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Herbst am Albtrauf

Mal wieder in die Wolfsschlucht, aber der Rulamanweg gesperrt. Also startete ich einen Parkplatz weiter oben im Seeburger Tal, beim Geschlitzten Fels und ging die paar Meter hinauf zum Hohenwittlingensteig.

Eins vorweg: die Abschnitte des Hohenwittlingensteigs, auf denen man einem schmalen Zick-Zack-Pfad am Hang folgen muss, sind derzeit keinesfalls zu empfehlen. Sie sind einfach zu matschig, rutschig und dadurch teils gefährlich. Die Menge der Leute, die diesen Premiumweg nun abnutzen, verbessert nicht dessen Begehbarkeit.

Nach dieser Erfahrung beim Aufstieg am Geschlitzten Fels habe ich mir nach Besuch der Ruine Hohenwittlingen den Abstieg zur Schillerhöhle gespart und bin lieber vom Hohenwittlingen-Parkplatz aus ein gut begehbares Stück in die Wolfsschlucht runter und auf gleichem Wege wieder zurück. Dort musste zwischenzeitlich schon eine Metalltreppe aufgestellt werden, da der Serpentinenpfad schon zertrampelt ist.

Beim Rückweg bin ich ebenfalls auf den geschotterten Waldwegen geblieben statt des steilen Waldwegs, der eventuell ebenfalls rutschig ist.

Goldener Oktober

Eine der vier schönsten Jahreszeiten auf der Schwäbischen Alb: der Goldene Oktober!
Spazier- und Wandertipps dazu: www.albtips.de/tag/goldener-oktober

Auf jedem der Traifelbergfelsen genießen Menschen den Goldenen Oktober Auf jedem der Traifelbergfelsen genießen Menschen den Goldenen OktoberFoto vom 12. Oktober 2014

Buchtipp: Kletterführer Lenninger Alb (Panico Verlag)

Die vollständig überarbeitete Neuauflage des Kletterführers Lenninger Alb – über DAS Haus-Klettergebiet des in Köngen ansässigen Panico Verlags – ist Ende Juni 2014 erschienen. Panico ist Mitveranstalter des volltrauf-Klettertreffens, welches jährlich auf der Schopflocher/Lenninger Alb stattfindet und somit der Experte für die dortigen Felswände. Das sehr informative und schön bebilderte Buch ist aufgebaut wie der Kletterführer Uracher Alb. Weitere Werke: „Best of Schwäbische Alb“, „Donautal“, „Ostalb“ und „Blautal“.

Das ist nun quasi die Mutter aller Panico-Führer – mit ihm fing 1980, alles an. Die Lenninger Alb ist von Stuttgart aus der am schnellsten erreichbare Teil der mittleren Alb – und entsprechend beliebt: Reußenstein und Kesselwand mit zusammen fast 300 Routen gehören definitiv zu den Topspots der Schwäbischen Alb. Doch das Gebiet hält noch weitere, teils kleine, aber feine schwäbischen Spezialitäten bereit, die zu verkosten es sich durchaus lohnt. Da wären zum Beispiel die Parkplatzfelsen bei der Burg Hohenneuffen, berühmt für ihren fast nicht wahrnehmbaren Zustieg und die leichten Anfängerrouten. Der Große Friedrichsturm ist mit seinen langen Sportkletter-Klassikern Pflicht für jeden ernsthaften Septogradisten, bei den ruhig gelegenen Tobelfelsen entschädigen großzügige, teilweise alpin angehauchte Routen für den langen Zustieg. Und wer den Normalweg am Gelben Fels noch nicht im Tourenbuch stehen hat, darf ohnehin nicht behaupten, auf der Schwäbischen Alb geklettert zu sein. A propos schwäbische Spezialitäten: Der Senioren-Wurstsalat im Löwen in Dettingen sucht seinesgleichen.

Kletterführer Lenninger AlbKletterführer Lenninger Alb. Von der Kesselwand bis Katzenfels, vom Wielandstein zum Wurstsalat. Da lacht das Herz des kletternden Schwaben. Sportklettern auf der Schwäbischen Alb.

Achim Pasold, Ronald Nordmann
Kletterführer Lenninger Alb
Panico Alpinverlag
Broschiert, 208 Seiten
8. Auflage (Juni 2014)
ISBN-10: 3956110021
ISBN-13: 978-3956110023