Archiv der Kategorie: Reutlingen

O-ha – ein Felsen

Von der Echazquelle über den Ohafelsen zum Lichtenstein und zurück zur Echazquelle führt diese kurze aber anspruchsvolle Tour. Zwei Wegabschnitte sind als Alpiner Pfad gekennzeichnet. Richtige Wanderschuhe mit ordentlichem Profil, Trittsicherheit und etwas Kondition sind Voraussetzung für die Begehung.

Start ist der kleine Parkplatz in der ersten Kehre der Honauer Steige an der B312 am Ortsausgang Honau. Von dort geht es wenige Meter bergauf, bevor rechts ein ganz schmaler Weg zur Tobelmühle abzweigt. Nach Überquerung der Echaz wendet man sich nach links und erreicht die zum Verweilen einladende Echazquelle. Die Grillstelle ist allerdings gerade aufgrund einer Renovierung noch abgesperrt.

Weiter geht es entlang des Baches bergauf. Immer wieder kreuzen kleine Rinnsale den Weg bis das Bachbett irgendwann trockenfällt.
Vorbei an einem Grillplatz (benutzbar) geht es immer im Tal bergan bis der Ohafelsen den Weg versperrt. Nach links führt der erste schmale alpine Pfad steil in mehreren Serpentinen nach oben.

Ein paar Schnaufer später erreicht man oberhalb des Felsens die Straße von Traifelberg nach Genkingen. Unweit befindet sich ein großer Parkplatz, den man als alternativen Einstieg nutzen kann. Sobald man die Straße erreicht hat, wendet man sich nach rechts. Wenige Meter später zweigt ein Wanderweg und ein parallel verlaufender Waldweg nach rechts ab.

Beide vereinigen sich in ihrem Verlauf und man geht geradeaus weiter. Der Weg wird immer schmaler und nach einem kurzen steilen Anstieg erreicht man die Ruine des alten Lichtenstein mit grandiosen Ausblicken. Das einzige was fehlt, ist eine Dampflok auf der alten Zahnradstrecke. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

Der alte Lichtenstein war der Namensgeber des Romans Lichtenstein von Wilhelm Hauff, dessen Denkmal man wenige hundert Meter nach der Ruine erreicht. Er blickt auf seine „Schöpfung“: Die Burg Lichtenstein, die nach Hauffs Tod inspiriert durch seinen Roman erbaut wurde. Neben der Besichtigung des schwäbischen Märchenschlosses, kann man hier auch durch Bäume klettern und sich verköstigen lassen.

Am Alten Forsthaus vorbei folgt man erst dem Schild zur Nebelhöhle. Aber schon nach einem kurzen Abstieg geht es rechts ab. Nach wenigen Metern beginnt der zweite alpine Pfad steil bergab. An einem Schild das auf den Standort 113 im Fall eines Unfalls hinweist zweigt ein noch schmalerer Weg links ab. In Serpentinen geht es nach unten. Immer wieder überquert man Baumstämme und offen liegende Kabel (vermutlich die Stromversorgung der Burg). Fast im Tal erreicht man einen Waldweg, dem man nach rechts folgt. Das Tal erreicht man bei den Forellenteichen. Wenn man nach rechts geht, erreicht man wieder die Echazquelle von der man zurück zum Ausgangspunkt gelangt.

5km, 2,5h (Brutto), 300 Höhenmeter.

Download albtips-de-Ohafelsen.gpx (.zip)


Wandervorschläge in der Nähe:
Wanderfrühling rund um Honau (orange)
Von Lichtenstein-Unterhausen nach Honau (gelb)

31. Olgahöhlenfest am 4.6.2015

Mit einer kleinen Feier wird ab 11:00 Uhr der wieder errichtete Höhleneingang für Besucher freigeben. Bürgermeister Nußbaum wird mit einem Grußwort die Feier bereichern. Der Posaunenchor Honau übernimmt die musikalische Umrahmung.

Vespern – Trinken – Schwätzen – Aussicht auf Schloss Lichtenstein genießen: Die Ortsgruppe Honau des Schwäbischen Albvereins sorgt auch in diesem Jahr dafür, dass das Kulturdenkmal Olgahöhle in Honau nicht in Vergessenheit gerät. Nach fast zweijähriger Bauzeit wird der alte Höhleneingang nach historischem Vorbild wieder eröffnet.

Das Olgahöhlenfest an Fronleichnam, 04. Juni 2015, macht es wieder möglich, elf Meter tief in die 114 Meter langen Gänge zu steigen. Die Ortsgruppe Honau des Schwäbischen Albvereins sorgt mit Unterstützung des Höhlenforschungsgruppe Pfullingen für kurzweilig präsentiertes Wissen rund um das Naturdenkmal.

Kalk-Tuffstein ist die vorherrschende Gesteinsschicht in der Region, aus der zahlreiche Häuser gebaut wurden, so auch die Pfullinger Hallen, Teile des Schlosses Lichtenstein und das Olympiastation in Berlin sowie zahlreiche öffentliche Gebäude.

Dieser Kalk-Tuffstein umgibt auch die durch einen Wasserfall entstandene Olgahöhle, ein 170 Meter langer, aus fünf Hallen bestehender Gang, der ca. 11 bis 13 Meter tief ist und dessen Zugang sich – ganz unscheinbar – in einem kleinen Häusle nebst Garage befindet.

Forscher und Touristen sind gleichermaßen beeindruckt von dem Hohlraum, der im Oktober 1874 von Johann Ziegler entdeckt wurde. 1884 sorgte dann bereits elektrischer Strom für die unbekannten Ein- und Ausblicke. Damals kamen die Besucher weniger wegen des Tuff-Gesteins, sondern um die elektrische Beleuchtung zu bestaunen. Das dürfte dieses Jahr nicht anders sein, denn mit der neu installierten LED Beleuchtung, ist die Höhle noch attraktiver geworden und erstrahlt in einem gänzlich neuen Licht.

Rund um die Olgahöhle sorgt die Ortsgruppe Honau für die Bewirtung der Gäste. Neben Maultaschen, gibt es Rote vom Grill, das traditionelle Rettich Vesper, Kräuterkäsebrote sowie Kaffee und Kuchen.

Die Termine 2015 im Überblick:
So., 5. April 2015
So., 3. Mai 2015
Do., 4. Juni 2015 (Fronleichnam)

So., 5. Juli 2015
So., 2. August 2015
So., 6. September 2015
So., 4. Oktober 2015

Eintritt:
Erwachsene: 3 € (SAV: 2,50 €)
Kinder: 1,50 €
Familienkarte: 7 €

Weitere Informationen:
www.olgahoehle.de

Wandervorschläge in der Nähe:
Echazquelle und Tobeltal bei Honau
Von Lichtenstein-Unterhausen nach Honau
Auf dem Sonnenweg steil hinauf zu den Traifelbergfelsen, dann über das Naturschutzgebiet Greuthau und Schloss Lichtenstein zurück nach Honau
An der ehemaligen Bahnstrecke durch das Echaztal zur Echazquelle