Archiv der Kategorie: Bücher, Karten, Apps

Literatur, Wanderkarten und digitale Medien rund um die Schwäbische Alb

Buchtipp: Raus mit dem DING

Von der Geislinger Steige bis nach Oberschwaben, von der Laichinger Alb bis ins Langenauer Ried kann man mit dem Verkehrsverbund DING (Donau-Iller-Nahverkehrsverbund GmbH) fahren – ideal für autofreie Ausflüge. Dieter Buck hat für #Raus mit dem DING“ schöne Spazier- und Wanderwege sowie ein paar Radwanderungen herausgesucht, auf denen man einige spannende Gegenden „um Ulm herum“ entdecken kann.

Übersichtskarte und Tourenliste helfen bei der Entscheidung. Zu jeder Wanderung gibt es vorweg die wichtigsten Informationen inklusive der Anreisemöglichkeiten mit dem DING, die etwas knapp gehalten sind. Insgesamt aber ein sehr hilfreiches Wanderbuch für alle, die gerne entspannt mit Bus und Bahn zur Wanderung anreisen möchten.

Raus mit dem DING

Autofrei ins Grüne mit dem »DING«, dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund: die schönsten Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren rund um Ulm, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternehmen kann.

  • Rund- und Streckentouren zwischen Geislingen an der Steige und Aulendorf, Riedlingen und Roggenburg in Bayern.
  • Ausführliche Beschreibungen der wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten.
  • Touren-Schnell-Check für mehr Übersicht und Planung.
  • Hinweise zu den Verkehrsverbindungen im Tarifgebiet DING.

Dieter Buck
Raus mit dem DING
Tolle Touren rund um Ulm. Spazieren, Wandern, Radwandern
Silberburg-Verlag
160 Seiten, 111 Farbfotos und Karten, Format 12 x 19 cm, kartoniert
14,90 €
ISBN 978-3-8425-1389-1

Tour 5: Roggen-, Eyb- und Magental (Wanderbuch Schwäbische Alb Ost)

Mit der Lokalbahn über die Alb und durch die idyllischen Landschaften von Roggen-, Eyb- und Magental zurück nach Geislingen

Durch den Neubau der Bahnstrecke Stuttgart – Ulm wird das technische Meisterwerk Geislinger Steige bald an Bedeutung verlieren. Grund genug, einmal mit dem Zug die Strecke Geislingen – Amstetten zu fahren und von dort mit der Museumsbahn nach Waldhausen zu tuckern. Die anschließende Wanderung führt durch das Magental zum Mordloch, dann über die Obere Roggenmühle und Eybach zurück nach Geislingen. Abkürzung der Tour möglich.

Die vollständige Wegbeschreibung mit praktischen Informationen und weiteren stimmungsvollen Bildern gibt es in meinem Wanderführer:

Wanderbuch Schwäbische Alb OstElke Koch
Wandern Schwäbische Alb Ost
Unterwegs mit der ganzen Familie
Juni 2016
ca. 176 Seiten
15.90 €
Der Kleine Buch Verlag
ISBN: 978-3-7650-8722-6

Download GPX-Tracks zu den Buchtouren

25 Touren: Mit Fils-, Ach- und Lonetal sowie Albuch, Nördlinger Ries und Härtsfeld

Die Wanderungen sind überwiegend leicht und führen über typische Wacholderheiden zu geschichtsträchtigen Burgruinen und beeindruckenden Aussichtsplätzen sowie durch schroffe Schluchten zu bizarren Felsen und wilden Eiszeithöhlen – von Geislingen bis Bopfingen und von Aalen bis Blaubeuren.

Neben abwechslungsreichen Halbtages- und Tagestouren abseits bekannter Pfade liefert Elke Koch zahlreiche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten.

Mit Höhenprofilen, praktischen Informationen zu Anfahrt, Wegbeschaffenheit, Distanz, Kinderspielplätzen und Themenpfaden sowie detaillierter Karte zu jeder Tour.

