Archiv der Kategorie: Spaziergänge

Spaziergänge auf der Schwäbischen Alb

Über den Albrand hinaus: Kirnbachtal und Olgahain im Naturpark Schönbuch

Bisher völlig zu unrecht vernachlässigt und jetzt endlich auch mal für albtips.de dokumentiert: eine kleine Tour beim Kirnbachtal im Naturpark Schönbuch.

An der L1208 zwischen Tübingen und Bebenhausen befindet sich rechts der Wanderparkplatz Kirnbach. Von dort folgt man dem Verlauf des Kirnbachtals bachaufwärts. Der Geologische Lehrpfad bietet spannende Informationen auf verschiedenen Tafeln am Wegesrand.

Nach ca. 1,5 km biegt man links ab und geht vom Tal hinauf zu einer verbuschten Fläche, auf der nur wenige hohe Bäume stehen – wieder mal eine Schneise, die einer der Orkane der letzten Jahre geschlagen hat. Oben angekommen wendet man sich auf den breiten, für den Naturpark Schönbuch typischen Waldweg nach links.

Nach einem knappen Kilometer durch den Wald sieht man rechts ein Schild, das auf den Olgahain hinweist. Dieses wildromantische Waldstück mit kleinen Feuchtgebieten, offen sichtbaren Gesteinsplatten und uralten Bäumen kann man auf alten, steinigen, teils recht verfallenen Pfaden und Treppen erkunden. Spaziergänger, denen dies zu unwegsam ist (Schwierigkeitsgrad: mittel), können einfach geradeaus (gelbe Variante in der Karte) weiter gehen, ansonsten zweigt man hier rechts ab und folgt dem schmalen Weglein leicht bergauf. Nach den Tümpeln steigt man eine Treppe hinauf, passiert eine Steinbank, geht noch ein paar Stufen hinauf und lässt dann die in einen Stein eingelassene Hinweistafel (s. kl. Foto) rechts liegen.

Ein schmaler Pfad führt am Hang entlang durch den Wald. Wenn die Bäume nicht so stark belaubt sind, kann man die Häuser Bebenhausens in der Ferne erkennen. Bei Erreichen eines breiten Waldwegs folgt man diesem nach links unten bis zum Ausgangspunkt.

Länge: ca. 5 km
Dauer: ca. 1,15 h
Anstiege: nur kurze Anstiege, insgesamt ca. 100 Höhenmeter

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Heute bin ich ja vielleicht ’nen Stiefel gelaufen:

Winterspaziergang zwischen Genkingen und Undingen

Dieser Winterspaziergang zwischen Genkingen und Undingen (Sonnenbühl) führt über hügelige Freiflächen und ist somit ideal für einen solch schneereichen Tag, an dem man die Wälder wegen Schneebruchgefahr am besten meidet.

Start ist am Parkplatz des Skilifts Genkingen. Von Genkingen (771 m ü. NN) her kommend wendet man sich nach links aufwärts auf ein schmales asphaltiertes Sträßchen, das nach einer Linkskehre parallel zur links unten liegenden Straße oberhalb der Häuser am Hang entlang führt.

Man bleibt stets gerdeaus auf diesem Weg bis zu einer Gabelung mit Bänkle, dort geht es nach rechts durch eine leichte Rechtskurve. Links oben sieht man schon eine Baumgruppe auf einer Anhöhe, dem Kirchberg. Nach einer leichten Linkskurve hält man sich links an einer hohen Heckenreihe bergaufwärts.

An der höchsten Stelle trifft man auf ein weiteres asphaltiertes Sträßchen, dem man nach links folgt. Es geht ein kurzes Stück durch Undingen, bis man der 3. Seitenstraße, dem Birkenweg, nach rechts oben folgt. Nun immer geradeaus bis zur Baumgruppe auf dem Kirchberg (819 m ü. NN).

Von dort wendet man sich leicht nach links und hält auf die Undinger Kirche zu. Beim Friedhof geht es rechts und so lange geradeaus, bis man außerhalb des Ortes auf einen Asphaltweg trifft. Dieser führt leicht bergauf zu dem Punkt, an dem man zuvor schon Richtung Undingen abgebogen war.

Nun geht man also nach links und bei einer Gabelung halbrechts in eine Senke. Unten folgt man dem Weg geradeaus weiter bis zum Wald. Man bleibt ein Stückchen am rechten Waldrand. Bevor man geradeaus in den Wald hineingehen würde, zweigt man rechts ab, ebenfalls in den Wald hinein. Dies ist das einzige kurze Waldstück dieser Runde, da man sich bei Schneebruchgefahr ja besser nicht so viel im Wald aufhalten sollte.

Schneemann auf der SkipisteKommt man aus dem Wald heraus, hält man sich am rechten Waldrand und folgt dem Weg, der gleichzeitig auch als Loipe genutzt wird – also möglichst immer neben der Loipe bleiben und nicht in ihr wandern.

