Trotz des oft trüben Wetters ließen sich die Blüten nicht mehr aufhalten.
Der viele Regen war eher zuträglich – zumindest für manche Sorten.
Buchtipp: Steiniges Paradies, Faszinierende Lebensräume der Schwäbischen Alb
Ob man sich nur an den schönen Bilder erfreuen oder ob man sein gesundes Halbwissen über die Natur der Schwäbischen Alb aufbessern möchte, dieser Band verbindet beides auf schöne Art und Weise.
Natur und Geologie sind die Hauptthemen des Autors, der seit vielen Jahren im Naturschutz tätig ist. Ob lebendgebärender Knöterich oder gewöhnliche Krebsschere, das Buch bietet viele überraschende Fakten zu schon bekannten.
Auf spannende und anschauliche Art zeigt das Werk, wie die eigentlich als karg geltenden Landschaftsformen — Wacholderheiden, Steinriegel oder Felsen — im Frühling zu blühenden Lebensräumen für seltene Pflanzen und Kleintiere werden. Weitere Kapitel zu Höhlen, Quellen, Wäldern und Streuobstwiesen sowie ein Exkurs über den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen machen zusätzlich Lust, das „Steinige Paradies“ zu besuchen.
Ob Wälder oder Wacholderheiden, ob Felsen, Quellen oder Höhlen – die Schwäbische Alb fasziniert mit einzigartigen Ökosystemen und einem überaus reichen Schatz an seltenen Pflanzen und Tieren. […]
Die Bilder und Beschreibungen machen Lust auf einen Streifzug durch die verschiedenen Natur- und Kulturlandschaften und schärfen den Blick für die einzigartigen Biotope, die zum nationalen und europäischen Naturerbe gehören.
Günter Künkele: Steiniges Paradies.
Faszinierende Lebensräume der Schwäbischen Alb.
208 Seiten, 222 Farbfotos, fester Einband. € 24,90.
ISBN 978-3-8425-1138-5.
Erschienen im Silberburg-Verlag, Tübingen und Lahr/Schwarzwald.
Von Owen durch Streuobstwiesen zum Hohenbol und zum Hörnle
Die schnell sich ändernden Landschaften faszinieren bei der Wanderung durch Streuobstwiesen, dann über noch karge Schafweiden mit Schlüsselblümchen als einzigen Farbtupfern, weiter am Waldrand unter uralten Alleen, hinauf zu den Aussichtspunkten auf Hohenbol und Hörnle und schließlich unter unzähligen blühenden Kirschbäumen zurück.
Vom Wanderparkplatz Bohl (428 m. ü NN) oberhalb von Owen geht man ein paar Schritte die Straße zur Teck hinauf (HW1) und dann gleich rechts auf einen Asphaltweg. Bei der ersten Gabelung wendet man sich halblinks hinauf und am nächsten Abzweig nach rechts auf einen ebenen, zunächst geschotterten Wiesenweg zwischen Streubostwiesen.
Auf das Asphaltsträßchen zweigt man links ab und folgt dem Wanderzeichen Rote Gabel geradeaus über die Schafweide steil hinauf bis zum Waldrand. Unterwegs sieht man deutlich vulkanische Strukturen. Blickt man zurück hat man einen herrlichen Blick über Owen ins Lenninger Tal, zum Albtrauf und ins Albvorland.
Ausblick über Owen, das Lenninger Tal und das Albvorland
Am Waldrand befindet sich der Wanderparkplatz Bölle unterhalb der Burg Teck und einige Informationstafeln. Man geht die Zufahrtsstraße nach links ca. 500 m bergab und nimmt den Waldweg der halblinks abgeht. Derzeit ein Bärlauch-Eldorado. An einer Gabelung hält man sich links und wandelt unter einer Alle mit uralten, knorrigen Bäumen.
Auf Höhe des Hohenbol-Parkplatzes verlässt man die Allee, geht nach links einen schmalen Pfad über die Wiese und hinauf zum Hohenbol, wo man eine schöne Rast einlegen kann. Nach einer Runde kehrt man zurück zum Parkplatz und nimmt erst die Straße, dann den Alleenweg halbrechts hinauf zum Wanderparkplatz Hörnle. Wer die Tour erweitern möchte, kann von hier aus einen Abstecher zur Burg Teck machen.
Beim Denkmal auf dem Hörnle hat man den schönsten Ausblick nach Osten zum Breitenstein, zur Limburg und zu den Drei-Kaiserbergen.
Blick vom Hörnle zu den Drei-Kaiserbergen, zur Limburg und zum Breitenstein
Nun geht es zurück zur Kreuzung der Straße mit der Baumallee, welcher man nach rechts unten durch einige Serpentinen folgt. Schließlich wendet man sich nach links auf einen geschotterten Wiesenweg mit schönen Ausblicken über die blühenden Obstwiesen.
Bald trifft man auf die Teck-Zufahrtsstraße in einer Serpentine und folgt ihr wenige Meter abwärts. Ein Wiesenweg zweigt scharf rechts ab und biegt nach wenigen Meter links hinunter ab. Der Weg ist immer schlechter zu erkennen, bis er sich ganz verliert.
Kurz danach geht es links. Man muss unterhalb einer Bank entlang kommen, dann sieht man schon wieder einen Weg, der weiter durch die Streuobstwiesen führt. Noch einmal hält man sich an einer Gabelung rechts und erreicht schließlich wieder die Straße. Nach rechts sind es nur noch wenige Meter bis zum Ausgangspunkt.
Dauer: ca. 2,5 – 4 h
Länge: ca. 7 km
Anstiege: steil über die Schafweide zum Hohenbol
Höhenmeter: ca. 200 m Höhenunterschied
Download albtips-de-Owen-Hohenbol-Hoernle.gpx (.zip)
Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Vom Breitenstein zu Ruine Hahnenkamm, Burg Teck und Ruine Rauber (gelb)
Teck, Gelber Fels und ein alter Flugplatz (orange)
Maigrün am Heimenstein, Reußenstein und am Neidlinger Wasserfall (braun)

