Archiv der Kategorie: Sonnenbühl, Trochtelfingen, Gönningen

Sonnenbühl, Trochtelfingen

Eine Steinzeit-Höhle, eine geräumige Ruine und ein weites Tal bei Erpfingen

Vielen Familien mit Kindern ist Erpfingen/Sonnenbühl sicherlich ein Begriff: Neben dem Feriendorf Sonnenmatte, der Sommer-Bobbahn und der Jugendherberge gibt es auch noch das inzwischen recht bekannte Ostereimuseum und natürlich die Bärenhöhle samt Traumland (ein Märchenpark). Im Laucherttal mit seinen Seitentälern kann man wunderbar Fahrradfahren und auf jeder Anhöhe gibt es eine alte Ruine zu erkunden. Alles in allem ideal für einen Familienurlaub oder Familienausflug.

Startpunkt dieser gemütlichen Wanderung ist der Parkplatz am südlichen Ortsausgang von Erpfingen (731 m ü. NN). Von dort geht man weiter in Richtung Sommer-Bobbahn, noch davor links hinauf gen Jugendherberge. Kurz vor der Linkskurve des Sträßchens folgt man dem Schotterweg auf der rechten Seite geradeaus und hält sich weiter am rechten Waldrand.

Nach Waldeintritt biegt man bei einem Querweg rechts ab. Hier ist schon das erste Etappenziel ausgeschildert (Roter Punkt): Die Sommerkirchhöhle (ca. 800 m ü. NN) erreicht man kurz bevor der Waldwirtschaftsweg auf den unterhalb verlaufenden Weg durch das Hirschental trifft. In diesem Unterschlupf wurden Steinzeit-Werkzeuge und Knochen von erlegten Tieren gefunden. Ausserdem bietet sich den Mitwanderern die Möglichkeit zum erfolgreichen Geo-Caching an. So kommen alle auf Ihre Kosten.

Ein paar Schritte weiter unten biegt man rechts auf den Talweg ein und geht ein Stück hinauf in Richtung Spiel- und Grillplatz. Geradeaus gäbe es dort die Möglichkeit für einen Abstecher zur Lauchertquelle (ca. 1.2 km hin und zurück). Ohne Abstecher geht es jedoch auf Höhe des Grillplatzes nach links.

Nur ein kurzes Stück bergauf, dann hat man schon die Ruine Hohenmelchingen (825 m ü. NN) erreicht. Die Anlage wirkt recht groß – sie soll eine der größten der Sonnenalb sein. Man kann die Mauern mehrerer Häuser und Räume erkennen, eine Tafel hilft bei der Zuordnung. Offenbar wurde die verwinkelte Ruine erst vor kurzem für eine kleine Schnitzeljagd genutzt, denn überall hingen kleine Zettel mit Fragen, z.B.: „Welches Tier trägt Stiefel und Degen?“.

Von der Ruine aus geht man zurück Richtung Weg und kurz davor links einen schmalen Pfad durch den Wald hinab, das Wegzeichen Gelbe Raute sieht man erst etwas später. Auf halber Höhe zweigt man links auf einen ebenen Waldweg und nach einigen hundert Metern scharf rechts, dann wieder scharf links ab. Beim Waldrand wendet man sich nach links und hält sich am oberen linken Waldrand bis man nach rechts abbiegen und die Landstraße L385 überqueren kann. Rechts sieht man den Ort Melchingen (730 m ü. NN) liegen.

Nun folgt man dem Radweg durch das Laucherttal nach links, meist auf Asphalt, zwischendurch auf Schotter. Dabei passiert man die Melchinger Mühle. Das anfänglich sehr weite, grüne Tal zwischen sanften Hängen wird etwas enger. Rechts über Stetten sieht man die Ruine Holstein aus dem Wald hervorschauen.

Kurz nachdem man an der Holzbrücke über die Lauchert vorbeigegangen ist, wendet man sich nach links und wandert durch das schmale Tal des Bächleins Erpf. Dort führt ein Holzsteg über ein sumpfiges Gebiet, was auf der sonst so trockenen, karstigen Alb eine kleine Seltenheit ist.

