Buchtipp: Hüttentouren

Allein die Idee, nicht nur für die Alpen oder weit entfernte Ziele Mehrtagestouren vorzuschlagen, kann man nicht genug loben. Gerade die Schwäbische Alb oder der Schwarzwald sind so groß und durchgängig spannend, dass man dort tagelang in die wunderbaren Landschaften eintauchen kann. Aber auch der Schönbuch – Waldgebiet des Jahres 2014 – lässt sich so bei mehr als nur einem Spaziergang erkunden.

Die vier Tourenvorschläge für Hüttentouren über die Alb verlaufen zumeist auf Albvereinswegen oder auf den gut ausgeschilderten, neuen Premiumwanderwegen und führen zu den schönsten Plätzen der Ost-, West- und Mittleren Alb sowie ins Donaudurchbruchstal. Die Wegbeschreibungen der 20 bis 30 km langen Tagesetappen bleiben so auf das Nötigste reduziert. Jeweils am ersten und letzten Tag der Dreitagestouren ist die Etappe etwas kürzer, um der An- und Abreise Zeit zu einzuräumen.

Bei jeder Tour gibt es Informationen zu den vorgeschlagenen Hütten, zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zum passenden Kartenmaterial (meist im etwas groben Maßstab 1:50000).

Hüttentouren Baden-WürttembergAuf 14 Dreitagestouren durchquert man mit diesem Wanderführer von Hütte zu Hütte die schönsten Regionen Baden-Württembergs: Schwarzwald, Allgäu und den Schwäbisch-Fränkischen Wald, Bodensee, Odenwald und Schwäbische Alb. Gemütliche Wanderheime bieten dabei nicht nur preisgünstige Übernachtungsmöglichkeiten, sondern verbinden die Naturerfahrung unterwegs wieder mit den Wurzeln des Wanderns: Geselligkeit – Einfachheit – Ursprünglichkeit.

Philipp Sauer, Matthias Berndt
Hüttentouren
Wochenend-Wanderungen in Baden-Württemberg
192 Seiten
17,90 €
ISBN 978-3-8425-1303-7

Vom Sternberg zur Lauterquelle

Die Tour startet am Parkplatz Bermannstal links neben der Straße von Gomadingen nach Marbach. Zunächst folgt man dem Asphaltweg durch das Bermannstal. Nach einem knappen Kilometer zweigt ein Weg nach links ab, der durch eine Gartenhaussiedlung führt. Wobei manches Gartenhaus relativ überdimensioniert für ein solches aussieht.

Am Ende zweigt ein schmaler Weg nach links ab, von dem kurz darauf ein schmaler Wiesenweg abzweigt, der zu einem Aussichtspunkt inmitten einer Wacholderheide oberhalb von Gomadingen mit Blick auf den Sternberg führt. Von dort führt der Wiesenweg nach Gomadingen, wo man immer bergab zum Bahnhof geht.
Hinter dem Bahnhof geht man links und folgt dann der gelben Raute hinauf zum Sternberg. Hier geht es relativ steil bergauf zuerst über Wiesen und dann durch den Wald direkt zum Sternbergturm. Nach 141 Stufen erreicht man die Turmspitze mit einem schönen Rundumblick.

Sternberg mit Gomadingen Sternberg mit Gomadingen

Am Wanderheim vorbei (erste Grillmöglichkeit) führt der Weg bergab zunächst durch den Wald, dann über eine Wacholderheide zu einem Grillplatz. Am Grillplatz vorbei führt der Weg zu einem nahegelegenen Parkplatz, den die Fußfaulen unter uns benutzen um zum Grillplatz zu kommen.

In Verlängerung des Parkplatzes überqueren wir die Landstraße und gehen auf einem Asphaltweg durch ein Tal aus welchem sich die Lauterquelle vermutlich speist. Unten kommt man in Offenhausen am Gestütshof an, den man einmal durchquert und dann den Schildern zur Lauterquelle folgt.

Wacholderheide zwischen Gomadingen und Marbach Wacholderheide zwischen Gomadingen und Marbach

Ab hier wirds einfach denn man folgt mal rechts, mal links der Bahnstrecke dem Lautertalradweg, bis man wieder am Ausgangspunkt angekommen ist.

