Archiv der Kategorie: 06 – 10 km

Streuobstland und Hochwiesen am Gönninger Roßberg in voller Blüte

Über die weiß leuchtenden Gönninger Obstwiesen schaut man zum grüner werdenden Albtrauf. Auf den Hochwiesen unterhalb des Roßberg-Gipfels mischt sich das immer noch vorherrschende Gelb der Schlüsselblümchen langsam mit dem Blau des Frühlingsenzians und dem Lila des Knabenkrauts. Dazu leuchten die neuen Blätter der Buchen im schönsten, frischen Grün.

An einem Tulpensonntag wählt man am besten einen Startpunkt weit weg vom Gönninger Ortskern, diesmal den Parkplatz bei den Tennisanlagen (ca. 550 m ü.N.N.) – ein unscheinbares, weißes Schild mit einem Tennisschläger darauf weist ab der Ecke Hechinger Straße/Samenhandelsstraße den Weg.

Auf dem Weg vom Tennisplatz Richtung Waldrand kann man derzeit zunächst die blühenden Streuobstwiesen betrachten (Stichwort Schwäbisches Hanami). Nach je einer Links- und Rechtsabzweigung wandert man dem Wegzeichen Blaue Gabel folgend rechts hinauf, in den Wald hinein und rechts herum.

Schon bald biegt ein Pfad, das Jägerwegle (Blaue Gabel), halblinks ab und führt am Hang entlang eine Weile gemächlich bergauf. Wer die gemütliche Variante bevorzugt, bleibt einfach auf diesem Pfad bis dieser unterhalb des Roßberg-Gipfels aus dem Wald heraus kommt – dort rechts – und umrundet den Roßberg links herum.

Wir aber möchten lieber ausgiebig über die Hochwiese schlendern und verlassen den Jägerweg genau an der großen Serpentine, gehen fünf Schritte ohne Weg nach rechts und wechseln somit auf die steil nach oben führende Heusteige. Der Name lässt darauf schließen, dass man diesen Weg früher nutzte, um das oben auf der Wiese geschnittene Heu auf direktem Weg ins Tal zu schaffen. Man bekommt einen guten Eindruck, wie anstrengend dies gewesen sein muss. Es handelt sich nicht um einen ausgewiesenen Wanderweg, dementsprechend muss man eventuell mit holprigen Abschnitten oder querliegenden Ästen rechnen.

Nach kurzer Anstrengung erreicht man also die Hochwiese am Schönberger Kapf (ca. 770 m ü.N.N.), kann dort nach Lust und Laune eine Runde drehen, was sich vor allem im Frühjahr und Sommer für Blütenfreunde lohnt, oder sich gleich nach links in Richtung Roßberg wenden.

Der Wiesenweg macht eine sanfte Linkskurve und kurz darauf zeigt sich ein schöner Blick zum Albtrauf. In der Ferne sieht man Mädlesfels, Burg Teck und sogar einen der Drei-Kaiserberge. Den Roßberg selbst umrundet man, indem man direkt davor nach rechts abbiegt und den Gipfel links liegen lässt. Dabei passiert man zunächst kurzes Waldstück und eine weitere schöne Hochwiese.

Vor dem Parkplatz biegt man links auf das Sträßchen. Nach ein paar Metern wählt man den Wiesenweg rechts hinunter und folgt dem rechten, schmalen Weg mit Wegzeichen Blaues Dreieck durch den Wald hinunter. Nach dem Schützenhaus geht es links am Waldrand entlang zu der schon bekannten Kreuzung mit dem Jägerweg(le). Dort rechts und wieder links zurück zu den Tennisplätzen.

Länge: ca. 7 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: steil hinauf zum Schönberger Kapf

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Wandervorschläge in der Nähe:
Tour 3: Von Gönningen zum Roßbergturm
Wiesenspaziergänge rund um den Gönninger Roßberg (gelb)
Spaziergang über die Schönbergwiese beim Roßberg (blau)
Von Gönningen hinauf zum Schönberg beim Roßberg (ohne gpx-Datei)
Von Reutlingen Markwasen über die Breitenbachquelle nach Gönningen auf den Roßberg (ohne gpx-Datei)

Weitere Wandervorschläge zum Schwäbischen Hanami

Von Glems zum Dettinger Kirschenweg und oberhalb am Waldrand zurück

Bei Sonnenschein durch die blühenden Streuobstwiesen zwischen Glems und Dettingen zu wandern, ist ein ganz besonders schönes Erlebnis. Aber auch bei diesigem Wetter hat es seinen Reiz und lässt die ganze Kraft und Schönheit der erwachenden Natur erleben.

Glems (439 m ü. NN) ist ein kleiner Ort umgeben von Streuobstwiesen, die sich zwischen Eningen und Dettingen (Erms) bis unter den imposanten Albtrauf erstrecken. Einerseits noch bäuerlich geprägt, andererseits den Einflüssen der nur wenige Kilometer entfernten „Outlet-City“ Metzingen ausgesetzt, bietet er neben dem Ausflugsziel Stausee auch noch ein Obstbaumuseum und an einem Dezemberwochenende einen sehenswerten, kleinen Weihnachtsmarkt.

Im Ort gibt es mehrere Parkmöglichkeiten. Von der Durchgangsstraße L380a biegt der St-Johanner-Weg ab, die zweite links ist die Dettinger Straße, der man von nun an folgt. Der Dettinger Kirschenweg ist ausgeschildert. Nach dem Ortsausgang geht es ein Stück bergauf bis zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über Metzingen, den Metzinger Weinberg und das Albvorland bis zum Stuttgarter Fernsehturm. Hier lernt man zunächst etwas über die Birne, die ja wie die Kirschen zu den Rosengewächsen zählt.

Man folgt weiter dem Asphaltsträßchen ohne große Höhenunterschiede. An der Kreuzung am Linsenbühl wandert man weiter geradeaus durch ein kurzes Waldstück. Danach beginnt der Dettinger Kirschenweg mit Station 1 des Lehrpfads. An Ziegen und Schafen vorbei kann man viel über Streuobstwiesen im Allgemeinen und Kirschsorten im Besonderen lernen oder einfach nur die wunderschöne Landschaft genießen.

Bei Station 6 zweigt in einer Linkskurve des abwärts führenden Sträßchens der Kirschenweg nach rechts oben auf einen Schotterweg ab und führt nach einer Linkskurve erneut unter dem Albtrauf entlang. Man bleibt stets auf dem Weg und auf ungefähr gleicher Höhe und folgt bei einer Weggabelung nicht dem Kirschenweg nach links. Stattdessen geht man weiter geradeaus bis zum Calverbühl, einem auffälligen, spitzen Hügel mit Aussichtsplattform. Ein kurzer Abstecher auf diesen sog. Vulkanembryo des Schwäbischen Vulkans lohnt sich bei guter Sicht allemal.

Kurz vor dem Calverbühl wendet man sich scharf rechts auf einen parallel zum Hinweg zurück verlaufenden Weg. Nach einer Weile am Waldrand entlang und mit weiterhin schönen Ausblicken auf das Ermstal erreicht man die Hohle Linde, einen wirklich sehr beeindruckenden und riesigen Baum. Dort an der Weggabelung wählt man den Weg halblinks an der Baumallee entlang, später an einem Schotterweg ebenfalls links.

In einer scharfen Linkskurve des breiten Wegs führt geradeaus ein schmaler Pfad durch ein Waldstück zu einem breiteren Waldweg, dort geht es links und wieder ein Stück bergauf bis man auf eine Asphaltstraße – die Glemser Steige, trifft. Dieser folgt man nach links und durch die anschließendende Rechtskurve aufwärts, bis in der nächsten Linksserpentine erneut ein Weglein geradeaus bzw. leicht nach rechts unten abzweigt.

