Für Kinder: Entdeckerwelt Bad Urach

Spannende Abenteuer für Familien mit Kindern zwischen acht und zwölf Jahren bietet die neue Entdeckerwelt Bad Urach am Fuße der Schwäbischen Alb. Von dort aus können kleine Forscher ihre Begleitpersonen mit auf Tour nehmen und Rätsel lösen.

Entdeckerwelt Bad Urach

Es gibt zwei Touren durch die Stadt, eine im Wald am Tiergartenberg und eine im Haus der Entdeckerwelt selbst. Der Eintritt ansich ist frei, doch die Ausleihe der Tablets, die an den jeweiligen Stationen Infos liefern, kostet 6 Euro. Außerdem muss man seine persönlichen Daten angeben sowie entweder den Personalausweis oder 50 Euro als Pfand für das teure elektronische Gerät hinterlassen.

Bergtour

Für die Bergtour sind Wanderstiefel dringend empfohlen, ohne kleine Kraxeleien kommt man nämlich an die eine oder andere Station nicht heran. Die Entdecker bekommen auch noch eine Bauchtasche, in der sich wichtige Werkzeuge wie Lineal, Notizblock, Rotfilter oder Lackmuspapier befinden. Unterwegs muss man QR-Codes scannen und sich die Informationen gut merken oder aufschreiben. Dann kann man zurück in der Entdeckerwelt das Quiz lösen. Insgesamt sollte man sich 1-2 Stunden Zeit nehmen – je nach Alter und Interesse der Kinder.

Unterwegs folgt man hauptsächlich dem Premiumwanderweg Hohenurachsteig, streift aber einige weitere Wander- und Themenwege, wie etwa den „Pfad durch die Geschichte“ zum Haus auf der Alb oder den Bad Uracher Poesieweg. Wer sich richtig viel Zeit nimmt, kann den ganzen Tag lang Bad Urach entdecken, zwischendurch einkehren und weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen.

Stadttouren

Für die beiden etwas kürzeren Stadttouren braucht man selbstverständlich keine besonderen Schuhe. Die QR-Codes sind nicht so leicht zu finden wie bei der Bergtour, doch schon bald entwickelt man einen Blick dafür. Außerdem hilft ein kleiner Stadtplan bei der Suche. Da das Angebot relativ neu ist, wird derzeit noch an einzelnen Verbesserungen gearbeitet. Man sollte sich zu Beginn die Wege gut erklären lassen und man kann sogar anrufen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Die Geräte sind einfach zu bedienen und im Zweifel wissen die Kinder sicher ganz gut, wie man einen QR-Code scannt oder das Gerät aus dem Schlafmodus aufweckt. Auf den Geräten läuft eine spezielle App, die nicht frei im Internet verfügbar ist.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Entdeckerwelt ist ein Projekt der Stadt Bad Urach zusammen mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb und befindet sich im Haus des Tourismus (ehemaliges Postgebäude) zwischen Bahnhof und Residenzschloss an der Ecke Bismarckstraße/Beim Tiergarten. Im Biosphärengebiet fehlte ein Angebot speziell für Kinder. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

Warum der Tagesanbruch für mich die beste Zeit zum Wandern ist…

Vielen Dank an Wolfgang Trust für diesen wunderschönen Gastbeitrag zum Thema „Wandern bei Tagesanbruch“:

Fast jedes Wochenende ziehe ich los um am Albtrauf oder der Albhochfläche zu wandern. Diese Leidenschaft verbindet mich mit vielen anderen Naturliebhabern. Was ich nicht mit vielen gemein habe ist, dass ich meine Wanderungen während des gesamten Jahres meist vor Sonnenaufgang starte. In den Monaten Mai bis Juli bedeutet das, dass ich oft schon zwischen 3 und 4 Uhr aufstehe um rechtzeitig am Ausgangspunkt meiner Wanderungen zu sein.

Für alle die wissen möchten, was die Gründe sind, dass ich so früh für meine Wanderungen aufstehe, hier die Antwort:

1. Die Ruhe am Morgen

Wenn man früh genug losgeht hat man die Chance auf das Erleben einer wundervollen Ruhe. Selbst in den Sommermonaten, in denen z.B. die Hauptwanderwege der Alb meist sehr „bewandert“ sind, sind früh am Morgen kaum Menschen unterwegs und man hat die Natur ganz für sich alleine.

2. Die erwachende Tierwelt des Tages

Wer in der Nacht startet kann erleben, wie die Tierwelt des Tages erwacht. Und das ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Egal ob es Füchse oder Rehe sind, die sich zum Frühstück aufmachen oder die Vogelwelt, die durch Ihren Morgengesang der Welt verkündet, dass ein neuer Tag anbricht.

