Archiv der Kategorie: 01 – 05 km

Marienschlucht am Bodensee

Nach 11 Jahren Sperrung kann die Marienschlucht auf der Bodensee-Halbinsel Bodanrück wieder besucht werden – auf einem stählernen Steg, der sich wie ein riesiger Drache durch das enge Tal schlängelt.

Diese kurze Runde startet am von der L 220 her ausgeschilderten Wanderparkplatz Marienschlucht, kurz vor dem Golfplatz links. An schönen Tagen sollte man frühzeitig da sein – Blechlawine!

Vom Wanderparkplatz führt ein breiter Weg bergab. Ignoriert man zunächst den Rechtsabzweig in die Schlucht, kann man einen schönen Ausblick auf die Ruine Kargegg und den Bodensee genießen. Dann geht es ein paar Schritte zurück und links hinunter. Direkt unterhalb der Ruine befindet sich ein Tor. Die neuen Tore rund um die Schlucht werden bei entsprechender Lage geschlossen.

Nach gut 100 m erreicht man ein Plateau unterhalb des Felsens, auf dem die Ruine sitzt – auch hier bietet sich ein schöner Blick auf den See. Dann beginnt der neue, stählerne Steg durch die Marienschlucht. Es handelt sich um Gitter, die die Sicht nach unten freigeben. Wer damit Problem hat, sollte sich die Tour vorher gut überlegen. Die Hunde, die mir begegnet sind, waren jedenfalls nicht begeistert – entweder, weil die Gitter an den Pfoten weh taten oder weil ihnen die freie Sicht nach unten Angst gemacht hat …

Nach ein paar Windungen erreicht man schließlich das Ufer des Bodensees mit der Schiffsanlegestelle, von der auch eine Fähre fahren soll (an diesem Tag zumindest nicht zur angegebenen Uhrzeit). Blickt man noch einmal in die Schlucht zurück, so ist das Stahlgetüm schon sehr einnehmend. Bei der Wanderung kommt auch kein Gefühl auf, dass man durch eine Schlucht geht. Es wirkt, als sei der Steg die Attraktion, nicht die Schlucht.

Kommt man vom Bootssteg zurück wendet man sich nach rechts und folgt dem Uferweg unterhalb des beeindruckenden Felsens aus Molasse-Sandstein – der Mondfelsen. Da der Steilhang instabil ist, wird er ständig beobachtet (Infos dazu auf Tafeln vor Ort) und die Tore werden im Zweifel geschlossen.

Nach gut 850 m geht man scharf links den Blissenweg hinauf, der bei Nässe sicherlich rutschig wird. Daher wäre es sicherlich empfehlenswert, den Steg hinunter und den Weg hinaufzuwandern. Im Zick-Zack erreicht man die Hochfläche, hält sich erneut links am Waldrand und erahnt bei guter Sicht ein paar Alpengipfel

Kurz nachdem der Weg in den Wald führt, findet man eine Waldliege vor, die zu einer kurzen Rast mit Blick durch die Bäume auf den See einlädt. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt.

Länge: 3,8 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: ca. 150 hm

Download albtips-de-Marienschlucht-Blissenweg.gpx (.zip)



Wandervorschläge in der Nähe:
Geologischer Lehrpfad Sipplingen (orange)
Die Sieben Churfirsten bei Sipplingen (lila)
Auf dem Überlinger Gartenkulturpfad (braun)
Weltkulturerbe Pfahlbauten Unteruhldingen

Vom Paradiesweg durch Streuobstwiesen

Oberhalb von Dettingen im Ermstal wandert man durch Streuobstwiesen und genießt grandiose Ausblicke zur Alb, zur Achalm und in die Weite.

Die Tour beginnt am Wanderparkplatz Paradiesweg oberhalb von Dettingen an der Erms (an der inzwischen gesperrten Hülbener Steige).

Man geht die Straße hinunter und biegt bei der zweiten Gelegenheit rechts auf den Schotterweg ab. Dieser führt durch malerische Streuobstwiesen oberhalb des Ermstals mit wunderschönen Blicken Richtung Hohenurach, zum Albtrauf, zum Neuhäuser Weinberg und in die Weite.

Man folgt dem Weg ca. 2 km und wendet sich an der T-Kreuzung mit einem Teerweg nach rechts. Es geht am Naturschutzgebiet Goldland kurz steil bergauf. Oben am Waldrand angekommen hält man sich wieder rechts.

Nun folgt man dem Weg am Waldrand und später etwas unterhalb des Waldrands parallel zum Herweg wieder zurück. Man erblickt dabei in der Ferne immer wieder die Ruine Hohenurach.

Kurz nach dem Grillplatz Gaisbuckel erreicht man die ehemalige Verbindungsstraße zwischen Dettingen und Hülben und folgt dieser ca. 200 m nach links oben bis zum Wanderparkplatz.

Länge: 4,2 km
Dauer: ca. 1,5 h
Anstiege: ca. 110 hm

Download albtips-de-Paradiesweg-Streuobst.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Paradies und Goldland (braun)
Aussichtsreiche Runde bei Neuffen (orange)
Zu Deckelesfels und Karlslinde (lila)
Calverbühl, Sonnenfels, Rossfeld und die Obstbaumblüte im Ermstal (gelb)

Beim Eninger Naturfreundehaus

Auf halber Höhe an der Traufkante, unterhalb der Kernzone am Waldrand entlang mit herrlichen Aussichten auf den Albtrauf vom Roßberg bis zur Achalm.

Vom Wanderparkplatz oberhalb vom Naturfreundehaus aus (Anfahrt nur für „Anlieger“) quert man den breiten Weg und folgt dem schmalen Pfad, der gegenüber der Wandertafel beginnt und den Hang hinauf führt (kl. Schild: Erdbeerberg).

Schon bald informiert eine Tafel, dass man sich auf dem Vulkanschlot Bürzlen befindet. Danach führt der Pfad wieder bergab und dann ein kurzes Stück parallel zu dem breiten Waldweg. Nach der Einmündung folgt man diesem und hält sich an der folgenden Gabelung rechts.

Nach ca. 600 m wählt man rechts des breiten Wegs den schmalen Kernzonenpfad (Schild mit bunten Kreisen) und bleibt auf diesem bis zum Parkplatz Geißberg. Dort scharf links und das Sträßchen hinab gehen.

Nach 500 m biegt man links auf den mit dem Burgenwegzeichen beschilderten Weg ab. Es geht links hinauf und nach etwa 150 m rechts auf einen matschigen Waldweg.

Unterhalb des Waldrands spaziert man nun mit schönem Blick auf Eningen und die Achalm und findet interessante Infotafeln.

Nach einem kurzen Rechts-Links-Haken geht es nochmals kurz bergan, dann trifft man auf die Kreuzung, die man schon kennt – dort bleibt man weiter auf dem breiten Waldweg. Dieser führt an geologischen Besonderheiten des Vulkanschlots – einer kleinen Grotte und einer Felshangwiese vorbei.

Kurz vor dem Ausgangspunkt der Tour erreicht man den Lindenbrunnen samt Teich beim Naturfreundehaus. Ein paar Schritte nach links oben und man ist zurück.

Länge: 3 km
Dauer: ca. 1 h
Anstiege: ca. 100 hm

Download albtips-de-Eningen-Geissberg.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Spaziergäng(l)e: Erdbeerberg und Eninger Weide (orange)
Eningen: Durch Teufelsküche zum Gutenberg und zur Burgruine Achalm (braun)