Ab diesem höchsten Punkt der Wanderung (ca. 590 m ü. NN) hat man immer wieder herrliche Sicht auf blühende Wiesen, zahllose Obstbäume und die hohen Felsen oberhalb von Glems. Kurz bevor man sich wieder dem Wald nähert, biegt man nach rechts auf einen steil nach unten führtenden Wiesenweg ab. An einem Querweg oberhalb des Ortes geht man links und bald wieder auf einen Wiesenweg halbrechts, bis dieser auf einen Asphaltweg bei einem Reitplatz stößt – dort scharf rechts.
Der erste Linksabzweig führt geradewegs hinab nach Glems und zum Ausgangspunkt.

Länge: ca. 8 km
Dauer: ca. 2 h
Anstiege: immer wieder kurze Anstiege

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Spaziergang: Hin- und Rückweg auf dem Dettinger Kirschenweg
Längere Wanderung: Calverbühl, Sonnenfels, Rossfeld, Obstbaumblüte im Ermstal (gelb)

Weitere Wandervorschläge zum Schwäbischen Hanami

Zur Ruine Rosenstein und zu den Höhlen Große Scheuer und Haus

Die Wanderung rund um den Rosenstein beginnt in Heubach am Wanderparkplatz „Stellung“. Um zu diesem Parkplatz zu gelangen, muss man, wie bei dem Spaziergang zur Ruine Rosenstein, in Heubach den Schildern zur Ruine folgen. Da der Aufstieg auf den Rosenstein mit zu unserem Weg gehört, beginnt unsere Wanderung nicht auf dem Waldparkplatz auf dem Rosenstein, sondern auf dem Wanderparkplatz unterhalb des Rosenstein.

 

Wir starten am Wanderparkplatz und folgen dem Wegweiser mit dem roten Dreieck auf den Rosenstein hinauf. Auf dem Weg zur Ruine kann man schon die erste Höhle dieser Wanderung entdecken: die Kleine Scheuer.

Insgesamt gibt es am Rosenstein über 40 Höhlen, welche teilweise gefahrlos betreten werden können. Der Weg führt uns weiter zur Ruine Rosenstein. Während wir die Aussicht aus den Fenstern der Ruine auf das schöne Remstal genießen, bietet sich auch die wunderbare Möglichkeit, nach dem Aufstieg zur Ruine ein wenig zu entspannen.

Danach folgen wir weiter dem Weg über die Rosensteinbrücke in Richtung  Waldschenke, einem Biergarten in ca. 300 m Entfernung von der Ruine. Weiter dem Weg folgend halten wir uns links und folgen den Schildern zum „Rosenstein Rundweg“ am Albtrauf entlang. Hier bieten sich an vielen Stellen wunderschöne Aussichtspunkte in die Umgebung.

Durchgangshöhle Große Scheuer mit zwei von drei Portalen
Durchgangshöhle Große Scheuer mit zwei von drei Portalen

Kurz vor der „Kurve“, die der Berg Rosenstein macht, führt ein steiler Weg mit einem Geländer zu den Höhlen „Große Scheuer“ und „Das Haus“. Für diesen Abstecher ist es wichtig, wirklich gutes Schuhwerk zu tragen, da dieser Weg steil, felsig und teilweise mit Laub bedeckt ist. Dieser Abstecher ist auf jeden Fall sehr lohnenswert, da er einen beindruckenden Einblick in die Höhlenwelt gibt und man eine gute Vorstellung davon bekommt, warum die Höhlen des Rosenstein als Unterschlupf schon den Altsteinmenschen als Bewohnung dienten.

Nach diesem Abstecher begeben wir uns über den steilen Weg hinauf wieder auf den Rundweg, der uns als nächstes zum Sedelfelsen führt. Dort kann man einen weiten Ausblick in Richtung Aalen genießen.

Unser Weg führt uns nun weiter stets dem Wegzeichen Rote Gabel folgend zurück in Richtung Ruine Rosenstein. Wir gehen nicht bis zur Ruine, sondern folgen dem Abstieg durch den Wald auf dem Alleenweg zurück zum Parkplatz, an dem wir gestartet sind.
(neigschmeckte + albträufler)

Länge: ca. 10 km
Dauer: ca. 3 – 4 h
Anstieg: zur Ruine Rosenstein, kürzere Anstiege zwischendurch

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