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Wanderreiten mit Maultier über die Alb

Die einzigartige Landschaft der Schwäbischen Alb kann man beim Wanderreiten mit Maultier besonders gut genießen. Gerade auch, wenn der Hochsommer ein Päuschen einlegt und man ohne lästige Insekten unterwegs ist.

Eine nette Gruppe Gleichgesinnter, freundliche, lauffreudige Mulis und die tolle Rittführung von Albmuli durch die wunderbaren Alb-Landschaften machten den Wanderritt im Sommer 2017 zu einem sehr entspannten und erholsamen Erlebnis.

Von Mehrstetten ging es durch das Schandental mit den großen Wacholderheiden und über die Albhochfläche nach Dächingen zur Wanderreitstation Holzmann und in Köhlers Krone. Am zweiten Tag führte der Rundritt durch das wildromantische Wolfstal auf den aussichtsreichen Hochberg und wieder zurück nach Dächingen. Wilde Täler und schöne Wiesenwege lagen auf dem Rückweg am letzten Tag.

Zw. Donau, Lauter und Hochberg

Winzige Dörfer, putzige Zwiebelkirchtürme, felsige Täler und herrliche Ausblicke über das hügelige Oberschwaben jenseits des Donautals – dies findet man rund um Lauterach-Talheim zwischen der Mündung der Großen Lauter in die Donau und dem Hochberg.

Vom Wanderparkplatz Hochberg am nördlichen Ortsrand von Lauterach-Talheim aus folgt man zunächst dem Burgenweg (Wanderzeichen Schwarze Burg auf weißem Hintergrund) hinab ins Donautal.

Nach dem Fußgängertunnel unter der Bahnlinie wendet man sich nach links und spaziert auf dem Rad- und Wanderweg an der noch schmalen Donau entlang. Aktuell liegen die sonst oft überschwemmten Flussauen trocken. Bei einem kleinen Brückle überquert man die Große Lauter und kann von dort die Lautermündung sehen.

Bei nächster Gelegenheit unterquert man wieder die Bahnlinie und folgt dem HW5 (Wanderzeichen Roter Balken) nach links zunächst parallel zur Bahnlinie und dann rechts ins Lautertal hinein. Viele kleine Höhlen und Felslöcher kann man abseits des Wegs entdecken, wenn man genau hinschaut. Hilfreich bei der Suche ist das Büchlen „Wilde Höhlen, Grotten, Felsennester – 100 geheimnisvolle Hohlräume zwischen Alb und Donau“ (Oertel & Spörer, 2011). Für den sehr kurzen aber sehr steilen Aufstieg links hinauf zur Bettelhöhle ist bestes Schuhwerk nötig. Kurz danach sieht man rechts am gegenüberliegenden Ufer die Jägerhöhle, mehr ein Unterstand, ideal für die Jagd.

Nach einigen Flusswindungen erreicht man geradeaus auf dem Wiesenweg Lauterach. Man biegt links auf die Straße ab und folgt ihr bis ans Ortsende. Kurz nach dem Abzweig des Sträßchens nach Talheim geht man direkt nach dem letzten Gebäude links einen Weg hinein, der im ersten Moment wie eine Hofeinfahrt aussieht.

Durch den Wald, dann am Waldrand geht man stetig bergauf. Je höher man kommt desto besser wird links nach Süden hin die Aussicht. Hat man die Anhöhe fast erreicht, wendet man sich nach rechts und kurz darauf am Waldrand nach links. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Picknickplatz mit Grillstelle auf dem Hochberg, von dem aus man einen traumhaften Blick über das Donautal und die hügelige Landschaft Oberschwabens hinweg genießen kann. Wer richtig viel Glück hat, erwischt einen Tag mit Alpensicht.

Rechts des Wegs findet man den Bismarckstein und dort links hinab führt ein Wiesenweg in südlicher Richtung nach Talheim. Beim Asphaltweg hält man sich links und kommt so zurück zum Ausgangspunkt beim Wanderparkplatz.

Länge: ca. 6 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: unterschiedlich steiler Anstieg zum Hochberg

Download albtips-de-Lautermuendung-Hochberg.gpx (.zip)
(nachgezeichneter gpx-Track, nur zur groben Orientierung!)


Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 26: Das südliche Lautertal
Ein Steinturm, zwei Zwiebeltürme und drei Flüsse auf der südlichen Alb

Drei Tausender der Schwäbischen Alb: Lemberg, Hochberg, Oberhohenberg

Man muss nicht gleich in die Alpen fahren, um Drei Tausender zu erklimmen. Auf der Westalb wirbt man mit einem Schmunzeln für die „Region der Zehn Tausender„. Welche Gipfel dazugezählt werden, erfährt man auf der entsprechenden wikipedia-Seite. Ein fachkundiger Herr, den ich heute auf dem Lembergturm traf, zählt den Plettenberg mit 1002 m hinzu. Also wären es sogar elf Tausender.

Vom Wanderparkplatz (871 m ü. NN) am oberen Ende der (momentan so halblebig mal für LKW mal für alle gesperrten) Steige zwischen Wilflingen und Gosheim aus ist man nach nur 1 km auf dem höchsten Gipfel der Schwäbischen Alb: dem Lemberg (1015 m ü. NN). Der Gipfel ist bewaldet, eine wunderbare Aussicht genießt man vom 33 m hohen Aussichtsturm. Schutzhütte, Picknicktische und Grillstelle sind ebenfalls vorhanden.

Vom Lemberg aus führt der HW1, der Donauberglandweg und einige weitere ausgeschilderte Wanderwege über den Lembergsattel (925 m ü. NN) zum Hochberg (1005 m ü. NN) und nach etwas Ab und Auf zum Oberhohenberg (1011 m ü. NN). Die Gesamtstrecke beträgt etwa 3,5 km.

Zurück geht man auf gleichem Weg bis zum Lembergsattel, dann kann man noch einen Schlenker zur ehemaligen Wunderfichte (868 m ü. NN) machen. Von dem Naturdenkmal, das einst etwa 35 m hoch mit sechs Armen in die Höhe ragte, steht nur noch der mächtige Stamm.