Entweder man folgt diesem Weg parallel zur Straße bis zum Ortseingang von Erpfingen oder man biegt vor einer Rechtskurve links und am Waldrand gleich wieder rechts auf einen Waldweg ab, der direkt zum Ausgangspunkt zurück führt.
(albträufler + birki)

Länge: ca. 10 km
Dauer: ca. 3 h
Anstiege: kurze Anstiege in der 1. Hälfte

» Download albtips-de-Erpfingen-Hohenmelchingen-Laucherttal.gpx (.zip)


Frühlingsnebel am Filsenberg, Riedernberg und Kirchkopf

Abwechslungsreich führt diese Wanderung zu steilen Albtraufhängen im Wald, über sanfte Magerwiesen mit bunter Blütenpracht, zu Heidenburg und -gräben aus der Hallstattzeit und zu schönen Aussichtspunkten oberhalb von Talheim im Steinlachtal.

Vom Wanderparkplatz (ca. 600 m ü N.N.)  im Seebachtal bei Mössingen-Talheim aus folgt man dem asphaltierten Hauptweg ein Stück zurück in Richtung Talheim und biegt nach gut 100 m halbrechts auf einen breiten, geschotterten Waldweg ab. Anfangs leicht ansteigend dann fast eben geht es zunächst für ca. 1,5 km unterhalb des Filsenbergs entlang.

Man nimmt den Abzweig  (Wegzeichen Blaue Raute), der steil rechts hinauf führt und dann in eine Linkskurve übergeht. Bei einer Weggabelung ignoriert man den Pfad links hinab nach Öschingen und steigt nach der Rechtskurve auf einem sehr steilen Pfad entlang des Albtraufs bergan. Nach ein paar Serpentinen erreicht man die Hochfläche und folgt dem Waldweg weiter an der Hangkante entlang.

Bald erreicht man den Waldrand und den Aussichtspunkt Teufelsloch (801,5 m ü N.N.) mit schönem Blick auf Talheim und den gegenüberliegenden Farrenberg (sofern die Aussicht nicht vernebelt ist).

Nun überquert man die weitläufige Magerwiese auf dem Filsenberg. Im Frühjahr und Sommer findet man dort zahlreiche Blüten mehr oder weniger seltener Pflanzen, daher ist die Hochfläche auch ein Naturschutzgebiet.

Man trifft auf einen kleinen Hügel, den Meisenbühl (797 m ü N.N.). Von oben bietet sich eine recht schöne Aussicht auf die Hochfläche rundherum und sogar hinüber bis zum Roßberg mit seinem markanten Aussichtsturm.

Weiter geht es über die Wiese vorbei an einer Grillstelle mit Schützhütte. Kurz nach Waldeintritt wählt man den breiten, steilen Schotterweg mehr oder weniger geradeaus, der kurz danach eine Rechtskurve macht und ohne große Höhenunterschiede durch ein schönes Waldstück führt.

Eine Weile nach einer Rechtsbiegung bei einem Taleinschnitt kommt von links der HW1 herab, welcher nach kurzem halbrechts als schmaler Pfad vom breiten Weg abzweigt. Ab hier folgt man ihm mit Wegzeichen Rotes Dreieck zunächst durch ein Waldstück, dann am rechten Rand einer Streuobstwiese  entlang, dann wieder durch den Wald bis man erneut auf einen breiten Waldweg stößt.

Dort wendet man sich nach rechts und bleibt eine Weile auf diesem Weg. Unterwegs findet man das Buchbrünnle, einen romantisch gelegenen Picknickplatz an einer eingefassten Quelle.  Nach einem weiteren Wegstück zweigt der HW1 nach links oben ab.

Zuerst wandert man noch auf einem breiten Waldweg steil hinauf, dann biegt ein schmaler Pfad direkt oberhalb eines breiteren Waldwegs nach rechts ab – dies übersieht man möglicherweise im ersten Moment. Der Pfad führt unterhalb von Felsen das letzte Stück bis zur Albkante hinauf und nach einem weiteren kurzen Wegstück erreicht man den Aussichtspunkt Riedernberg (852 m ü N.N., Schutzhütte und Grillstelle). Hier blickt man zum Kirchkopf und auf ein Stück von Talheim.

