Rund um das Große Lautertal gibt es unzählige schöne Wanderungen. Ein Highlight ist auf jeden Fall das Wolfstal (nicht nur) zur Märzenbecherblüte. Aber Vorsicht: an schönen (Sonn-)Tagen kommen die Besucher per Bus in dieses kleine, gewundene Tal. Es lohnt sich also früh aufzustehen oder auch bei nicht so optimalem Wetter zu starten.
Statt einfach nur das Wolfstal hinauf- und wieder hinabzuspazieren, kann man folgende Route (ca. 2-3h) wählen: Sie beginnt beim Wanderparkplatz am unteren Ende des Wolfstals im Lautertal bei Lauterach.
Dem sanften Anstieg des Wolfstals folgend geht man den gewundenen Weg vorbei an Felsen, Höhlen und der so typischen Vegetation. Im März gibt es außer einem weißen Teppich aus Märzenbechern auch noch vereinzelt den leuchtend roten Kelchbecherling zu sehen. Dieser Pilz ist vom Aussterben bedroht und muss geschützt werden. Wenige Zeit später kommt noch die Blüte des sonst seltenen Lerchensporns hinzu.
Nach einer knappen Stunde Gehzeit verlässt man den Wald und biegt nach links auf einen asphaltierten Weg Richtung Erbstetten ab. Man durchquert den Ort, biegt links auf die Durchfahrtstraße ein und geht in einer Rechtskurve geradeaus weiter ins Mariental. Diesem Tal folgt man abwärts bis man auf das Lautertal stößt. Dort folgt man dem Weg am Fluß nach links.
Hat man Unterwilzigen passiert kommt man in einen nicht weniger romantisch verschlungenen Teil des Lautertals – dort gibt es viele Lauterschleifen, einen Ausblick auf die Burg Reichenstein und sogar eine “Levada”.
Der Weg an der Lauter entlang führt schließlich zur Laufenmühle (Einkehr) und nur ein paar hundert Meter weiter zum Ausgangspunkt zurück.
Wer nach dem Mittagessen (z.B. im Rössle in Hundersingen) noch einen anderen Teil des Lautertals besuchen möchte, der kann folgenden Vorschlag ausprobieren:
Ausgangspunkt ist Hundersingen. Man biegt am südlichen Ortsausgang in die Straße nach Bremelau und gleich nach wenigen Metern links in eine kleine Seitenstraße ein.
Von nun an geht es stetig ein Tal hinauf, das weniger bekannt ist als das Wolfstal, aber dennoch alle typischen Merkmale zu bieten hat. Auch hier findet man im Frühjahr unzählige Märzenbecher an den Hängen. Die Hangschluchtwälder sind Kernzonen und typisches Merkmal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Nach einem Linksabzweig wird das Tal langsam flacher bis man auf eine asphaltierte Straße trifft. Hier geht man links und gleich wieder links. Nun geht es über die Albhochfläche zurück Richtung Hundersingen. Folgt man dem asphaltierten Weg bis zum Waldrand oberhalb von Hundersingen, sieht man einen Wegweiser zur Ruine Hohenhundersingen, die einen Abstecher allemal lohnt. Von der Burgruine hat man einen sehr schönen Blick auf das Lautertal und den Ort Hundersingen.