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Warum Schwäbische Alb?

Da tipp ich mir die Finger fransig und muss immer noch solche Aussagen lesen: „Die Schwäbische Alb ist nur was für Spießer!“ oder „hat es mir überraschend gut gefallen auf der Albhochfläche“.

Schwarzwald-Barbie
Schwarzwald-Barbie
Vielleicht sind ein paar klärende Worte nötig!

1. Spießige Souvenirs sucht man auf der Schwäbischen Alb meist vergebens. Spießige Menschen gibt es vermutlich genau so viele wie anderswo auch. Massentourismus, überfüllte Wanderwege, Straßen, Parkplätze oder Gasthöfe sucht man hier ebenfalls vergeblich. Ein Traum!

2. Die „Älbler“ sind unfreundlich? Alle? Wirklich? Wer sowas glaubt, ist selber spießig. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Einheimische und Reigschmeckte, die ihre ungewöhnlichen Lebensstile oder „verrücken“ Ideen auf der Alb ausleben und sogar andere daran teilhaben lassen.

3. Es fehlt ein Touristenmagnet? Was bitteschön ist dann Schloss Lichtenstein oder die Burg Hohenzollern? Das Problem ist eher, dass diese und viele andere Sehenswürdigkeiten sich selbst nicht mit dem Zusatz „Schwäbische Alb“ vermarkten. Vielleicht, weil sie Angst haben, dass angebliche Spießigkeit abfärbt? Wer weiß …

Bunte Bank vor Albtrauf
Bunte Bank vor Albtrauf
4. Die Landschaft ist langweilig? Alles nur Albhochfläche? Man kann keine harten Touren auf der Alb machen? Klickt euch ein bisschen durch www.albtips.de und sagt das bitte nochmal!

Und noch eins: Es heißt „Alb“. Das kommt von lateinisch „alba“ (weiß) – wegen der weißen Kalkfelsen. Es heißt weder „Alp“ noch „Alm“ – keine Bergwiesen mit Kühen, eher Wacholderheiden mit Schafen.

Tag des offenen Denkmals 2015

Am Tag des offenen Denkmals 2015 konnte man viele spannende Orte besichtigen, die sonst geschlossen sind. Wir waren heute in Reutlingen und Pfullingen unterwegs – das diesjährige Thema war: „Handwerk, Technik, Industrie“.
Übrigens: Für die unten genannten Denkmale sind „jüngere“ Menschen, die sich mit altem Handwerk oder alten Maschinen auskennen oder sich dafür interessieren, immer gesucht!

Industriemagazin Reutlingen: Sammlung mit Objekten des Reutlinger Maschinenbaus und der Textilindustrie, Überblick über die Industriegeschichte der Reutlinger Region
Geöffnet: am 2. Samstag jeden Monats von 14.00 bis 17.00 Uhr

Reutlinger Sägemühle: Direkt nach dem großen Reutlinger Stadtbrand 1726 (in Basel und Straßburg soll man den roten Himmel gesehen haben) begonnen, um die Stadt wieder aufzubauen, 1727 fertiggestellt.
Geöffnet: nur bei Sonderveranstaltungen

Villa Laiblin in Pfullingen: 1872 erbaute Villa. Louis Laiblin (1862 – 1927), großzügiger Mäzen aus der Pfullinger Papierfabrikantendynastie Laiblin, stiftet u. a. den Schönbergturm (1906), das Schützenhaus und die Pfullinger Hallen (1907).
Geöffnet: am ersten Sonntag jeden Monats von 14 – 17 Uhr

Pfullinger Hallen:Ton- und Turnhalle“ (1907) für die Pfullinger Vereine nach Plänen von Prof. Theodor Fischer, mit Tuffstein aus der Olgahöhle gebaut, kulturelles Denkmal ersten Ranges „im Übergang von Jugendstil zu moderner neuer Sachlichkeit“ …

Radkarte zur Fachwerkstraße über die Schwäbische Alb

Bad Urach, den 7. September 2015

Neue Radkarte mit Tourenvorschlägen entlang der Deutschen Fachwerkstraße: „Radfahren vom Neckar zum Schwarzwald und Bodensee“

In den beiden Bad Uracher Tourist-Informationen (Haus des Gastes im Kurzentrum und Entdeckerwelt in der Innenstadt) gibt es seit wenigen Tagen die neue Radkarte entlang der Deutschen Fachwerkstraße. Die soeben druckfrisch erschienene Radkarte umfasst fünf geographisch unterteilte Mehrtagestouren und verbindet dabei die 30 schönsten Fachwerkorte der Deutschen Fachwerkstraße in Baden-Württemberg. Die Stadt Bad Urach ist Mitglied bei der Deutschen Fachwerkstraße und somit ebenfalls in Teil des Radwegenetzes.
Insgesamt sind 17 attraktive Etappen mit stattlichen 1.082 Kilometern entlang der Deutschen Fachwerkstraße ‚Vom Neckar zum Schwarzwal und Bodensee‘ auf der Radkarte verzeichnet und laden zu abwechslungsreichen Ein- oder Mehrtagestouren ein.

Eine westliche Route ist in sechs Streckenabschnitte aufgeteilt und führt auf 382 Kilometern von Mosbach am Neckar bis nach Sasbachwalden im Schwarzwald. Die mittlere Route mit sieben Etappen verbindet die Städte Mosbach und Meersburg am Bodensee und dies auf einer Länge von 421 Kilometern, während die östliche Route mit acht Touren und auf 490 Kilometern ebenfalls zum Zielort Meersburg führt.

Zu den drei Routen gesellen sich zwei Rundtouren, die ebenfalls in mehrere Etappen aufgeteilt sind. Mit fünf Tagesetappen lässt sich das Neckartal auf insgesamt 350 Kilometer Länge mit dem Schwarzwald verbinden. Der Toureneinstieg ist dabei frei wählbar, gemütlich radelt man zB. von Bietigheim-Bissingen bis Bad Urach und Calw oder in der Gegenrichtung zurück.
Eine zweite Rundstrecke eröffnet sich vom Neckartal auf die Schwäbische Alb, diese umfasst sieben Etappen und verbindet z.B. die Städte von Bietigheim-Bissingen nach Riedlingen an der Donau (439 km) und führt ebenfalls über Bad Urach.

Wer eine der vorgeschlagenen 17 Routen unter die Pedale nimmt, nimmt die Gelegenheit gerne wahr, in aller Ruhe in jedem Mitgliedsort der Fachwerkstraße anzuhalten, denn überall gibt es nicht nur historische Fachwerkensemble zu bestaunen. Prächtige Rathäuser, eindrucksvolle Marktplätze, Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster sowie beschauliche Gassen können entdeckt werden – Museen und Galerien, aber auch Frei- und Hallenbäder locken zu einem in jeder Hinsicht bereichernden Halt.

Quelle: Bad Urach Tourismus