Schlagwort-Archive: Albtrauf

Der Albtrauf (Albnordrand) ist die markenteste Landschaftsform der Schwäbischen Alb. Wie bei einer zerklüfteten Küstenlinie gibt es Steilhänge und tief eingeschnittene Täler.

Auf dem Burgenweg zum Mädlesfels, zum Übersberg und zum Immenberg

Zum Übersberg bei Pfullingen hinauf gibt es zwei Varianten des Burgenwegs, der auf insgesamt 89 Kilometern an 25 Burgen und Burgruinen vorbei vom Neckar zur Donau führt. Diese abwechslungsreiche, aber burgenlose Halbtageswanderung folgt ihm auf der Eninger Seite hinauf zum Mädlesfels und kehrt über den Immenberg hinunter Richtung Pfullingen zurück.

Am Sträßchen von Pfullingen zum Übersberg befindet sich unterhalb des Waldrands ein großer Spiel- und Grillplatz. Kurz davor gibt es rechts einen geschotterten Wanderparkplatz (ca. 530 m ü.N.N.). Hier startet diese Wanderung in Richtung Wald hinauf.

Man nimmt gleich den ersten Abzweig links herum und geht den breiten Weg am Waldrand entlang – links der Blick auf die Achalm – bis man wieder auf das Sträßchen trifft, dort rechts. Nach gut 250 m wendet man sich halblinks auf einen breiten Waldweg. Auf diesem Weg umrundet man nun hinter dem Waldrand fast auf gleicher Höhe bleibend die Wiesen und Weiden des Harret-Tals, die man oft durch die Bäume gut erkennen kann.

Eine Weile nachdem man einen links liegenden kleinen Teich passiert hat, mündet von links ein Weg vom Hof herauf ein. Hier geht man rechts und gleich wieder links, weiter am Waldrand entlang. Etwas später führt der Weg (Holzschild: Hörnlesweg) durch ein Waldstück, man folgt ihm weiter geradeaus und ignoriert alle Abzweigungen.

Nach einer Linkskurve und ein paar Metern bergab trifft man auf einen Querweg: den Burgenweg. Schaut man nach links sieht man den Gipfel der Achalm – die erste Station des Burgenwegs – und schaut man nach rechts vorne, kann man den beeindruckenden Mädlesfels erkennen – das erste Ziel dieser Wandertour.

Hier biegt man also nach rechts ab und bleibt immer auf dem breiten, stetig ansteigenden Waldweg. An einer Weggabelung hält man sich rechts. Meist sieht man das Wegzeichen Blaues Dreieck, manchmal aber auch das eigentliche Zeichen für den Burgenweg: Schwarze Burg auf weißem Hintergrund. Kurz nach einem kleinen Brunnen rechts oberhalb des Weges ignoriert man erneut einen Rechtsabzweig. Im weiteren Verlauf verengt sich der Waldweg zu einem schmalen Pfad, man befindet sich nun direkt unter dem Mädchenfels.

Noch zwei kleine Serpentinen und man hat es auf die Albhochfläche geschafft. Noch vor der Koppel geht man direkt rechts am Trauf entlang, ca. 500 m sind es bis zum Aussichtspunkt am Mädlesfels (794 m ü. N.N.). Der Blick ins Albvorland, zum markanten Zeugenberg Achalm und über den zerklüfteten Albtrauf ist einer der schönsten, den es auf der Mittleren Alb gibt.

Einer alten Sage zufolge sprang einst ein Mädchen (genauer: ein Nachfräulein der Ursel, daher Ursulaberg) von diesem Felsen, um sich der Verfolgung durch einen aufdringlichen Jäger zu entziehen. Im Gegensatz zum Jäger überlebte das Mädle auf wundersame Weise: (ausführliche Version der Sage vom Mädlesfels).

Nun geht es auf dem breiten Weg direkt in Richtung Hofgut Übersberg (Einkehr). An der kleinen Kreuzung steht ein riesiger, uralter Baum mit vielen Wanderschildern. Vom Mädchenfels kommend wendet man sich nach rechts das Sträßchen hinunter. In der ersten Kehre geht man geradeaus den steilen Weg abwärts und folgt weiterhin stets bis zum Schluss der Beschilderung Blaues Dreieck bzw. Burgenweg.

Erneut erreicht man das Sträßchen, folgt ihm ein paar Meter und biegt dann noch in der Kurve links auf einen Schotterweg ab. Rechts befindet sich der Hang des Ursulahochbergs, links das Zellertal. Kurz nachdem man aus dem Wald herauskommt, hat man die Wahl, auf dem Schotterweg weiterzugehen, oder dem schmalen, parallel verlaufenden Wiesenpfad zu folgen. Beide kommen beim Immenberger Sättele wieder zusammen. Der Immenberg (660 m ü.N.N.) verbindet eine wundervolle Wacholderheide-Landschaft mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden, tief in die Alb eingeschnittenen Täler.

Nach der Elisenhütte überquert man zwei Mal kurz nacheinander das Sträßchen, geht weiter durch den Wald (Vorsicht: der Pfad führt teils sehr dicht an der Albkante entlang) bis zur Ernsthütte (663 m ü.N.N.), von wo sich ein schöner Blick über das untere Echaztal zwischen Unterhausen und Pfullingen bietet. Links an Hütte und Parkplatz vorbei bleibt man auf dem schmalen Pfad durch den Wald, bis dieser auf einen Schotterweg trifft.

