginnt der Burgenweg am Hauptbahnhof in Reutlingen und führt durch die sehenswerte Innenstadt sowie über Burgplatz und Burgstraße hinauf auf die Achalm. Hier habe ich mir meine einzige echte Abweichung erlaubt. Wer lieber möglichst schnell ins Grüne gelangen möchte, geht stattdessen lieber vom Hauptbahnhof aus geradeaus und nach Überquerung der zweispurigen Bundesstraße leicht rechts versetzt in die Mauerstraße.

Direkt nach dem Amtsgericht zweigt man links ab und geht in der Gartenstraße nach rechts bis zur Fußgängerampel. Von nun an folgt man dem Grünstreifen mit Namen Planie bis zum Stadtgarten, den man nach rechts diagonal durchquert. Anschließend steigt man die Sommerhalde steil hinauf, ebenso die Treppen zum der Achalm vorgelagerten Scheibengipfel. Man wählt den Pfad rechts an den Antennenmasten vorbei und wandert die große, steile Wiesen am Hang der Achalm bergan.

Burgenweg Reutlingen-Eningen

Wo die alte Allee beginnt, trifft man auf den offiziellen Verlauf des Burgenwegs, der von rechts heraufkommt. Man könnte nun fragen, warum man nicht auf direkten Weg sondern in einer Runde links um den Berg herum den Gipfel erklimmt. Doch sobald man auf der der Stadt abgewandten Seite ist, wird die Stille unüberhörbar. Schon alleine dafür lohnt sich der minimale Umweg. Oben auf dem Gipfel findet man ein paar Mauerreste der Burg Achalm sowie einen Turm mit sagenhaft schöner Aussicht auf den Albtrauf der Mittleren Schwäbischen Alb.

Panoramablick über Eningen und den Albtrauf von der Südseite der Achalm Panoramablick über Eningen und den Albtrauf von der Südseite der Achalm

Nun steigt man auf dem gleichen Weg hinab, dann aber geradeaus weiter. Nach der Rechtskurve hält man sich links und folgt dem Wiesenweg hinab zum Rappenplatz, einer vorgeschichtlichen Siedlungsstätte. Direkt darunter setzt sich der Pfad fort, führt kurz durch den Wald und dann im Zick-Zack eine Wiese hinab. Nach ein paar Treppen erreicht man die ersten Häuser Eningens.

Weiter geradeaus bergab und über eine Fußgängerbrücke, danach rechts in die – wie sollte es anders sein – Burgstraße. Links am Weg findet man eine Infotafel über die Burg Eningen. Interessant daran ist, dass es Grafen von Achalm waren, die das Kloster Zwiefalten gründeten, welches am Ende des 89 Kilometer langen Burgenwegs liegt. Man muss etwas Ausschau nach den Wanderschildern halten, aber meist findet man doch eines. Am Ende der Burgstraße zweigt man links und an der Hauptstraße rechts ab. Dort befindet sich die Bushaltestelle Eningen Rathaus.

Nach dem Kreisel wandert man geradeaus aus dem Ort heraus und schon bald bietet sich von der Kreuzung auf dem höchsten Punkt des Weges eine tolle Aussicht auf den Albtrauf rund um den Mädelsfels – dort hinauf führt der Rest der ersten Etappe, den ich allerdings an einem anderen Tag anging. Man steigt bergab, hält sich rechts und folgt der Arbachtalstraße nach rechts bis der Burgenweg links abzweigt.

Panoramablick über das Arbachtal zum Mädlesfels Panoramablick über das Arbachtal zum Mädlesfels
Busanbindung nach Reutlingen

Geht man hier etwa 700 Meter weiter geradeaus, so kommt man zur Bushaltestelle Spitzwiesen der RSV-Linie 1, mit der man ins Zentrum der Stadt Reutlingen zurückfahren kann.

