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Ruine Hohenwittlingen im Seeburger Tal

Seit unserem ersten Besuch der Ruine Hohenwittlingen vor genau 10 Jahren waren wir noch oft dort, weil sie einfach ein wunderschöner Ort mit herrlichem Blick ins Seeburger Tal ist. Die Baldeck-Wanderung weiter am Albtrauf bietet noch mehr schöne Eindrücke.

Diese schöne, kurze Wanderung startet am Wanderparkplatz Hohenwittlingen, den man vom Uracher „Stadtteil“ Wittlingen aus erreicht (ausgeschildert). Er ist auch Startpunkt eines Premiumwanderwegs, daher ist an schönen Sonntagen mit entsprechend viel Andrang zu rechnen.

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Auf dem Sträßchen spaziert man am Hofgut Hohenwittlingen vorbei, dann etwas bergab und schließlich rechts durch den Burggraben. Links herum erreicht man die Ruine Hohenwittlingen, von der sich schöne Blicke ins Seeburger Tal bieten.

Man kehrt durch den Burggraben zurück zur Kreuzung und wählt dann den Weg mit dem Wanderzeichen Gelbe Gabel. Für eine Weile wandert man auf dem Premiumwanderweg Hohenwittlingensteig. Rechts bieten sich etwa vom Buckfelsen erneut schöne Ausblicke ins Tal.

Fotos vom 29. Oktober 2011

Ab der großen Kreuzung mit zwei Bänken verlässt man den Premiumweg und nimmt den grob geschotterten Waldweg geradeaus. Bald quert man den Hohenwittlingensteig und wählt den schmalen Pfad geradeaus, der gleich eine Rechtskurve macht. Oben nach einer Linkskurve kommt man zum Abzweig bei der Ruine Baldeck. Laut Karten liegen Weg und Burg außerhalb der Kernzone des Biosphärengebiets, aber es hängt dennoch ein Verbotsschild am Baum.

Kernzone Biosphärengebiet Schwäbische AlbIn den Kernzonen soll die Natur den Vorrang vor dem Menschen haben, es sollen keine Eingriffe durch den Menschen stattfinden. Daher darf man die Wege nicht verlassen und (wie sonst auch in der Natur) nichts mitnehmen, nichts da lassen, nichts kaputt machen. Ein UNESCO Biosphärenreservat ist übrigens nicht einfach eine weitere Form eines Naturschutzgebietes. Es ist eine Modellregion, in der in verschiedenen Zonen erprobt werden soll, wie Mensch und Natur voneinander profitieren können, ohne sich gegenseitig zu schaden. Daher hat in den (weitaus größeren) Entwicklungszonen weiterhin der Mensch den Vorrang, die Kernzonen machen nur 3% der Gesamtfläche aus, die Pflegezonen 10%.

Also spart man sich den steilen Abstieg zum sogenannten Mörderschlössle und steigt stattdessen links hinauf. Der Weg führt über einen breiten Grat mäßig steil bergan. Immer geradeaus passiert man zwei Hütten, dann kommt eine Linkskurve und es geht wieder geradeaus über eine Kreuzung hinweg.

Der Weg führt aus dem Wald und man genießt die schöne Aussicht über Wiesen zur Ruine Hohenwittlingen und zu den Felsen am gegenüberliegenden Albtrauf. Unten am vom Hinweg bekannten Sträßchen ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz Hohenwittlingen.

Fotos vom 1. November 2007

Ganz in der Nähe bietet sich ein echtes Kleinod zur Einkehr an: das Café Schlössle am Ortseingang von Seeburg.

Länge: 6,7 km
Dauer: 2,5 h
Höhenunterschied: 120 m

Download albtips-de-Hohenwittlingen-Buckfelsen-Baldeck.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Goldener Oktober rund um Schillerhöhle und Hohenwittlingen (hellgrün)
Muttertagswanderung 2017 zum Fischerbrunnen und zur Schwende (gelb)
Felsen über dem Seeburger Tal und der unbekannte Wasserfall bei Urach (orange)
Urgeschichtepfad Rulamanweg und ein Wasserfall am Ende der Wolfsschlucht (braun)
Durch das Auental zu einem Felsbogen, vorbei an Albbüffeln und Wild (lila)
Auf dem Hohenwittlingensteig
Tour 7: Wolfsschlucht, Hohenwittlingen und Seeburger Tal

Mit dem Muli am Albtrauf

Ein 4-tägiger Wanderritt mit einem Muli am Albtrauf – etwas Schöneres konnte es an diesem ersten, wunderbar sonnigen Mai-Wochenende kaum geben.