Bei einer Gabelung kurz vor dem Ende der Baumreihen wählt man den linken Weg und kommt auf diesem über die Skipiste zurück zum Ausgangspunkt.

Länge: ca. 6 km
Dauer: ca. 1,45 h
Anstiege: kaum

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Wandervorschlag in der Nähe:
Rund um Öschingen: Kühles Loch, Rinderberg, Bolberg und Filsenberg

Durch Höllenlöcher zum himmlischen Aussichtspunkt Buckleter Kapf

Eine herbstliche Runde durch den langsam bunter werdenden Wald, am Albtrauf entlang, durch Höllenlöcher, ganz nah an einer Biosphärengebiets-Kernzone, mit einem ungewohnten Ausblick auf die Burgruine Hohenurach und einer schönen, weiten Aussicht auf das Albvorland rund um Metzingen.

Vom Wanderparkplatz am Ortseingang von Hülben (aus Richtung Urach kommend links) aus folgt man dem Asphaltweg mit Wegzeichen Rote Gabel über Felder und Wiesen.

Später im Wald, wo die Rote Gabel rechts abzweigt, bleibt man geradeaus auf dem Schotterweg durch den Wald. Nach einer Linkskurve geht man weiter leicht bergab. Dort, wo man auf den schmalen Waldweg am Albtrauf stößt, biegt man scharf rechts auf diesen Pfad ab und geht parallel zum Herweg an der links liegenden Albkante entlang. Gleich zu Beginn gibt es einen kleinen Aussichtspunkt mit Blick zu den Rutschenfelsen und zum Hohenurach.

Ab hier folgt man erneut stets dem Wegzeichen Rote Gabel leicht bergauf, immer am Albtrauf entlang. Links befindet sich eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, Hinweisschilder sind inzwischen angebracht worden. Manche alten Pfade hinunter nach Bad Urach sind noch erkennbar, aber sie werden nicht mehr gepflegt und dürfen auch nicht mehr begangen werden.

Kernzone Biosphärengebiet Schwäbische AlbIn den Kernzonen soll die Natur den Vorrang vor dem Menschen haben, es sollen keine Eingriffe durch den Menschen stattfinden. Daher darf man die Wege nicht verlassen und (wie sonst auch in der Natur) nichts mitnehmen, nichts da lassen, nichts kaputt machen. Ein UNESCO Biosphärenreservat ist übrigens nicht einfach eine weitere Form eines Naturschutzgebietes. Es ist eine Modellregion, in der in verschiedenen Zonen erprobt werden soll, wie Mensch und Natur voneinander profitieren können, ohne sich gegenseitig zu schaden. Daher hat in den (weitaus größeren) Entwicklungszonen weiterhin der Mensch den Vorrang, die Kernzonen machen nur 3% der Gesamtfläche aus, die Pflegezonen 10%.

Bald schon sieht man, wie sich die im wahrsten Sinne die Erde auftut. Immer größere Spalten zeigen sich am Wegrand. Die sogenannten Höllenlöcher entstehen, wenn der Albrand im Zeitlupentempo abrutscht. Ein kurzes Stück kann man direkt durch so eine Felsspalte wandern oder oben auf dem parallel verlaufenden Weg bleiben.

Kurz danach macht der Wanderweg einen Rechts-Links-Schwenk. Leider fehlt hier eine Rote Gabel, aber dafür weißt ein Kernzonen-Schild darauf hin, dass es nicht geradeaus weitergehen kann. Man wandert nun immer weiter an der Albkante entlang bis zum Buckleter Kapf, einem schönen Aussichtspunkt über dem Ermstal mit Blick hinab nach Metzingen, zum Weinberg und weit ins Albvorland.

Man dreht der Aussicht den Rücken zu und wählt den mittleren Weg in den Wald hinein. Auf diesem Schotterweg wandert man geradeaus, dann leicht links – von rechts kommt ein Weg dazu – und bei einer Kreuzung weiter geradeaus. Nach der Lichtung geht man vor dem Waldrand rechts auf einen Wiesenweg und kurz danach in den Wald.

Nach dem Wald bleibt man nah am linken Waldrand, bis der Weg wieder in den Wald hinein führt. Wenn man erneut aus dem Wald herauskommt, sieht man über die Häuser von Hülben. Es ist nicht mehr weit bis zur Straße, wo sich rechts der Ausgangspunkt befindet.

Länge: ca. 7 km
Dauer: ca. 2 h
Anstieg: leichter Anstieg am Albtrauf entlang

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Sportliche Variante:
Wanderung Nr. 3 ab Bad Urach im Wanderbüchlein Wandern in und um Bad Urach
oder in der Mythos Schwäbische Alb App

Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen, um sie zu sehen)
Zwei lange Täler, hinauf zum Lauereckfels und am Heidengraben entlang (braun)
Hoch über Bad Urach am Felstrauf entlang und zur Wassersteinhöhle (gelb)