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Auf dem Hohenwittlingensteig

Der kürzeste ist zugleich auch der sportlichste unter den neuen Grafensteigen in Bad Urach: der Hohenwittlingensteig. Hier hat alles weniger als knöchelhohe Wanderstiefel nichts zu suchen. Zwei steile Anstiege sowie querliegende Baumstämme sind zu überwinden. Belohnt wird die Anstrengung mit einer Tour zu beeindruckenden Felswänden, zu einer Burgruine mit toller Aussicht und zu einer wilden Höhle, für die man eine gute Taschenlampe benötigt.

Die Tour startet am Wanderparkplatz Hohenwittlingen, den man von Bad Urach-Wittlingen der Beschilderung Richtung Hohenwittlingen folgend erreicht.

Durch Streuobstwiesen und durch den Wald geht es los, dann folgt ein längerer Abstieg auf breiten Wald- und Schotterwegen. Bei einem markanten Felsen links oberhalb des Wegs zweigt ein Pfad rechts ab und man steigt steil zum Gespaltenen Fels hinauf.

Weitere beeindruckende Felsformationen säumen den Weg am Rand einer Kernzone und schließlich erreicht man die Albkante, an der man nach links entlanggeht bis zur Ruine Hohenwittlingen. Von dort genießt man einen wunderbaren Blick über das Ermstal, hier auch Seeburger Tal genannt.

Kernzone Biosphärengebiet Schwäbische AlbIn den Kernzonen soll die Natur den Vorrang vor dem Menschen haben, es sollen keine Eingriffe durch den Menschen stattfinden. Daher darf man die Wege nicht verlassen und (wie sonst auch in der Natur) nichts mitnehmen, nichts da lassen, nichts kaputt machen. Ein UNESCO Biosphärenreservat ist übrigens nicht einfach eine weitere Form eines Naturschutzgebietes. Es ist eine Modellregion, in der in verschiedenen Zonen erprobt werden soll, wie Mensch und Natur voneinander profitieren können, ohne sich gegenseitig zu schaden. Daher hat in den (weitaus größeren) Entwicklungszonen weiterhin der Mensch den Vorrang, die Kernzonen machen nur 3% der Gesamtfläche aus, die Pflegezonen 10%.

Von der Ruine aus muss man erneut über urige Treppen hinab zur Schillerhöhle, die man leicht übersieht. Die wilde Höhle ist zum Schutz überwinternder Tiere nur von April bis Oktober geöffnet. Taschenlampe nicht vergessen!

Auf dem schmalen, gewundenen Pfad steigt man unter hohen Felsen weiter bergab, bis man rechts über eine kleine Brücke in die Wolfsschlucht abzweigt. In die querliegenden Baumstämme wurden Kerben für Hände und Füße hineingeschlagen, dennoch muss man einen sehr großen Schritt machen können, um sie zu überwinden. Nach der Schlucht geht es auf breiten Wanderwegen zurück zum Wanderparkplatz.

Die Beschilderung ist durchweg gut, so dass man ohne große Vorbereitung einfach loswandern kann. Die Wege wurden nach langer Trockenheit von ein wenig Regen heute noch nicht rutschig oder matschig, sondern waren größtenteils angenehm zu gehen.

Alle Infos und Downloads zum Hohenwittlingensteig gibt es auf badurach-grafensteige.de.

Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 7: Wolfsschlucht, Hohenwittlingen und Seeburger Tal
Urgeschichtepfad Rulamanweg und ein Wasserfall am Ende der Wolfsschlucht
Goldener Oktober rund um Schillerhöhle, Hohenwittlingen und Ruine Baldeck

Eselsburger Tal – mal ohne steinerne Jungfrauen

Das Eselsburger Tal ist nicht nur für die Steinernen Jungfrauen bekannt, sondern auch für die große Anzahl an Märzenbechern. Zur Zeit der Blüte lohnt sich ein Ausflug ins Eselsburger Tal also auf jeden Fall.  Die Stadt Herbrechtingen bietet auf ihrer Webseite zur Zeit der Märzenbecherblüte aktuelle Infos: http://www.herbrechtingen.de/kultur-freizeit/eselsburger-tal/maerzenbecher.html

Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz oberhalb des Eselburger Tals an der B19 in Richtung Dettingen.  Wir starten dort und folgen der Beschilderung für den Rundweg 3 an der Spitzbubenhöhle vobei hinunter zur Brenz. Unser Weg wird umsäumt von vielen Märzenbechern.

Im Tal angekommen folgen wir der Beschilderung für unseren Rundweg indem wir uns für den linken Weg entscheiden. Neben unzähligen Feldern von Märzenbechern führt unser Talweg in Richtung Anhausen. Auf beiden Seiten des Weges befinden sich zahlreiche Felsen, darunter auch der mächtige Falkenstein, den wir noch auf unserem Rückweg oberhalb unseres aktuellen Weges erkunden werden.

Ausblick vom Falkenstein

Angekommen in Anhausen wählen wir einen auf den ersten Blick eher unscheinbaren, aber ausgeschilderten, Pfad, der uns am Anfang ein Stück bergan auf unseren Rückweg führt. Da wir uns nun paralell zu unserem Hinweg befinden, können wir die Aussicht auf das Eselsburger Tal und die Märzenbecher von oben genießen.  Angekommen an der Domäne Falkenstein können wir vom Felsen, auf dem sich einst eine Burg befand, einen herrlichen Ausblick auf das Tal genießen bevor wir unseren Kurs zurück zum Parkplatz fortsetzen.

Blautopf, Blaufels und Rusenschloss

Erstaunlich, wie blau die tiefe Karstquelle auch an trüben Tagen leuchtet. Rund um Blaubeuren ist der Karst dermaßen durchlöchert, dass selbst spannende Höhlen oder Felsbögen keinen erkennbaren Namen haben.

Start ist am P+R beim Bahnhof Blaubeuren. Über die langgezogene Karlstraße und die Straße „Auf dem Graben“ gelangt man zum Kloster Blaubeuren und zum Blautopf (513 m ü. NN). Direkt von der westlichen Seite des Quelltopfs aus führt ein schmaler Pfad durch den Wald hinauf zur Sonderbucher Steige, welcher man ein kurzes Stück nach links leicht bergab folgt.

Dort, wo von links aus dem Ort Treppen herauf führen, geht halbrechts ein schmaler Pfad hinauf. Man folgt dem ab und zu vorhandenen Wanderzeichen Gelbes Dreieck. Der hier im GPX-Track eingezeichnete Wegverlauf ist nicht der einzig mögliche, auch links oder rechts davon kommt man auf den Blaufels (654 m ü. NN) hinauf.

Blauhäldele BlauhäldeleNun geht es noch ein wenig hinauf und dann dem Wanderzeichen Rote Gabel folgend immer an der Hangkante entlang durch das Blauhäldele, das Landsitzle, an Suppingen und an einem Kriegsdenkmal vorbei.

Kurz danach wechselt man auf den Weg mit Wanderzeichen Rote Raute, bleibt aber weiter an der Hangkante oberhalb von Blaubeuren bis man am Knoblauchfelsen (den man aus Naturschutzgründen nicht betreten soll) vorbei zum Rusenschloß (Ruine Hohengerhausen) kommt. Die Ruine selbst kann man begehen und den schönen Blick von oben genießen, doch die Große Grotte unterhalb ist derzeit abgesperrt. Der gesamte Bereich soll in nächster Zeit gesichert werden, um ihn später wieder begehbar machen zu können.

Der Pfad führt nun im Zick-Zack durch den Wald hinab. Rechts des Wegs befindet sich eine schöne Felsformation mit Höhlenlöchern, die Kleine Grotte oder Kleine Rusenschloßhöhle. Sie ist frei zugänglich und kann erkundet werden.

Am Blautopf Am Blautopf

Unten im Tal angekommen spaziert man über den Rusensteg über die Blau zurück zum Bahnhof Blaubeuren. Von der blauen Brücke aus bietet sich ein schöner Blick hinüber zum Rusenschloss.

Länge: 7,3 km
Dauer: 2,5 h
Auf/Ab: ca. 240 Höhenmeter

Download albtips-de-Blautopf-Rusenschloss.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 30: Sontheimer Höhle, Küssende Sau und Blautopf
Ganz schön blau: Von Blaubeuren zu Blautopf, Blauberg und Blaufelsen