Distanz: 11 km
Dauer: 3h
Aufstieg: 300 Höhenmeter

Download albtips.de – Sternberg


Wandervorschläge rund um den Sternberg:
Tour 23: Rund um den Sternbergturm bei Gomadingen
Sonnenaufgang am Sternberg – Alpenkette, Lichtenstein, Hohenneuffen
Sonnenaufgang am Sternberg – Wacholderheiden am Morgen
Tiefschneestapfen von Offenhausen rund um den Sternberg
Planetenweg Gomadingen
Frühling auf der Schwäbischen Alb: Pfaffental, Wasserstetten, Dapfen
Von Dapfen zur Gedenkstätte Grafeneck und durch das Gestüt Marbach

Von der Lochen zu zwei „Tausendern“

Eine der schönsten und beliebtesten Landschaften der Schwäbischen Alb findet man rund um die Lochen: Ein kurzer, knackiger Anstieg, dann ein Spaziergang über eine blühende Wiese und allmählich schweift der Blick zum Felsen mit dem Gipfelkreuz, davor das Albvorland, noch weiter weg die Höhenzüge des Schwarzwalds. Dann rechts die Burg Hohenzollern, die auf einem Bergkegel thront.

Ein Schauer zieht von Westen über den Lochen hinweg Ein Schauer zieht von Westen über den Lochen hinweg

Vom Lochen-Parkplatz geht man ein paar Schritte auf dem Zufahrtssträßchen zurück und steigt auf dem schmalen, steilen und felsigen Pfad hinauf in Richtung Lochenstein.

Man folgt dabei im ersten Teil dieser kleinen Runde stets dem sehr gut ausgeschilderten Donau-Zollernalb-Weg (Wanderzeichen: grün-blauer Kreis auf weißem Grund), der von der kleinen Erhebung mit dem markanten Felsen samt Gipfelkreuz sehr steil hinab führt. Knöchelhohe Wanderstiefel sollten es schon sein und WENN man Wanderstöcke mit sich führt, sollte man deren Einsatz auch vorher geübt haben, denn sonst werden sie eher zum Problem als dass sie helfen.

Von der Senke aus nimmt man den rechten Weg, der am Waldrand und durch eine Wacholderheide bergauf führt. Bei der Kreuzung hält man sich rechts, kurz darauf links weiter bergauf, wieder über eine Wacholderheide. Schließlich erreicht man den Waldrand. Gleich dahinter befindet sich der Albtrauf mit beeindruckenden Felsspalten, genannt Gespaltener Fels (999,8 m).

Man wendet sich nach links und orientiert sich stets am Albtrauf des Schafberg, der Hang fällt nach rechts steil ab. Hier ist man zwar nicht mit den Füßen, aber immerhin mit dem Kopf auf über 1000 Höhenmeter – weshalb die Gegend inoffiziell zur Region der Zehn Tausender gehört.

Bald kommt man zu einem Aussichtspunkt, genannt Hoher Fels (996,5 m). Man blickt hinüber zum Plettenberg und weiter bis zum Schwarzwald. Nur noch ein kurzes Stück folgt man dem Donau-Zollernalb-Weg leicht bergab am Albtrauf, bis man nach links der Beschilderung Lochen (direkt) folgt.

Fotos vom 3. Oktober 2007

Der breite Schotterweg führt zurück zu der schon vom Herweg bekannten Kreuzung. Ein wunderschöner Blick gleitet am steil aufragenden Fels Lochen vorbei zur Burg Hohenzollern. Jemand hat einen Strandkorb aufgestellt und fast wirkt der entfernte, bläulich schimmernde Albtrauf wie das Meer, dessen Wellen an die Steilküste branden.

Auf bekanntem Weg steigt man hinab, nimmt dann aber den direkten Weg unter der Allee zum Parkplatz zurück.

Länge: 4 km
Dauer: 1 – 1,5 h
sehr steiler An- und Abstieg am Lochenstein

Download albtips-de-Lochen-Schafberg.gpx (.zip)

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …