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Frühblüher im Lonetal

Seit meinem ersten Besuch in der Vogelherdhöhle und im Lonetal ist viel passiert. Damals konnte man die Höhle einfach so betreten, in welcher einige der ältesten figürlichen Eiszeitkunstwerke gefunden wurden. Heute ist der Bereich umzäunt und die Höhle ist Teil des Archäoparks Vogelherd. Und es wurden viele Schilder und Infotafeln aufgestellt.

Vom Parkplatz Vogelherd im Lonetal (nicht der offizielle, kostenpflichtige Parkplatz) aus gelangt man parallel zur L 1168 an mehreren Infotafeln vorbei zum Eingang des Archäoparks, der für archäologisch Interessierte genauso spannend ist wie für Familien mit Kindern.

Auf gleichem Weg geht es zurück und noch weiter an der Straße entlang, bis man diese auf Höhe des Lonetal-Parkplatzes überquert. Geradeaus spaziert man ins Lonetal hinein. Ein Schotterweg führt durch das Trockental, durch welches einst der größte Strom Europas floss.

Am Parkplatz Lonetal steht oft auch die Pferdekutsche der Familie Häußler. Müde Wanderer können das Lonetal auch so erkunden:

Nach etwa 4 Kilometern erreicht man den Wanderparkplatz Bockstein. Kurz davor zweigt man links auf einen Wiesenweg ab, überquert die meist ausgetrocknete Lone und hält sich vor dem Hang rechts. Ein Stückchen nach einer Linkskurve steigt man links zur Bocksteinhöhle hinauf. Der Abstecher ist zwar kurz, aber sehr steil. Trittsicherheit und angemessenes Schuhwerk ist erforderlich.

Auf gleichem Weg wandert man durch das Lonetal zurück, nimmt aber auf etwa der Hälfte der Strecke an einer Gabelung den rechten Schotterweg, der am Hohlensteinstadel vorbei führt. In dieser Höhle wurde der Löwenmensch gefunden, die größte der Eiszeitfiguren aus den Lonetal-Höhlen.

Der Schotterweg führt weiter durch das Lonetal. Man folgt ihm entweder über eine Brücke zurück zum schon bekannten Herweg oder man bleibt auf der rechten Talseite und nimmt den Wiesenweg zurück zum Parkplatz Vogelherd im Lonetal.

Länge: 10 km
Dauer: 3-4 h
Anstiege: kurz und sehr steil zur Bocksteinhöhle, sonst fast eben
Hinweis: für den Archäopark sollte man sich genügend Zeit nehmen

Download albtips-de-Lonetal.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Urzeitfunden auf der Spur: Vogelherd, Hohlenstein, Bocksteinhöhle im Lonetal (gelb)
Rauher Fels im sanften Lonetal – ein Spaziergang zum Fohlenhaus (orange)

Frühling im Kleinen Lautertal

Der Waldboden blüht. Äußerlich betrachtet merkt man den Frühling nur an den Temperaturen und am Vogelgezwitscher. Nur bei näherer Betrachtung sieht man die Knospen an den Bäumen und die vielen Blüten, die mancherorts einen Teppich im Wald ausbreiten. Besonders schön ist es derzeit im Kleinen Lautertal.

Ins Kleine Lautertal kann man von Blaustein-Herrlingen aus spazieren. Zu beachten ist dabei, dass derzeit gerade die B 28 bei Blaustein gesperrt ist. Umleitungen sind zwar eingerichtet, aber man sollte nicht gerade zu Stoßzeiten anreisen oder ggfs. den Zug von Ulm aus nehmen.

Am Bahnhof Herrlingen gibt es reichlich Parkplätze. Von dort aus sind es bis zur Lauterquelle (Einkehr möglich) gut 5 km, aber auch kürzere Spaziergänge lohnen sich.

Vom Bahnhof aus überquert man den Kreisel und geht durch den Torbogen in einen kleinen Park. Am See und am Spielplatz vorbei hält man auf die St. Andreas Kirche zu, schreitet dann links von ihr die Treppen hinauf und geradeaus in den Kaplaneiweg. Wo der Fußweg endet, spaziert man ein paar Schritte rechts die Brückenstraße entlang und gleich wieder links in die Max-Wieland-Straße, die bald zum Fußweg wird. Man folgt dem Lauf der Kleinen Lauter, bis man links über eine kleine Brücke und dann rechts auf den Weg durch das Lautertal abbiegt.

Download albtips-de-Kleines-Lautertal.gpx


Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 22: Das Kleine Lautertal bei Blaustein
Blautopf, Blaufels und Rusenschloss

Von Schloss Mochental durch Bach-, Tiefen- und Wolfstal zur Märzenbecherblüte

Zur Zeit der Märzenbecherblüte ist das Wolfstal samt Parkplatz bei Lauterach an Wochenenden ziemlich sehr überlaufen. Wer den Besuch dort mit einer Wanderung verbinden möchte, hat Möglichkeiten, auf andere Parkplätze auszuweichen.

Vom Wanderparkplatz am Waldrand oberhalb von Lauterach aus überquert man die L 231 und folgt dem breiten Weg mit Wanderzeichen Blaue Raute in Richtung Schloss Mochental. Kommt man nach 1,5 km aus dem Wald heraus, kann man nach rechts einen Abstecher zur Galerie oder zum Besenmuseum machen.

Links dagegen wandert man das bewaldete Bachtal hinauf. Man folgt tatsächlich einem Bachlauf für gut 1,5 km und kommt an kleinen Teichen, Seen und Brunnen vorbei.

Direkt nach Waldaustritt zweigt man links ab und wandert noch weiter bergauf, stets am links des Wegs befindlichen Waldrand entlang. Rechts befindet sich eine große Freifläche namens Landgericht. Dort wurden tatsächlich einst Güterstreitigkeiten verhandelt.

Nach Rücküberquerung der Landstraße geht man noch etwas weiter geradeaus, wendet sich beim Querweg nach rechts und an der Kreuzung geradeaus mit dem Wanderzeichen Blaue Raute. Nach einer Rechtskurve zweigt man am Waldrand links bergab und unten in der Senke rechts. Kurz darauf biegt man links ab und spaziert das Tiefental hinab. Wieder plätschert ein Bächlein am Wegesrand und von Teichlein zu Teichlein.

Nach dem kleinen Wanderparkplatz zweigt man links ab und wandert geradeaus ins Wolfstal. Das gewundene Tal wurde einst von einem Flusslauf geformt, doch heute ist es trocken. Links und rechts ragen Felsen auf. Im Übergang vom Winter zum Frühling zieht das Phänomen der Märzenbecherblüte die Massen an. Wer irgend kann, sollte sich nicht ein (März-)Wochenende für die Tour aussuchen.

Es lohnt sich, bis zum Ende der Felsschlucht ins Lautertal zu wandern und dann knapp 500 Meter auf gleichem Weg durch den schönsten Teil des Wolfstals zurückzuspazieren. Von links kommt der Höhenweg herunter, dort folgt man dem Pfad nach rechts hinauf, der mit Wanderzeichen Blaue Raute aus dem Tal heraus führt.

Nach der Überquerung eines breiten Waldwegs wird der Pfad langsam flacher. Ein Stück weit geht es schnurgerade durch den Wald, dann rechts leicht bergab und bei einer Hüle (Teich) links. Nach einer Rechtskurve des Sträßchens zweigt man links ab und steigt steil geradeaus bergauf. Man kommt aus dem Wald heraus und genießt rechts einen sagenhaften Blick über das Donautal mit dem Kloster Obermarchtal. Oft ist auch der Bussen zu sehen und selten die Alpen. Bald ist der Ausgangspunkt erreicht.

Länge: 13 km
Dauer: 4 – 5 h
Anstiege: langer sanfter Anstieg aus dem Bachtal, steiler Anstieg aus dem Wolfstal

Download albtips-de-Mochental-Wolfstal.gpx (.zip)


Zur Märzenbecherblüte ins Wolfstal und ins Lautertal (gelb)
Tour 26: Das südliche Lautertal

Mehr Wandervorschläge zur Märzenbecherblüte auf der Schwäbischen Alb