Das frühe Aufstehen hat sich wieder einmal gelohnt: Noch im Dunkeln durch den unerwarteten Schnee stapfen, die Dämmerung erleben und ein leckeres regionales Frühstück genießen!
Wie jedes Jahr gab es wieder die Sonnenaufgangstour von TrÜP-Guide Rita Goller und dem Team aus dem Biosphärenzentrum, das für das tolle Frühstück sorgte.
Die Sonne zeigte sich zwar nur hinter den Wolken, doch die Nacht wich dem Tag und zeigte die Schönheit der verschneiten Alblandschaft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen.
Heißer Tee und Kaffee wärmte von innen, während wir Zitaten und Sprüchen zu den Themen Frühaufstehen, Frühling und Naturerwachen lauschten.
Schnee an Ostern ist eigentlich gar nicht so ungewöhnlich auf der Alb, aber nachdem es diesen Winter noch gar nicht so viel Schnee gegeben hatte, war dieser Anblick schon besonders.
Nur am Skilift tummelten sich schon ein paar Familien, um die Gelegenheit zum Schlittenfahren zu nutzen.
Wir hingegen stapften durch den unberührten Neuschnee hinauf zum Tobelkapf und bestaunten die eingeschneite Wacholderheide im Naturschutzgebiet Greuthau.
Anschließend ging es über die B 312 hinüber, durch den Wald und am Wildgehege vorbei bis kurz vor Holzelfingen und immer weiter durch die herrlich verschneite Landschaft.
Das Highlight waren die Traifelbergfelsen mit dem Blick zum Schloss Lichtenstein. Eine Woche zuvor war dort eigentlich schon der Frühling ausgebrochen.
Durch Donauauen zur Karstquelle der Braunsel, im noch lichten Wald hinauf und durch das Trockental Schelmental wieder hinab führt diese Runde vorbei an den ersten Blüten des Frühlings und imposanten Felsen.
Man startet an der Josephskapelle bei Emeringen. Vom Wanderparkplatz geht man nach Süden und nach einer Linkskurve nach Osten. Im Donautal liegt pittoresk das Örtchen Rechtenstein.
Der Weg führt hinab zu den Donauauen. Der Weg über die Wiesen ist bald nicht mehr gut zu erkennen. Man muss auf jeden Fall schräg nach rechts zur Donau. Dort am Waldrand findet man den Weg wieder. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, keine Tiere wie z. B. brütende Vögel zu stören.
Nach einer Linkskurve führt der Weg im Wald weg von der Donau zur Braunsel, Schwabens kürzestem Fluss. Von der Brücke aus kann man beobachten, dass das Wasser nicht nur vorbeifließt, sondern hier auch aus dem Boden austritt.
Nach der Brücke wendet man sich nach rechts und folgt ein kurzes Stück dem Burgenweg Richtung Rechtenstein. Schon an der ersten Gabelung hält man sich links. Der breite Waldweg führt leicht ansteigend hinauf zur Albhochfläche.
Oben angekommen genießt man geradeaus den Blick zum Hochberg, der sich über die Ebene erhebt. Hier geht man links und bleibt immer am links befindlichen Waldrand. Man passiert eine kleine Kapelle mit Bänken, der Weg macht eine Linkskurve und an der T-Kreuzung nimmt man den Weg ins Tal hinab.
Sanft führt das Schelmental in Kurven bergab. Noch ohne viel Laub kann man im Frühjahr die imposanten Felsen am Wegesrand bewundern. Es gibt einige Frühblüher wie Seidelbast oder Märzenbecher.
Am Ende des langen Trockentals kommt man wieder zur Braunsel und folgt nun dem Burgenweg nach rechts Richtung Emeringen und kommt so zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs bietet sich noch ein herrlicher Blick zum Bussen und mit Glück auch zu den Alpen.