Länge: 7,5 km
Dauer: 2,5 h
Anstieg: ca. 350 Hm (steil hinauf zur Achalm)

Download albtips-de-burgenweg-etappe0.gpx (.zip)

Legende: E=Einkehr, Ü=Übernachtung, Bus/Bhf/Hbf=Haltestellen, AP=Aussichtspunkt

Überblick:
5 Tage Burgenweg

Nächste Etappen:
Burgenweg Eningen-Traifelberg – 16,9 km (orange)
Burgenweg Traifelberg-Marbach – 15,4 km
Burgenweg Marbach-Indelhausen – 21,5 km
Burgenweg Indelhausen-Obermarchtal – 15,7 km
Burgenweg Obermarchtal-Zwiefalten – 11,7 km

Auf der Haid: Judenstein und Schaufelbuch

Auf der Haid: einst Militärstandort, jetzt Gewerbepark. Nicht unbedingt die erste Wahl für einen Sonntagsspaziergang? Trotzdem! Gleich außerhalb des kleinen, fast versteckten Industriegebiets beginnt die schöne Alblandschaft … – und ein Sperrgebiet.

Kommt man von der B 313 zum Gewerbepark Haid, so kann man gleich an seinem westlichen Rand bei den Bahngleisen parken. Hier verkehrt die Schwäbische Albbahn (SAB) und es gibt sogar eine Haltestelle „Haidkapelle“, falls jemand mit dem Zug anreisen möchte.

Von 1958 bis 1993 gab es auf der Haid einen Bundeswehr-Standort: die Eberhard-Finckh-Kaserne. Etwa einen Kilometer entfernt lag das Sondermunitionslager Golf (NATO-Lager). Hier wurden von 1967 bis 1991 nukleare Sprengköpfe für taktische Kurzstreckenraketen gelagert. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es auf der Haid regelmäßig Ostermärsche der Friedensbewegung. Quelle: wikipedia

Nun folgt man dem Wanderzeichen Gelbe Gabel auf der Straße Finstere Birken am südlichen Rand des Gewerbeparks, bis man die Häuser hinter sich gelassen hat. An der Gabelung hält man sich links, der Waldrand befindet sich linker Hand.

Judenstein

Nach etwa 500 Metern am Waldrand entlang zweigt man links ab. Man folgt dabei stets dem Wanderzeichen Gelbe Gabel: An der ersten Gabelung hält man sich links, fast oben angekommen rechts und gleich wieder links. Der Weg führt noch kurz bergauf zum sogenannten Judenstein, einer 820 m hohen, bewaldeten Erhebung. Dort verläuft die Gemarkungsgrenze zwischen Engstingen und Hohenstein-Meidelstetten. Außerdem befindet sich links ein Sperrgebiet, das noch von der militärischen Nutzung munitionsverseucht ist. Nach der Tafel mit der Aufschrift „Judenstein“ geht es rechts bergab bis zu einem Sträßchen.

Durch den Wald: Schaufelbuch

Dort biegt man links ab und bleibt für 1,3 km auf der wenig befahrenen Verbindungsstraße zwischen Meidelstetten und Großengstingen. Nach dem Abstieg zweigt man scharf links ab (Holzschild: Pflanzschulweg). Man wandert durch den Schaufelbuch und dann an dessen Waldrand. Rechts sieht man die Häuser von Großengstingen und dahinter den Traifelberg. Nach vorne eröffnet sich der Blick über die Wälder und Höhen der Kuppenalb.

Auf der Haid

Nach einem kurzen Waldstück erreicht man ein Sträßchen, dem man nach rechts folgt. Auf einer Anhöhe steht ein imposanter Solitärbaum. An der T-Kreuzung hält man sich links, der Weg macht eine Rechtskurve und vor der Hochspannungsleitung zweigt man links auf den Schotterweg ab.

Im Dezember 2011 wurden bei einer Großrazzia im Gewerbepark Haid rund 130 Kilogramm Kokain im Wert von mehreren Millionen Euro sichergestellt. Es war der größte Kokain-Fund im Südwesten seit über 20 Jahren. Quelle: Reutlinger General-Anzeiger

Das Gewerbegebiet Haid ist schon eine Weile gut zu sehen und es ist nun nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt, den man nach einem Rechts-/Linksschlenker erreicht.

Länge: 8,3 km
Dauer: 2,5 h
Anstiege: ca. 190 Hm

Download albtips-de-AufDerHaid-Judenstein.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Spaziergang im ersten Schnee des Winters (gelb)
Versteckte Kleinode zwischen Lichtenstein und Sonnenbühl (orange)
Spaziergang beim Skilift Engstingen (lila)
Von Undingen zur Bärenhöhle und durch das Rinnental zum Kalkstein (braun)