albtips.de – Wandern im Biosphärengebiet

Schwäbische Alb – Wandern, Radfahren, Wanderreiten und Genießen

Archiv: März 2008

Spaziergang: Vom Pfullinger Berg zum Barmkapf-Aussichtspunkt

Montag, 24. März 2008, von: albträufler

Vom Wanderparkplatz Pfullinger Berg ist der Aussichtspunkt Barmkapf ausgeschildert. Der Weg führt zunächst durch den Wald und dann direkt am Albtrauf entlang.

Vom Aussichtspunkt Barmkapf sieht man das obere Wiesaztal mit den Gönninger Seen und den Roßberg mit Aussichtsturm.

Um nicht den gleichen Weg zurück zu gehen, kann man zum Beispiel eine Runde über die Pfullinger Wiese spazieren oder eine noch größere Runde zum Stöffelberg anschließen.

Zur Märzenbecherblüte ins Wolfstal und ins Lautertal

Sonntag, 16. März 2008, von: albträufler

Rund um das Große Lautertal gibt es unzählige schöne Wanderungen. Ein Highlight ist auf jeden Fall das Wolfstal (nicht nur) zur Märzenbecherblüte. Aber Vorsicht: an schönen (Sonn-)Tagen kommen die Besucher per Bus in dieses kleine, gewundene Tal. Es lohnt sich also früh aufzustehen oder auch bei nicht so optimalem Wetter zu starten.

Statt einfach nur das Wolfstal hinauf- und wieder hinabzuspazieren, kann man folgende Route (ca. 2-3h) wählen: Sie beginnt beim Wanderparkplatz am unteren Ende des Wolfstals im Lautertal bei Lauterach.

Dem sanften Anstieg des Wolfstals folgend geht man den gewundenen Weg vorbei an Felsen, Höhlen und der so typischen Vegetation. Im März gibt es außer einem weißen Teppich aus Märzenbechern auch noch vereinzelt den leuchtend roten Kelchbecherling zu sehen. Dieser Pilz ist vom Aussterben bedroht und muss geschützt werden. Wenige Zeit später kommt noch die Blüte des sonst seltenen Lerchensporns hinzu.

Nach einer knappen Stunde Gehzeit verlässt man den Wald und biegt nach links auf einen asphaltierten Weg Richtung Erbstetten ab. Man durchquert den Ort, biegt links auf die Durchfahrtstraße ein und geht in einer Rechtskurve geradeaus weiter ins Mariental. Diesem Tal folgt man abwärts bis man auf das Lautertal stößt. Dort folgt man dem Weg am Fluß nach links.

Hat man Unterwilzigen passiert kommt man in einen nicht weniger romantisch verschlungenen Teil des Lautertals – dort gibt es viele Lauterschleifen, einen Ausblick auf die Burg Reichenstein und sogar eine “Levada”.

Der Weg an der Lauter entlang führt schließlich zur Laufenmühle (Einkehr) und nur ein paar hundert Meter weiter zum Ausgangspunkt zurück.

Wer nach dem Mittagessen (z.B. im Rössle in Hundersingen) noch einen anderen Teil des Lautertals besuchen möchte, der kann folgenden Vorschlag ausprobieren:

Ausgangspunkt ist Hundersingen. Man biegt am südlichen Ortsausgang in die Straße nach Bremelau und gleich nach wenigen Metern links in eine kleine Seitenstraße ein.

Von nun an geht es stetig ein Tal hinauf, das weniger bekannt ist als das Wolfstal, aber dennoch alle typischen Merkmale zu bieten hat. Auch hier findet man im Frühjahr unzählige Märzenbecher an den Hängen. Die Hangschluchtwälder sind Kernzonen und typisches Merkmal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Nach einem Linksabzweig wird das Tal langsam flacher bis man auf eine asphaltierte Straße trifft. Hier geht man links und gleich wieder links. Nun geht es über die Albhochfläche zurück Richtung Hundersingen. Folgt man dem asphaltierten Weg bis zum Waldrand oberhalb von Hundersingen, sieht man einen Wegweiser zur Ruine Hohenhundersingen, die einen Abstecher allemal lohnt. Von der Burgruine hat man einen sehr schönen Blick auf das Lautertal und den Ort Hundersingen.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Sonntag, 16. März 2008, von: albträufler

Die Schwäbische Alb ist ein Landschaftsraum, in dem sich über Jahrhunderte eine durch menschliches Wirtschaften geprägte Kulturlandschaft ausgebildet hat. Unter den modernen wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen kann dies nur dann so bleiben, wenn die hier lebenden Menschen ihre eigene Existenz auch mit ressourcenschonenden Wirtschaftsweisen sichern können.

Auf der Schwäbischen Alb entsteht derzeit eine Modellregion in der erfolgreicher Natur- und Umweltschutz mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der im Gebiet lebenden Menschen verknüpft werden soll. Und zwar auf eine Weise, die den Ansprüchen der heute lebenden Menschen gerecht wird und gleichzeitig die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen erhält. Auf der Alb entsteht also ein Beispielgebiet für “nachhaltige Entwicklung”. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird sich um die Anerkennung durch die UNESCO bewerben und dann im Kreis der bislang 13 deutschen und über 500 Biosphärenreservaten weltweit dabei sein.

Das Konzept aller Biosphärenreservate sieht eine räumliche Gliederung in Kernzone, Pflegezone und Entwicklungszone vor, wobei jeder Bereich eine unterschiedliche Bedeutung für Mensch und Natur erhält.

Eine oder mehrere Kernzonen sollen dem unbeeinflussten Naturzustand sehr nahe kommen. Diese Flächen werden von jeglicher wirtschaftlicher Nutzung freigehalten. Hier geht es vorrangig um den Schutz natürlicher und naturnaher Lebensräume und Lebensgemeinschaften. Man will beobachten, wie Entwicklungen in der Natur ohne menschliche Beeinflussung ablaufen. Dies bedeutet nicht, dass der Mensch komplett ausgeschlossen ist, das Betreten ist auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Jagd oder Fischerei sind ebenfalls möglich, wenn auch in veränderter Weise.

In der Pflegezone werden wertvolle Ökosysteme der Kulturlandschaft durch schonende Landnutzung für die Zukunft erhalten. Ziel ist insbesondere die Erhaltung artenreicher und bedrohter Tier- und Pflanzengemeinschaften, deren Fortbestand von der Aufrechterhaltung einer pfleglichen Nutzung abhängt. Die Pflegezonen sollen außerdem die Kernzonen als Pufferzonen umgeben.

In der Entwicklungszone schließlich steht der wirtschaftende Mensch im Vordergrund. Es soll beispielhaft gezeigt werden, dass der Mensch die Biosphäre nutzen kann, ohne sie zu zerstören oder die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Die Entwicklungszone wird ausdrücklich als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung verstanden. Es gelten daher keine besonderen rechtlichen Beschränkungen.

Website: www.biosphaerengebiet-alb.de

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