Ein Naturschutzgebiet am anderen zwischen Dottingen und Rietheim

Der Spaziergang heute zwischen Dottingen und Rietheim hatte viel von einem Irlandurlaub: eine lauwarme Brise, etwas Sprühregen zwischendurch und gute Luft zum Durchatmen. So viele kleine Naturschutzgebiete auf so engem Raum hat man selten. Die Wiesen blühen, was das Zeug hält, und auch im Wald gibt es noch einige Blüten zu entdecken. Eine richtige Tour wurde heute nicht draus, denn auf den überproportional vielen aspahltierten Sträßchen fahren derzeit auch noch übermäßig viele Autos aufgrund einer Straßensperrung im Tal.

Die Gegend ist aber einen Tipp definitiv wert: Neben der schönen Wald- und Wiesenlandschaft – oft Naturschutzgebiete – gibt es dort angeblich „einen der schönsten Aussichtspunkte der Schwäbischen Alb“. Davon bin ich zwar immer noch nicht überzeugt – selbst wenn man sich mehr Sonne dazudenkt – aber schön ist er schon, der Blick vom Grill- und Picknickplatz Schwende auf das schnucklige Rietheim.

Erfahrungsbericht: 24-Stunden-Wanderung von Geislingen nach Bad Urach

Von 8 Uhr bis 8 Uhr einfach nur wandern – noch dazu in einer der schönsten und anspruchsvollsten Gegenden der Schwäbischen Alb. Schwer vorstellbar, wenn man nicht dabei war. Der Bericht gibt einen kleinen Einblick.

Am 02.06.2012 galt es mit 31 hoch motivierten Teilnehmern die Alb für 24 Stunden am Stück unter die Füße zu nehmen.

Während ein Teil der Teilnehmer den Transfer, die Busfahrt von Bad Urach nach Geislingen, bereits zum Kennen lernen nutzte, reisten die anderen direkt zum Startpunkt nach Geislingen an.

Nach einem kurzen Austausch über die Erwartungen an die kommenden 24 Stunden und einem Regelcheck starteten wir. Vom ersten Meter an wurden wir gefordert. Das Tourenprofil hielt was es versprach, ein ständiges Auf und Ab.

Es ging vorbei an Höhlen, Kletterfelsen, kleinen Wasserfällen, durch wogende Wiesen. Diese abwechslungsreiche Landschaft und eine immer wieder überraschende Wegführung ließen keine Langeweile aufkommen und sorgten sicher mit für die tolle Stimmung in unserer Gruppe. Zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmer lagen stolze 40 Jahre. Mit Augenmaß nutzten wir diese Spanne zur gegenseitigen Motivation.

Einige machten von der Möglichkeit Gebrauch, die Tour abzubrechen. Wir verabschiedeten sie mit Laola – Wellen, da es großen Spaß machte, sich in diesem Rahmen kennen zu lernen und die Anstrengung soweit gemeinsam geschafft zu haben.

18 von uns hatten die Kondition, den Willen und auch nötige Portion Witz und Humor um nach 24 Stunden die Zielfahne in Bad Urach zu erreichen.

Die Tour sorgte für neue körperliche und mentale Erfahrungen. Darüber hinaus gab es auch viele Anregungen zu Besuchen an und auf der Alb. Einige haben sich für die Winter-Tour im Januar 2013 schon wieder angemeldet.

von: Detlef Nescholta, 360° Schrittweise

Aussagen von Teilnehmern:

Die Wanderstrecke stellte zeitweise, insbesondere in der Nacht, sehr hohe Anforderungen ( steile Aufstiege und Abstiege ) ….

… nicht bis zum Schluss dabei sein, trotzdem fühlt man sich nach so einer Leistung, die man vorher niemals von sich erwartet hätte, wie ein Held :-).

… die Auswahl der Pfade mit tollen Ausblicken war traumhaft.

… noch am Sonntag haben wir beschlossen beim nächsten Mal die 72km zu packen!

Draußen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Wandern, Radfahren, Wanderreiten …