Am ersten Tag ging es in Mehrstetten los für uns sechs Mitreiterinnen und Rittführerin Julia Krüger. Mit 5 Maultieren und 2 Pferden starteten wir den Wanderritt unter sagenhaft blauem Himmel. Im Wald hingegen leuchtete das frische Grün fast unwirklich, aber viele Obstbäume waren auf der Schwäbischen Alb noch fast kahl. Nach der Picknickpause mussten wir die Landstraße überqueren und dabei ganz schön lange warten, bis der Himmelfahrts-Ausflugsverkehr eine Lücke dafür ließ. Immer wieder genossen wir weite Blicke über die Kuppenalb, die unseren tierischen Begleitern einige Höhenmeter abverlangten. Abends kamen wir am Birkenhof an. Die Reittiere durften auf die große Koppel, wir genossen einen schönen Abend in der Wanderreitstation.

Nach einer erholsamen Nacht im Schlafsack begrüßte uns der Tag zunächst mit Nebel, der sich aber schnell verzog. Beim Losreiten strahlte die Sonne wieder vom blitzeblanken Himmel. Die Tour ging Richtung Albtrauf zu den Rutschenfelsen oberhalb von Bad Urach, wo sich erwartungsgemäß viele Radler und Wanderer tummelten. Picknick gab es am Fischerbrunnen und bei der folgenden schönen Etappe bot sich uns die Gelegenheit, in die Erms hinein zu reiten. Glücklicherweise ließen sich unsere Mulis und Pferde überzeugen, die Erfrischung zu genießen. Durch die kühle Trailfinger Schlucht und unter wunderbar erblühten Birnenbäumen erreichten wir das Hofgut Uhenfels. Es war warm genug für Kaffee, Rhabarberkuchen und Abendessen unter der großen Kastanie im Hof. Die Ferienwohnungen liegen direkt neben dem Stall und wir konnten aus dem Fenster nach den Tieren schauen.

Am dritten Tag besuchten wir die Ruine Hohenwittlingen, ritten auf und ab durch Wald, Felder und Streuobstwiesen, durch Orte und am Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes vorbei. Die Pause war wunderbar erholsam unter hohen Bäumen. Ein paar Wölkchen sorgten am Nachmittag für ein wenig Schatten. Wir passierten Schafe, einzelne Freizeitsportler und sogar einen Sternguckerplatz mit Infotafeln zum sichtbaren Nachthimmel bei Zainingen. Abends erreichten wir Feldstetten. Die Tiere mussten in Boxen übernachten und zwei davon sogar im Stall nebenan. Die beiden Pferde „telefonierten“ eine Weile lautstark miteinander, beruhigten sich aber bald. Wir Reiterinnen genossen den Abend beim Biosphärengastgeber.

Der vierte Tag war ebenso schön wie die drei zuvor. Kein Wölkchen am Himmel – zunächst. Durch das idyllische Tiefental und das sanft-grüne Eistal kamen wir dem Ausgangspunkt der Tour näher. Das von den Pferden und Mulis vorgelegte Tempo war deutlich höher als zuvor. Man spürte, dass sie nach Hause wollten. Noch einmal machten wir Picknick am Waldrand, ab und zu kamen Radler vorbei. Beim Weitereiten sahen wir im Süden noch weit weg eine Wolkenwand. Kurz bevor wir den heimatlichen Stall erreichten, hatten sich die Wolken bis zu uns ausgebreitet. Doch wir blieben trocken und die Sonne kam bald auch wieder hervor. Die Herde durfte gemeinsam auf die Koppel. Ein letzter Blick und unsere Wege trennten sich wieder. Nach Kaffee und Rhabarber-Eis in der Sonne verabschiedeten wir uns. Es war ein traumhaft schöner Wanderritt bei bestem Wetter. Wir alle hatten noch den Regentag bei Wald, Wacholder, Wasser in Erinnerung. Es war ebenfalls ein schöner, ereignisreicher Ritt, jedoch auch ein ziemlich nasser 😉

Meine Erfahrungen mit dem neuen Muli Nele könnt ihr auf maultierblog.de nachlesen.

Vielen Dank an alle!
Rittführung: www.albmuli.de
St. Johann: Birkenhof
Bad-Urach: Hofgut Uhenfels
Feldstetten: Lindenhof

Auf dem Rulamanweg zur Hohenwittlingen

Eine familientaugliche Wanderung für Kinder, die lieber kraxeln als wandern – da fiel mir der Rulamanweg durch die Wolfsschlucht ein. Ein kleines Picknick in der Sonne auf der Ruine Hohenwittlingen und dann am Albtrauf mit beeindruckenden Felsen zurück.

Noch ein traumhafter Tag zum Wandern, bevor bald vielleicht doch noch ein Wintereinbruch kommt. Auf dem Rulamanweg war es noch sehr frisch, keine Sonne dringt derzeit in das enge Tal. Aber beim Aufstieg wird einem schön warm.

Nach der Brücke wird der Pfad durch die Wolfsschlucht schmaler und steiler. Über Baumstämme muss man klettern – die Kinder passen drunter durch. Wasser gibt es derzeit leider keines auf den Kalksinterterrassen oder in dem kleinen Wasserfall. Die Felsen sind allerdings auch so sehr beeindruckend. Die Treppen, dann eine Leiter und einen Zick-Zack-Pfad hinauf.

Die Kinder erkennen die Fortführung des schmalen Pfads sofort, den ich eigentlich gemütlich umgehen wollte. Also alle hinterher, manchmal unter Zuhilfenahme der Hände. Oben gleich nach rechts. Die Schillerhöhle lassen wir heute mal rechts liegen, denn sie ist im Winter ohnehin geschlossen. Im 1878 erschienenen Roman „Rulaman“ von David Friedrich Weinland wird sie Tulkahöhle genannt.

1856 entdeckte man das erste Neandertaler-Skelett. Damals gab es ein großes Interesse an Ur- und Frühgeschichte. Der Naturforscher und Schriftsteller Weinland flocht in seinen Jugendroman viele Aspekte der Stein- und Bronzezeit ein. Der junge Titelheld und Häuptlingssohn „Rulaman“ erlebt dabei viele Abenteuer als steinzeitlicher Jäger. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass 1859 Charles Darwins „The Origin of Species“ erschienen war. Weinland war nicht unbeeinflusst vom Zeitgeist, so findet man immer wieder rassische und nationalistische Untertöne. Nach 1945 erschienen teils bereinigte Fassungen. Für viele Jugendliche im Südwesten gehört das Werk zur Standardliteratur.
Quellen: wikipedia.de, Reutlinger General-Anzeiger sowie Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte — 14 (2005)

Also weiter durch den Burggraben und in die Ruine Hohenwittlingen. Viel Zeit für ein Picknick in der Sonne. Jede Menge Leute unterwegs.

Nun geht es quer zum Albtrauf weiter. Der Weg ist für Kinder weniger spannend, wenn auch immer noch ganz nett. Trotzdem dauert es gefühlt ewig, bis wir die 1,4 km geschafft haben. Die Aussicht vom Buckfelsen ignorieren wir, genug der Kletterfreudigkeit für heute.

Bei der großen Kreuzung geht’s dann rechts runter auf dem Schotterweg. Die Felsen sind von unten nochmals sehr beeindruckend und recht flott kommen wir unten wieder am Parkplatz an. Den Kindern hat’s gefallen – uns auch.

Wir sind der Kurzversion dieser Tour gefolgt:
Tour 7: Wolfsschlucht, Hohenwittlingen und Seeburger Tal

Wandervorschläge in der Nähe:
Goldener Oktober rund um Schillerhöhle, Hohenwittlingen und Ruine Baldeck
Urgeschichtepfad Rulamanweg und ein Wasserfall am Ende der Wolfsschlucht
Auf dem Hohenwittlingensteig