Archiv der Kategorie: 01 – 05 km

Weit, weit über den Albrand hinaus: Klippenrandweg auf Helgoland

Zugegebenermaßen hat Helgoland zunächst einmal nicht viel mit der Schwäbischen Alb zu tun und großartig verlaufen könnte man sich dort auch nicht. Aber es ist einfach ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Die einfachste Art, die Insel zu umrunden, ist, dem Klippenrandweg vom Hafen aus zu folgen. Dazu geht man den Invasorenpfad hinauf und folgt der Beschilderung und den blauen Pfeilen auf dem Boden.

Alternativ kann man zunächst an den bunten Hummerbuden vorbei die Hafenstraße Richtung Süden zu gehen und dann rechts Zum Kringel abzubiegen.

Kurz darauf zweigt man von dem Weg Zum Kringel rechts ab und steigt auf dem sandigen Weg steil hinauf. Das ist der einzige etwas anspruchsvollere Teil der Tour.

Oben erreicht man den Aussichtspunkt ehemalige Südspitze, von dem man den ersten schönen Blick über die Küstenklippen genießen kann. Dann folgt man dem Wiesenweg an ein paar einladenden Bänken vorbei, steigt die Treppen hinauf und hält sich oben links.

Ab hier gibt es kaum Alternativen zum Klippenrandweg, auf dem natürlich alle Inselbesucher die Insel erkunden. Ende Mai blüht die Pfeilkresse überall und macht die Insel zu einem großen Blumentopf.

Am Wegesrand gibt es immer wieder schöne Aussichtspunkte und auch Infopunkte in Form von kleinen Pyramiden. Auf den Klippen sitzen viele Vögel, hauptsächlich Bassstölpel, Trottellummen oder Möwen, aber auch für Millionen Zugvögel. Viele davon sitzen auf der bekannten Felsnadel Lange Anna, am entlegenen Ende der Insel.

Nun geht es auf der anderen Seite der Insel zurück. Man blickt auf den Nordstrand und die kleine Nebeninsel Düne. Etwa 500 m von der Inselspitze gibt es Treppen hinunter zum Nordstrand. Wer genug Zeit auf der Insel hat, kann über den Strand zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Andernfalls bleibt man weiter auf dem Klippenrandweg, genießt die Aussichten, bummelt durch den oberen Teil des Ortes und steigt schließlich über Treppen hinab zum Hafen. Im Oberland ist der Weg bedingt barrierefrei und es gibt einen Aufzug (Lung Wai 214) vom Unter- ins Oberland.

Länge: 4 km
Dauer: beliebig (ca. 1,5 h)
Anstiege:

Download albtips-de-Helgoland.gpx (.zip)

Spaziergang auf der Insel Mainau (€)

Es ist keine klassische Wanderung, aber es können auch auf der Insel Mainau ein paar Kilometer zusammen kommen. Gut zu wissen: Online-Tickets sind etwas weniger teuer als vor Ort gekaufte. Am bestern vorher auf der Webseite informieren.

Wer nicht schon früh zu den ersten gehört, kann schon vom Parkplatz ein Stückchen zum Eingang laufen. Dort geht es über eine Brücke auf die Insel Mainau. Dort kann man natürlich überall hingehen, in jeder beliebigen Runde. Mit gut 3 km sollte man mindestens rechnen, wenn man einmal um die Insel gehen möchte. Gerade auf der Südseite bieten sich aber noch weitere Schleifen an, um alles sehen zu können.

An sonnigen Tagen mit vielen Besuchern, sollte man auch Zeit für z. B. das Schmetterlingshaus oder auch die Gastronomie einrechnen. Schlangestehen ist angesagt.

Besonders sehenswert ist außerdem Schloss Mainau mit der Barockkirche und dem Palmenhaus. Nebenan befindet sich der Rosengarten.

Von den mediterranen Terassen blickt man bei klarer Sicht nach Süden zu den Alpen über dem Bodensee. Es gibt etwa Brunnen, Wassertreppen, einen Dahliengarten und einen Staudengarten und sogar einen Weinberg.

Das derzeitige Highlight ist die Frühlingsallee mit vermutlich Millionen Tulpen. Es schließen sich ein Bauernhof und ein Kinderland an, wo man auch die beeindruckenden Blumentiere findet.

Schließlich geht es über die Brücke wieder zurück ans Festland. Alternativ kann man mit der Fähre von Meersburg oder Konstanz übersetzen.

Länge: z. B. 3,2 km
Dauer: beliebig
Anstiege: ca. 30 hm bis zum höchsten Punkt
Kosten: s. Webseite

Download albtips-de-Bodensee-Mainau.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Von Unteruhldingen nach Meersburg (braun)
Marienschlucht am Bodensee (orange)
Auf dem Überlinger Gartenkulturpfad (lila)
Meersburg – Unterstadt und Oberstadt (gelb)
Weltkulturerbe Pfahlbauten Unteruhldingen

Marienschlucht am Bodensee

Nach 11 Jahren Sperrung kann die Marienschlucht auf der Bodensee-Halbinsel Bodanrück wieder besucht werden – auf einem stählernen Steg, der sich wie ein riesiger Drache durch das enge Tal schlängelt.

Diese kurze Runde startet am von der L 220 her ausgeschilderten Wanderparkplatz Marienschlucht, kurz vor dem Golfplatz links. An schönen Tagen sollte man frühzeitig da sein – Blechlawine!

Vom Wanderparkplatz führt ein breiter Weg bergab. Ignoriert man zunächst den Rechtsabzweig in die Schlucht, kann man einen schönen Ausblick auf die Ruine Kargegg und den Bodensee genießen. Dann geht es ein paar Schritte zurück und links hinunter. Direkt unterhalb der Ruine befindet sich ein Tor. Die neuen Tore rund um die Schlucht werden bei entsprechender Lage geschlossen.

Nach gut 100 m erreicht man ein Plateau unterhalb des Felsens, auf dem die Ruine sitzt – auch hier bietet sich ein schöner Blick auf den See. Dann beginnt der neue, stählerne Steg durch die Marienschlucht. Es handelt sich um Gitter, die die Sicht nach unten freigeben. Wer damit Problem hat, sollte sich die Tour vorher gut überlegen. Die Hunde, die mir begegnet sind, waren jedenfalls nicht begeistert – entweder, weil die Gitter an den Pfoten weh taten oder weil ihnen die freie Sicht nach unten Angst gemacht hat …

Nach ein paar Windungen erreicht man schließlich das Ufer des Bodensees mit der Schiffsanlegestelle, von der auch eine Fähre fahren soll (an diesem Tag zumindest nicht zur angegebenen Uhrzeit). Blickt man noch einmal in die Schlucht zurück, so ist das Stahlgetüm schon sehr einnehmend. Bei der Wanderung kommt auch kein Gefühl auf, dass man durch eine Schlucht geht. Es wirkt, als sei der Steg die Attraktion, nicht die Schlucht.

Kommt man vom Bootssteg zurück wendet man sich nach rechts und folgt dem Uferweg unterhalb des beeindruckenden Felsens aus Molasse-Sandstein – der Mondfelsen. Da der Steilhang instabil ist, wird er ständig beobachtet (Infos dazu auf Tafeln vor Ort) und die Tore werden im Zweifel geschlossen.

Nach gut 850 m geht man scharf links den Blissenweg hinauf, der bei Nässe sicherlich rutschig wird. Daher wäre es sicherlich empfehlenswert, den Steg hinunter und den Weg hinaufzuwandern. Im Zick-Zack erreicht man die Hochfläche, hält sich erneut links am Waldrand und erahnt bei guter Sicht ein paar Alpengipfel

Kurz nachdem der Weg in den Wald führt, findet man eine Waldliege vor, die zu einer kurzen Rast mit Blick durch die Bäume auf den See einlädt. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt.

Länge: 3,8 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: ca. 150 hm

Download albtips-de-Marienschlucht-Blissenweg.gpx (.zip)



Wandervorschläge in der Nähe:
Geologischer Lehrpfad Sipplingen (orange)
Die Sieben Churfirsten bei Sipplingen (lila)
Auf dem Überlinger Gartenkulturpfad (braun)
Weltkulturerbe Pfahlbauten Unteruhldingen