3. Die Farben des Tagesanbruchs

Wenn der Tag anbricht, zeigt sich die Natur in wundervollen Farben. Schon wenn die ersten Farben das Dunkel des Himmels zurück drängen, erleuchten diese Farben mein Gemüt. Und dieses Schauspiel findet das ganze Jahr statt. Selbst in den oft so tristen Novembermonaten.

4. Das Frühstück

Und nach einem besonderen Naturerlebnis am frühen Morgen gibt es dann noch ein weiteres Highlight: Ein wundervolles Frühstück mit leckerem Frühstücksei. Ein Frühstück nach einer Frühwanderung ist für mich einfach das beste Frühstück. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all die Mitarbeiter von Bäckereien, die sogar an Sonntagen für uns frische Brötchen zubereiten!).

Und für alle, die es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffen, so früh am Morgen zu einer Wanderung aufzubrechen, habe ich eine Auswahl von Fotografien, die die für mich besonderen Morgenstimmungen widergeben. Denn genau solche Anblicke sind für mich der wichtigste Grund, warum der Tagesanbruch die beste Zeit zum Wandern ist.

Bilder sagen manchmal eben mehr als 368 Worte.

Webseite: www.trustpage.de
Facebook: www.facebook.com/WolfgangTrustPhotography

Abendliche Fahrt durchs Donautal

Jede Gelegenheit wird genutzt – also habe ich mir heute auf dem Rückweg eine Fahrt durchs Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen gegönnt. Felsen, Kurven, Tunnel, Burgruinen – man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Die Donau hat sich zwischen Tuttlingen und Sigmaringen tief in die Alb hineingefräst. Das kurvige Sträßchen (L 277) ist immer einen Ausflug wert, und eine Wanderung auf dem Donauberglandweg / Donau-Zollernalb-Weg sowieso.

Fahrt durchs Donautal

Von Tuttlingen aus fährt man über Mühlheim nach Fridingen (Beschilderung: Albstadt). Von Fridingen aus geht es hinauf zum Knopfmacherfelsen. Dort lohnt sich ein Stopp, um die schöne Aussicht zum Kloster Beuron und zum Schloss Bronnen zu genießen.

Blick vom Knopfmacherfelsen nach Beuron Blick vom Knopfmacherfelsen nach Beuron
Atemberaubende Aussichtspunkte

Wer möchte, kann danach einen Abstecher nach Irndorf zum Rauhen Stein und zum Eichfelsen machen. Letzterer ist vermutlich der schönste Aussichtspunkt im Donautal, aber man muss das Auto stehen lassen und zu Fuß hingehen – zum Beispiel vom Rauhen Stein aus an der Talkante entlang (1,5 km einfach).

Kloster Beuron

Von Irndorf fährt man ein Stück zurück und dann hinunter nach Beuron. Highlights dort sind die alte Holzbrücke und natürlich das Benediktinerkloster.

Schloss Werenwag

Nun bleibt man stets unten im Donautal und staunt über die vielen Felsen, über Schloss Werenwag oberhalb von Hausen im Tal und die neuen Ausblicke nach jeder Kurve.

Rabenfelsen

Unterwegs bieten sich viele Möglichkeiten einzukehren. In einer der schönsten Talschleifen unter den mächtigen Rabenfelsen bei Thiergarten liegt zum Beispiel der Gutshof Käppeler direkt neben der kleinsten dreischiffigen Basilika nördlich der Alpen.

Rabenfelsen im Donautal Rabenfelsen im Donautal
Gebrochen Gutenstein

Weiter geht es durch kleine Felstunnel. Wer hinter Gutenstein langsam fährt, gibt seinem Beifahrer die Gelegenheit, durch einen dieser Tunnel hindurch die Ruine Dietfurt zu fotografieren. Kurz darauf nach der Brücke über die Schmeie fährt man rechts in eine kleine, unbeschilderte Parkbucht. Schaut man nach links oben, sieht man die abenteuerlich auf Fels gebaute Ruine Gebrochen Gutenstein.

Park Inzigkofen

Wer genug Zeit hat, sollte sie sich für einen ausgedehnten Spaziergang durch den Park Inzigkofen nehmen. Man kann noch gut erkennen, dass es einmal ein durchgestylter Park war. Heute sind viele Stelle wieder verwildert und bewaldet. Schmale Pfade, Treppchen und Brückchen führten durch die Landschaft. Besonders schön ist der Amalienfels, der sich in der Donau spiegelt.

Schließlich erreicht man Sigmaringen. Das Städtchen mit dem großen Zollernschloss ist nach einer Fahrt durchs Donautal immer einen Besuch wert.

Infos zur Region und zu Wanderwegen:
www.donaubergland.de

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …