Archiv der Kategorie: Geführte Touren

Klimaweg Sonnenalb – Von Kältepolen und Meeresriffen

Der Klimaweg Sonnenalb bietet Klein und Groß viele interessante Fakten sowohl zu den Themen Wetter, Klima und Klimawandel, wie auch zum Thema Geologie.

Besonders interessant auf dem 9 km langen Themenweg sind neben den beiden Wetterstationen der Kalkstein, ein ehemaliges Meeresriff, und die Doline Weidenwang.

„Klima zum Erleben und Verstehen! Erfahren Sie auf 12 Schautafeln mehr über die Zusammenhänge und Auswirkungen der Entstehung der Schwäbischen Alb, der Kraft der Bäume und den Klimawandel der Neuzeit.“
Quelle und Anfahrt: www.sonnenbuehl.de/data/klimawegSonnenalb.php

Vom Saturn zur Sonne: Auf dem Planetenweg zum Sternberg

Man will Sterne gucken und die Milchstraße sehen, aber … – es ist einfach zu hell, weil unsere Städte zu sehr leuchten. Was tun? Das Projekt Sternenpark Schwäbische Alb klärt während seiner spannenden Wanderungen über unseren Sternenhimmel auf, über das Thema Lichtverschmutzung und wie man die Dunkelheit der Nacht schützen kann.

Bei der Abendwanderung rund um und auf den Sternberg bei Gomadingen hatten wir wettermäßig richtig Glück. 10 Minuten vor Beginn hörte es auf zu schütten und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite.

Auf dem Planetenweg ging es vom Saturn im Lautertal zunächst zum Jupiter, wo wir unterwegs viel über die Planeten im Allgemeinen und die Gasriesen im Besonderen lernen konnten.

Im Ort Gomadingen wurden wir auf die vielen unterschiedlichen Straßenlaternen aufmerksam gemacht. Viele davon strahlen ihr Licht nicht gezielt zur Straße, sondern zur Seite und in den Nachthimmel. Hier ließe sich – schwäbisch gedacht – erstens viel Geld sparen, aber genauso wichtig ist – so erfahren wir – dass die Routen der Zugvögel nicht gestört werden, dass die Insektenvielfalt erhalten bleiben kann und nicht zuletzt, dass der Mensch nicht durch zu viel Licht vom erholsamen Schlaf abgehalten wird.

Je näher man auf dem Planetenweg der Sonne kommt, desto kürzer werden die Abstände zwischen den Planeten. Vom Mars sind es nur noch ein paar Schritte zur Erde, dann zur Venus und zum Merkur. Von weitem sieht man schon die große gelbe Kugel, welche die Sonne symbolisiert. Interessant ist vor allem, dass einige Angaben auf den 20 Jahre alten Tafeln schon überholt sind, da quasi täglich neue Monde und Sterne entdeckt werden.

Nach einem zwecks Regenschauer gut abgepassten Aufenthalt im Wanderheim ging es bei Dunkelheit noch auf den Aussichtsturm. Von dort oben kann man rundherum schauen und sieht zum Beispiel das vergleichsweise dunkle Lautertal im Vergleich zur hell erleuchteten nördlichen Lichtkuppel Richtung Stuttgart.

Auch der Sternenhimmel war von der Wacholderheide schön zu sehen und die Milchstraße ein wenig zu erkennen, aber die Schleierwolken waren für eine wirklich gute Sicht leider doch im Weg. Dank ein paar Sternschnuppen können wir uns jedoch für die nächste Nachtwanderung bestes Sternenguckerwetter wünschen.
(albträufler + neigschmeckte)

» Bericht und mehr Fotos auf www.sternenpark-schwaebische-alb.de
» Mehr Sternen-Fotos auf AlltheSky.com

Erfahrungsbericht: 24-Stunden-Wanderung von Geislingen nach Bad Urach

Von 8 Uhr bis 8 Uhr einfach nur wandern – noch dazu in einer der schönsten und anspruchsvollsten Gegenden der Schwäbischen Alb. Schwer vorstellbar, wenn man nicht dabei war. Der Bericht gibt einen kleinen Einblick.

Am 02.06.2012 galt es mit 31 hoch motivierten Teilnehmern die Alb für 24 Stunden am Stück unter die Füße zu nehmen.

Während ein Teil der Teilnehmer den Transfer, die Busfahrt von Bad Urach nach Geislingen, bereits zum Kennen lernen nutzte, reisten die anderen direkt zum Startpunkt nach Geislingen an.

Nach einem kurzen Austausch über die Erwartungen an die kommenden 24 Stunden und einem Regelcheck starteten wir. Vom ersten Meter an wurden wir gefordert. Das Tourenprofil hielt was es versprach, ein ständiges Auf und Ab.

Es ging vorbei an Höhlen, Kletterfelsen, kleinen Wasserfällen, durch wogende Wiesen. Diese abwechslungsreiche Landschaft und eine immer wieder überraschende Wegführung ließen keine Langeweile aufkommen und sorgten sicher mit für die tolle Stimmung in unserer Gruppe. Zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmer lagen stolze 40 Jahre. Mit Augenmaß nutzten wir diese Spanne zur gegenseitigen Motivation.

Einige machten von der Möglichkeit Gebrauch, die Tour abzubrechen. Wir verabschiedeten sie mit Laola – Wellen, da es großen Spaß machte, sich in diesem Rahmen kennen zu lernen und die Anstrengung soweit gemeinsam geschafft zu haben.

18 von uns hatten die Kondition, den Willen und auch nötige Portion Witz und Humor um nach 24 Stunden die Zielfahne in Bad Urach zu erreichen.

Die Tour sorgte für neue körperliche und mentale Erfahrungen. Darüber hinaus gab es auch viele Anregungen zu Besuchen an und auf der Alb. Einige haben sich für die Winter-Tour im Januar 2013 schon wieder angemeldet.

von: Detlef Nescholta, 360° Schrittweise

Aussagen von Teilnehmern:

Die Wanderstrecke stellte zeitweise, insbesondere in der Nacht, sehr hohe Anforderungen ( steile Aufstiege und Abstiege ) ….

… nicht bis zum Schluss dabei sein, trotzdem fühlt man sich nach so einer Leistung, die man vorher niemals von sich erwartet hätte, wie ein Held :-).

… die Auswahl der Pfade mit tollen Ausblicken war traumhaft.

… noch am Sonntag haben wir beschlossen beim nächsten Mal die 72km zu packen!