Dort wendet man sich links hinab am kleinen, ehemaligen Steinbruch (Naturschutzgebiet) vorbei. Bald schon zweigt rechts ein parallel zum Schotterweg ein verlaufender Wanderpfad ab, welchem man nun stets bergab folgt. Dabei passiert man noch einen schönen Aussichtspunkt über der alten Skischanze mit Blick auf die Stadt und überquert einen weiteren breiten Weg. Schließlich erreicht man den Ausgangspunkt am Wanderparkplatz.

Länge: ca. 15 km
Dauer: ca. 4 h
Anstiege: ab Burgenweg zum Mädlesfels

» Download albtips-de-Burgenweg-Maedlesfels-Uebersberg.gpx (.zip)


Fast die gleiche Rundwanderung in die Gegenrichtung:
» Auf den Spuren einer alten Sage: Rund um Urselberg und Mädlesfels

Dahinschmelzendes Eis und erste Frühlingsboten am Uracher Wasserfall

Weil es so schön war, gibt es heute nochmal Fotos vom Uracher Wasserfall. Inzwischen sind die Temperaturen um 20°C auf über Null geklettert und alles schmilzt dahin. Große Eisbrocken konnte man heute herabstürzen sehen – der Aufenthalt direkt in der Nähe des Wasserfalls kann lebensgefährlich sein. Die Wege sind größtenteils mit Schneematsch und viel Schmelzwasser bedeckt. Viele Vögel, z.B. Enten, machten heute ebenfalls einen Ausflug auf die vom Schnee befreiten Wiesen am Bach.

Eine schöne Spazierrunde führt auf dem Unteren Wasserfallweg zum Ende des Tals mit dem Uracher Wasserfall, ein steiler Pfad mit Treppen am Fall entlang und dann auf dem Oberen Wasserfallweg wieder zurück zum Parkplatz bzw. zur Bahnhaltestelle Uracher Wasserfall am nördlichen Ende von Bad Urach.

Alternative:
Eiszauber am Uracher Wasserfall und an den Gütersteiner Wasserfällen

Eiszauber am Uracher Wasserfall und an den Gütersteiner Wasserfällen

Wer heute Ruhe und Erholung gesucht hat, wurde am Uracher Wasserfall nicht fündig: Den Eiszauber am Uracher Wasserfall wollten alle sehen, wirklich alle. Sobald man sich aber vom Hauptspazierweg entfernte, hielten sich die Menschmassen in Grenzen.

Von der Bahnstation Uracher Wasserfall bzw. vom dortigen Parkplatz aus folgt man dem Weg ins Maisental und dann am Brühlbach entlang in Richtung Wasserfall. Nur unmerklich geht es bergauf. Nach ca. einer halben Stunde erreicht man den Fuß des Wasserfalls.

Eiszauber am Uracher Wasserfall

Ein Abstecher führt am Wasserlauf entlang hinauf bis ganz nah an den 37 m hohen Fall. Oberhalb gibt es Picknicktische und einen Kiosk (nur im Sommer geöffnet). Derzeit ist der Aufstieg entlang des Uracher Wasserfalls über die vereisten Stufen nur mit sehr gutem Schuhwerk, besser noch mit Spikes zu empfehlen.

Uracher Eisfall - Februar 2012 Uracher Eisfall - Februar 2012Von oben zurück folgt man weiter dem ursprünglichen, breiten Weg, der parallel zum Hinweg durch das Tal zurückführt, dann links um den Runden Berg herum auf den Weg in Richtung Gestütshof Güterstein.

Hat man das Fachwerkgebäude des Gestütshofs hinter der Allee gesichtet, zweigt schon bald ein Fahrweg rechts ab. Man überquert eine Brücke und passiert eine winzige Hütte im Fachwerkstil neben einer Scheune. Dieser Weg führt zur Viehstelle (Grillstelle), danach geht es nach links am rechten Waldrand entlang und vorbei am Gestütshof Güterstein.

Kurz nach Waldeintritt biegt man nach rechts auf einen Waldweg ab, der in Serpentinen hinauf zu den Gütersteiner Wasserfällen führt.

Steht man vor dem Wasserbecken mit Blick zum Hang, wendet man sich nach links und nimmt nach der Hütte den Weg rechts ein kurzes Stück hinauf und dann am Hang entlang, bis man auf die Fohlensteige trifft. Dieser folgt man nach links unten, bis ein breiter Weg am Waldrand scharf links abzweigt. Er führt hinunter zurück zum Gestütshof Güterstein.

Von dort geht es geradeaus unter der eindrucksvollen Allee weiter und vorbei an den Pferdekoppeln. So gelangt man zurück ins vordere Maisental und zum Ausgangspunkt.

Zwei Stunden später:

Fotos von birki

Länge: ca. 8 km
Dauer: ca. 2,5 h
Anstiege: Uracher Wasserfall, Gütersteiner Wasserfälle

Download albtips-de-UracherWasserfall-Gueterstein.gpx (.zip)

Wandervorschläge in der Nähe:
Den Hohenurach im Blick (blau)
Helle Steine, buntes Laub: Ruine Hohenurach, Eppenzill- und Hannerfelsen (gelb)
Auf kürzestem Weg zum Uracher Wasserfall (braun)
Aussichtsreich am Rossfeld (rot)