  • Halbtages- und Tagestouren zwischen 4 und 15 km Länge
  • Inkl. Museumsbahntouren und kinderwagentauglichen Varianten
  • sowie Rätsel zu jeder Tour
  • Mit GPS-Tracks zum Download

Buchtipp: Natalia Wörners „Heimat-Lust“

Der Film „Die Kirche bleibt im Dorf“, in dem sie den Kracher Maria spielt, hat den schwäbischen Dialekt auch für Nicht-Schwaben ein bisschen sympathischer gemacht – sagt man. Zumindest hat man im Ländle viel Spaß daran – oft immer noch a bissle hälenga. Aber was ein Breschdlingsgsälzhäfele ist, wissen wohl inzwischen mehr Menschen als es wissen wollten.

Natalia Wörner: Heimat-LustWer etwas in diesem Stil von Natalia Wörners Buch „Heimat-Lust“ erwartet, wird eine große Überraschung erleben. Natalia Wörner ist eine kluge, selbstbewusste und weltoffene Frau, die eben nicht ins gleiche Horn stößt. Sie hat sich stattdessen intensiv damit auseinandergesetzt, was Heimat letzten Endes für jeden von uns bedeutet.

Sowohl im Buch als auch bei der Lesung stellt sie zuallererst das Thema Heimat in Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung. Anhand ihrer Familiengeschichte, ihrer Kindheit und ihres Werdegangs beleuchtet sie einerseits die Geschehnisse der letzten Jahrzehnte, andererseits die geschichtlichen Ereignisse, die auf die eine oder andere Art zur Entstehung und Formung des heutigen Baden-Württembergs beigetragen haben. Anhand eines geschichtlichen Abrisses verdeutlicht sie, dass gerade im Flickenteppich Südwestdeutschlands der Begriff Heimat nie lange ein stabiler, verlässlicher Wert war.

Wer zur gleichen Generation wie Natalia Wörner gehört, wird noch dazu auf eine Reise in die eigene Vergangenheit geschickt. Selbst wenn diese ganz anders verlaufen ist, die äußeren Wegmarkierungen sind die gleichen: Filbinger, Stammheim, Ostermärsche, NATO-Doppelbeschluss – wir müssen nicht erst nachschlagen, was damit gemeint ist. „Ja, das war unsere Jugend.“ sagt sie nach der Lesung zu mir.

„Heimat-Lust“ bedeutet ihr – so wird mit jedem Kapitel klarer – nicht allein die Lust auf Heimat. Eine Liebeserklärung an die schwäbische Heimat, wie man mancherorts liest, ist es schon gar nicht und wenn überhaupt, dann nur hälenga versteckt. Vielmehr ist es die nach langer Abwesenheit erwachte Lust, dem Wesen der Heimat nachzuspüren. Die Erinnerungen in Beziehung zu heute zu setzen. Die innere Heimat mit der geographischen abzugleichen – und zu begreifen, dass letztere auch und gerade momentan für so viele unerreichbar ist. Für Flüchtlinge gleichermaßen wie für moderne Berufsnomaden. Dies zeigen die Gedanken ihr nahestehender Personen, welche den einzelnen Kapitel vorangestellt sind.

Natalia Wörner, die sich selbst als stets optimistische Person darstellt, regt mit ihrem ersten Buch zum Nachdenken, Hinterfragen, Handeln an. Was für eine Heimat ist das, die wir vor „Eindringlingen“ glauben schützen zu müssen? Konnten wir nicht in den vergangenen Jahrhunderten und zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg viel mehr Flüchtlingen als jetzt eine neue Heimat geben und gemeinsam daran wachsen? Mir geht ein Vergleich nicht mehr aus dem Kopf: Heimat ist wie Freude, nur geteilt wird sie doppelt so schön.

18 Jahre alt ist Natalia Wörner, als sie ihre schwäbische Heimat verlässt. Sie bricht auf, um der Enge zu entfliehen. In Paris, Mailand, New York und Berlin macht sie Karriere als Model und Schauspielerin. Sie dreht mit international renommierten Regisseuren, erhält zahlreiche Auszeichnungen und wird von Ken Follett als attraktivste Frau bezeichnet, die ihm je begegnet sei. Was kann da noch passieren? Richtig: die Auseinandersetzung mit der Heimat. Schließlich muss man wissen, woher man kommt, um zu entscheiden, wohin man will. Dazu ist jetzt die richtige Zeit: Natalia Wörner nimmt uns mit zu ihrer persönlichen Heimkehr ins »Ländle«, illustriert durch bisher unveröffentlichtes privates Fotomaterial.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
vierfarbig
ISBN: 978-3-570-50187-0
€ 17,99