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Spazierrunde um den Glemser Stausee

Nur mal kurz raus, eine Runde drehen, abschalten: Das kann man besonders gut am Glemser Stausee – in wunderschöner Kulisse mit dem Albtrauf, den Kalkfelsen, zwischen Wald und Streuobstwiesen.

Man startet am Stausee-Parkplatz an der L380a zwischen Glems und Eningen. Daneben gibt es als Einkehrmöglichkeit das Stausee-Hotel, das auch Biosphärengastgeber ist.

Der rechte Asphaltweg führt bergab und vorbei an Streuobstwiesen. Bald darauf hält man sich links, spaziert über die Dammkrone des Stausees und in den Wald hinein. 370 Meter nach dem Waldrand hält man sich links und nach 70 weiteren Metern nochmals halblinks (nicht scharf links).

Auf dem Waldweg kommt man zu einem Überweg über den Stausee, bei dem es auch eine Fischtreppe gibt. Eine Infotafel gibt Auskunft über die Fischarten im Vorbecken.

Kurz darauf erklärt eine weitere Infotafel, welche Reptilien, Amphibien, Insekten und Pflanze im Feuchtbiotop Greuth zuhause sind.

Beim Umspannwerk geht es links und am Ufer des Sees kommt man zum Asphaltweg zurück, dem man nur kurz nach rechts oben bis zum Ausgangspunkt folgen muss.

Länge: 2,5 km
Dauer: 45 min
Anstiege: keine nennenswerten
Variante: der offizielle Stausee-Rundweg führt direkt nach der Dammkrone auf schmalem Pfad nach links steil hinauf und wieder hinunter zur Fischtreppe

Download albtips-de-Glemser-Stausee.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Auf dem Glemser Birnenerlebnisweg

Auf Streifzug durch die Nebelhöhle und Streuobstwiesen mit SWR4 Radio Tübingen

Der Winter neigt sich dem Ende zu – auch markiert durch die Fasnet – und bald öffnen die ersten Tropfsteinhöhlen der Schwäbischen Alb wieder für Besucher: Zu Beginn bietet sich ein Streifzug durch die Nebelhöhle an, da sie schon ab März wieder begehbar ist.

Zusammen mit SWR-Reporter Peter Binder, dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Unterhausen Alfons Reiske, dem Naturschutzwart des Albvereins Unterhausen Peter Haag sowie dem Nebelhöhleführer Kuno Wanderer aus Genkingen ging es auf eine spannende Wanderung zu den Highlights der geplanten, sehr abwechslungsreichen Streuobstwiesen- und Höhlenwanderung, die von Unterhausen aus geplant ist.

Dank der sehr fachkundigen Führung konnten wir die Nebelhöhle vom inzwischen verschlossenen, alten Eingang unterhalb des Nebellochs her erkunden – und zwar historisch-chronologisch so, wie die Höhle einst entdeckt wurde. Schon auf dem Weg zum Nebelloch gab Kuno Wanderer die erste, überwiegend unbekannte Sage über das „Teufelsfenster“ in einem markanten Felsen am Wegesrand zum Besten.

Die Mutigen stiegen wenige Schritte steil hinauf zum Nebelloch. Weil dort an sehr kalten Tagen Nebel aufsteigt, entstanden vor vielen Jahrhunderten zunächst wilde Geschichten, doch dann wurde die alte Nebelhöhle entdeckt. Sie liegt auf Lichtensteiner Gemarkung. Als wir in die Höhle hineingingen, konnten wir das Entdeckerloch auch von unten sehen. Beim Gang durch die verschiedenen Höhlenhallen und -gänge reisten wir durch die Jahrhunderte, in welchen diese erforscht wurden.

Als Besonderheit gibt es im Moment einige Fledermäuse zu sehen, die sich noch im Winterschlaf befinden. Wir haben sie auch nicht weiter gestört. Schon auf Sonnenbühler Gemarkung angekommen, konnten wir lernen, dass die auf 450 Meter begehbare Tropfsteinhöhle auch akustische Effekte zu bieten hat.

Daraufhin erklommen wir die vielen Stufen zum heutigen Ein- und Ausgang, spazierten bei traumhaftem Vorfrühlingswetter zum Nebelhöhlefels und genossen die Aussicht ins Reißenbachtal. Der Blick über die große Wacholderheide Wonhalde war wie immer faszinierend.