Bald geht es auf dem HW1 wieder bergab. Bei der Kreuzung mit einem gut gepflegten Waldweg zweigt man auf diesen nach rechts ab und geht fast eben ungefähr die gleiche Wegstrecke parallel unterhalb des HW1 zurück, bis man unterhalb des Aussichtspunkts Riedernberg ist (den man aber von unten nicht sehen kann).

Hier geht es links auf einen weniger gut gepflegten Waldweg, der bald eine Linkskurve macht. Bei einer Waldwegekreuzung, an der ein schmaler Pfad geradeaus ins Tal hinab führt, biegt man rechts ab und folgt dem Weg an Heidengräben und einer weiteren Schützhütte vorbei bis zum Aussichtspunkt auf dem Kirchkopf. Dort nimmt man den schmalen Pfad links an der Hangkante, der in Serpentinen ins Tal führt.

Nach dem Wanderparkplatz zweigt man nach rechts auf einen schmalen Wiesenweg ab. Es geht kurz bergauf, dann am Waldrand entlang mit wunderschöner Aussicht über Talheim und seine Wiesen. Auch hier blühen im Frühjahr und Sommer seltene Blumen. Beim Schotterweg hält man sich links abwärts in Richtung Asphaltweg, dem man nach rechts bis zum Ausgangspunkt folgt.

Länge: ca. 15 km
Dauer: ca. 5 h
Anstiege: steiler Pfad hinauf zum Filsenberg, später zum Riedernberg

» Download albtips-de-Filsenberg-Riedernberg-Kirchkopf.gpx (.zip)


Wandervorschlag in der Nähe:
» Die ersten Frühlingsblüten zwischen Filsenberg und Bolberg (gelb)

Besuch der Nebelhöhle und Geocaching am Rand des Steinbruch Lichtenstein-Unterhausen

Von Dezember bis einschließlich Februar kann die Nebelhöhle nicht besucht werden. Zum Schutz der Fledermäuse wird diese in den Wintermonaten geschlossen. Seit dem 03.03.2012 ist der Zugang wieder möglich und so machten wir uns am zweiten Wochenende auf um die Höhle zu besichtigen. Das Wetter war eher nasskalt und trüb, also ideal um in die Unterwelt abzutauchen. Trotzdem war nicht viel los, so dass wir gemütlich durch die Nebelhöhle und die angeschlossene Ulrichshöhle wandern konnten.

Die Nebelhöhle ist eine Tropfsteinhöhle und liegt in der Nähe  von Sonnenbühl auf 780m. Besucher können ca. 450m der Höhle durchwandern und die faszinierenden Tropfsteine besichtigen. Geöffnet ist die Höhle von März bis November immer Sa., So. und an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 EUR, für Familien 10 EUR. Unbedingt festes Schuhwerk anziehen, da es teils sehr rutschig und nass ist.
(Quelle und weitere Informationen: http://www.sonnenbuehl.de/data/nebelhoehle.php).

Nachdem Besuch der Höhle sind wir noch auf Geocache-Suche gegangen. Es galt die „Villa mit Aussicht“ und „der Fels am Steinbruch“ zu finden. Die Suche hat uns an den Rand des Steinbruch Lichtenstein-Unterhausen geführt. Von hier oben hat man eine sehr beeindruckende Sicht auf den gesamten Steinbruch. Hier wird Jurakalk abgebaut, der für den Straßenbau verwendet wird. Die Hinweisschilder sollten aber unbedingt beachtet und die Schranke nicht überschritten werden. Direkt am Rand des Steinbruchs verläuft ein Wanderweg, dem man ein Stück folgen und die Aussicht bewundern kann.

Der Parkplatz an der Nebelhöhle bietet sich außerdem wunderbar als Ausgangspunkt für weitere Wanderungen am Albtrauf. Hier kommen die Hauptwanderwege HW1 und HW5 zusammen und der Besuch der Höhle lässt sich mit kleinen oder größeren Wanderungen, z.B. zum Schloss Lichtenstein oder dem Wackerstein verbinden.