Schließlich ging es noch hinab ins Tal zur Reißenbachquelle und durch die Streuobstwiesen, die vom Obst- und Gartenbauverein Lichtenstein-Unterhausen hergerichtet wurden und weiterhin gepflegt werden. Schon bald im Frühling werden sich die unzähligen Obstbäume mit Millionen Blüten in ein wahres Streuobstparadies verwandeln. Ein bedrohtes Paradies, so lange sich nicht wieder viel mehr begeisterte Obstwiesenbesitzer finden.

Diese wunderbar vielseitige Landschaft mit Wald, Wacholderheiden, Streuobstwiesen und Karstphänomenen am Trauf der Schwäbischen Alb lädt zu jeder Jahreszeit zum Wandern ein und bietet stets neue Ein- oder Ausblicke.

Die Nebelhöhle ist von März bis November geöffnet. Besonders empfehlenswert – gerade auch für Menschen, die die Höhle schon lange kennen – sind die Sonderführungen. Bei jeder kann man noch neue Aspekte der Unterwelt entdecken. Wandergruppen, die sich rechtzeitig anmelden, können auf Anfrage vom heutigen Eingang her durch die Nebelhöhle spazieren, zum alten Eingang hinaus und dort weiter wandern.

Sendetermin des Radiobeitrags:
Mittwoch 22.02. oder Donnerstag, 23.02.2017, 16-17 Uhr
Audios des Radio-Streifzugs durch die Nebelhöhle

Firstwaldrunde am Früchtetrauf

Ein neuer Premiumwanderweg – die Firstwaldrunde – verläuft zwischen zwischen Nehren, Öschingen und Mössigen. Er wurde am 20. April 2017 eröffnet. Mit GPX-Track konnte man den abwechslungsreichen Wegverlauf im Tübinger Albvorland auch vorher schon finden, mit Premium-Beschilderung müsste es jetzt ganz einfach sein.

Start der Tour ist an der Freizeitanlage Schwanholz, die von der Hauptstraße durch Nehren ausgeschildert ist. Es kann sein, dass bestimmte Navi-Systeme die Besucher von Gomaringen her auf einen für den Autoverkehr gesperrten Schotterweg leiten möchten, also bitte zuerst nach Nehren fahren und dann den Wanderparkplatz suchen.

Vom Parkplatz aus geht man – die Grillhütte im Rücken – nach Norden auf den Schotterweg. Nach einer Linkskurve biegt man rechts ab, kurz darauf beginnt ein Lehrpfad, auf dem man jeden Baum des Jahres seit fast 30 Jahren erkunden kann. Im Winter ist es eine besondere Herausforderung, Bäume ohne Laub zu erkennen – zum Glück gibt es für alle je eine Infotafel. Der Baum des Jahres 2017, die Fichte, fehlt aktuell noch.

Man folgt dem Lehrpfad weiter und zweigt direkt vor dem NaBu-Haus rechts ab. Dort kann wer will einen Barfußpfad erleben.

Nun steigt man auf dem breiten Waldweg sanft bergan, biegt nach gut 700 m rechts auf einen breiten Waldweg ab und nach weiteren 100 m erneut rechts auf das mit einem Holzschild gekennzeichnete Jägerwegle. Es führt mehr oder weniger geradeaus durch den Wald, so wie der Jäger vermutlich einst den direkten Weg wählte – zunächst als Pfad, dann kurz als breiterer Weg (Abzweigung nach rechts ignorieren).

Bald muss man ein paar Schritte nach rechts zu einem Bänkle machen, um zu sehen, wo es weiter geht, nämlich über eine kleine Mini-Schlucht, über die Feuerwehr und THW eine neue Holzbrücke gebaut haben. Bald darauf kommt man zu einer zweiten Holzbrücke und dann zu einer Kreuzung, an der man den breiten Waldweg halblinks hinauf wählt.

Nach einer Rechtskurve nimmt man geradeaus wie so oft auf dieser Tour den weniger offensichtlichen Weg. Kurz darauf hält man sich an der Gabelung rechts und folgt dem schmaleren Pfad, der als Jägerwegle über Holzstege und Holzplanken noch ein wenig geradeaus weiter bis zum Rastplatz Dicke Eiche führt. Leider ist von dem namengebenden Baumkoloss nichts mehr zu sehen außer ein paar Bildern auf der Infotafel. Er muss tatsächlich ein sehr beeindruckender Gigant gewesen sein – wobei die ältere der Tafeln das Alter auf 600 Jahre und das Fassungsvermögen des Stammes auf 20 Personen schätzt, die jüngere auf bis zu 1000 Jahre und bis zu 36 Menschen. Jägerlatein passt ja ganz gut zum Jägerwegle.

Mit oder ohne Stärkung geht man geradeaus weiter und steigt nun gut steil 90 Höhenmeter in Serpentinen den Berg hinauf. Der Waldweg ist aktuell nicht so schön, da er frisch „planiert“ ist. Vielleicht soll er noch geschottert oder anderweitig befestigt werden?! Oben angekommen genießt man vom Waldrand einen schönen Blick zum Albtrauf oberhalb Öschingen. Man hält sich rechts und sucht den schmalen Pfad im Wald parallel zum Waldrand. Am Wegesrand sieht man einige gut erhaltene Grenzsteine sowie interessante alte Bäume.

Aktuell kommt man zu einer Stelle, an der Bäume quer liegen. Direkt davor soll es links und dann im Zickzack hinauf gehen, der Pfad ist aber momentan sehr schwer zu erkennen. Dies wird sicher noch gut beschildert werden. Man überquert den Asphaltweg und steigt sehr steil auf einem Wiesenweg bergab, danach wendet man sich nach links. Man spaziert leicht bergab durch die Streuobstwiesen, die sich im Frühling in ein sehr sehenswertes Blütenparadies verwandeln werden oder im Sommer bzw. im Herbst in einen „Früchtetrauf“.

Nach gut 500 m zweigt man scharf rechts ab und geht lange geradeaus bis in den Wald hinein. Direkt nach einer Rechtskurve führt ein unscheinbarer Pfad links hinab. Aktuell ist dort der Wegverlauf schwer erkennbar, aber man sieht rechts unten im Wald einen kleinen Holzsteg, zu dem man in Serpentinen hinab gelangt. Dort soll wohl bis April noch der Rastplatz Laferwald entstehen. Auf der Wiese hält man sich links und spaziert an deren rechtem Rand entlang, dann geradeaus weiter auf dem breiten Feldweg, an der T-Kreuzung rechts und vor dem Waldrand links kurz bergauf.

Man kommt an einigen Gütle vorbei, steigt ein paar Meter geradeaus einen Asphaltweg hinauf und wendet sich erneut nach links. Vom Weg auf halber Höhe erblickt man links über dem Albtrauf ein paar Zinnen der Burg Hohenzollern – zumindest im Winter sind sie zu erkennen. Nach einer Linkskurve zweigt man rechts ab und kurz darauf hält man sich an der Gabelung nochmals rechts. Nach einer Aufforstung wendet man sich bei der T-Kreuzung nach rechts und hinter der Linkskurve biegt man links auf einen schönen Waldweg ab. Danach geht es am Waldrand entlang und schließlich rechts zur Grillhütte an der Freizeitanlage Schwanholz. Links über die Wiese erreicht man den Parkplatz.

Offizielle Infos: www.firstwaldrunde.de

Länge: 9.9 km
Dauer: 3 h
Anstiege: 250 Hm
(100 Hm gut steil ab „Dicke Eiche“)

Download albtips-de-Nehren-Firstwaldrunde.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe: (Karte auszoomen)
Rund um die Olgahöhe und den Panoramaweg Streuobst bei Mössingen (orange)
Streuobstwiesen zwischen Talheim und Farrenberg (gelb)
3Fürstensteig: Alles Premium?! (lila)
Von Öschingen zu Filsenberg und Bolberg (braun)
Frühlingsnebel am Filsenberg, Riedernberg und Kirchkopf (lachsfarben)
Wiesaztal, Gönninger Seen und Rossfeld (blau)
Die Bronnweiler Friedenslinde und der höchste Weihnachtsbaum Deutschlands (rot)
Tour 2: Talheimer Bergrutsche